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Hohlstrünkiger Blumenkohl

Ursache hohler Strünke beim Blumenkohl (oben) und beim Brokkoli (unten) sind meistens Faktoren, die die Wachstumsgeschwindigkeit der Pflanzen begünstigen.
© Titze, Winfried
Ursache hohler Strünke beim Blumenkohl (oben) und beim Brokkoli (unten) sind meistens Faktoren, die die Wachstumsgeschwindigkeit der Pflanzen begünstigen.
Hohler Strunk bei Brokkoli
© Titze, Winfried

September 2006 Hohle Strünke und in ihrem Gefolge oftmals "gespaltene" Köpfe (Doppelköpfe) sollen holländischen Untersuchungen zufolge viel seltener die Auswirkung von Bormangel sein, als bisher gemutmaßt wurde (Bor = ein für die Pflanze unentbehrliches Spurenelement). Ursache seien vielmehr Faktoren, die das Wachstum der Pflanzen, mehr noch deren Wachstumsgeschwindigkeit, fördern.


So bewirken vor allem eine hohe Stickstoffdüngung oder -verfügbarkeit und zu große Pflanzenabstände diese Symptome. Die Anfälligkeit ist auch sortenabhängig. Die Prüfung von sechs Züchtungen an zwei Anbauorten – Pflanzabstände jeweils 75 × 50 cm – zeigte Befallsunterschiede zwischen 20 und 91 % bzw. 4 und 82 %. Dabei kommt in dem ersten Zahlenpaar die etwas stärkere Reaktion der Sorten auf ein höheres Stickstoffangebot des Versuchsfeldes zum Ausdruck. Die Hohlräume umfassten ein Sechstel bis ein Drittel der gesamten Strunklänge. Der Anteil an "Spaltern" war an beiden Standorten gering. (GuF 20/02)

Diese hohle Strünke herbeiführenden Einflüsse treffen auch für den Brokkoli zu. Pflanzabstände von etwa 40 × 50 cm (Frühblumenkohl, Brokkoli), 50 × 50 cm (Sommerblumenkohl) und 50–60 × 60 cm (Herbstblumenkohl) sowie (blaue) Volldüngergaben von 130 bis 150 g/m² (ohne Einsatz organischer Düngemittel), aufgeteilt in Grund- und ein bis zwei Kopfdüngungen, sollten im Hausgarten kaum zu den genannten Schadbildern führen.

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Blumenkohl, Brokkoli, Hohler Strunk
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