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Die richtige Pflanzhöhe bei Erdbeeren

Ausläufer wachsen bei der Erdbeere über der Erde (im Gegensatz zu Quecken und anderen Kräutern) und die Wurzeln dringen von oben in den Boden.
© von Soosten, Rolf
Ausläufer wachsen bei der Erdbeere über der Erde (im Gegensatz zu Quecken und anderen Kräutern) und die Wurzeln dringen von oben in den Boden.

August 2006 Die Botanik sieht verschiedene Formen der Verbreitung von Pflanzen vor. Die durch Samen ist die häufigste. Hierbei teilen sich die Chromosomenpaare in der Blüte und je eine Hälfte erscheint in der Samenzelle bzw. im Pollenkorn.


Durch die Befruchtung erfolgt die Verschmelzung und in dem daraus entstehenden Samen ist wieder der doppelte Chromosomensatz vorhanden. Dieser generativen (geschlechtlichen) Vermehrung steht die ungeschlechtliche gegenüber: Durch Ausläufer, Bulbillen (Lilien), Knollen (Kartoffeln) oder Brutzwiebeln (Schalotten) vermehrt sich die Pflanze ohne Blütenbildung.

Bei der Erdbeere spielt die Vermehrung durch Samen eine sehr geringe Rolle. Monatserdbeeren werden ausgesät. Hauptsächlich bedient man sich der Jungpflanzen, die durch die Ausläufer gebildet werden. Sie entstehen während der Ernte in den Blattachsen. An der Spitze mit einem regenerationsfähigen Zellgewebe ausgerüstet, kann sich dort eine neue Pflanze bilden, wenn er über den Blattrand der Staude hinausgewachsen ist. So sichert die Mutterpflanze der nächsten Generation einen unverbrauchten Boden.

Bei genauer Betrachtung muss einem auffallen, dass dieser Ausläufer stets über den Boden wächst und die sich neu bildende Pflanze auf dem Boden ansiedelt. Nur die Wurzeln wachsen senkrecht in den Boden. Die Blätter beschatten die Knospe und den wurzelbildenden Rhizomteil. Während die Jungpflanze wurzelt, bildet sich der Ausläufer fort um nach weiteren 30 cm eine neue Jungpflanze entstehen zu lassen.

Bild 1: Zu tief! Deutlich zu erkennen ist das Wachstumsdefizit gegenüber Bild 2. Diese Pflanze wurde "beerdigt".
© von Soosten, Rolf
Bild 1: Zu tief! Deutlich zu erkennen ist das Wachstumsdefizit gegenüber Bild 2. Diese Pflanze wurde "beerdigt".
Bild 2: Optimale Höhe. Hier steht der Vegetationspunkt klar über der Erde und die Wurzeln sind im Boden.
© von Soosten, Rolf
Bild 2: Optimale Höhe. Hier steht der Vegetationspunkt klar über der Erde und die Wurzeln sind im Boden.
Für das Gelingen einer Neupflanzung ist dieser Vorspann wichtig, denn der gravierendste Fehler ist das zu tiefe Setzen der Setzlinge. Die Knospe ist von Natur aus so gestaltet, dass sie sich oberirdisch entwickelt. Die zusammengefalteten Blätter sind nur mit zusätzlichem Energieaufwand in der Lage, die über ihnen liegende Erde zu durchbrechen. Das kostet Zeit und die fehlt zur Blattbildung. Denn im September beginnt die neue Pflanze bereits mit der Bildung der Blütenanlagen für das nächste Jahr. Daher ist nämlich Eile geboten, soll das neu angelegte Beet schon im ersten Jahr zufriedenstellende Ernte bringen.

nach obenFolgende Tipps sind für das Gelingen entscheidend

Möglichst frühe Pflanzung. Setzling nur einen halben Zentimeter tiefer pflanzen als er vorher gestanden hat. Wenn sich der Boden abgesetzt hat, soll etwa das gleiche Niveau herrschen. Sind mehr als drei Blätter vorhanden, die ältesten abschneiden. Sofort nach der Pflanzung wässern. Bei starker Sonneneinstrahlung eventuell schattieren. Die abgebildeten Fotos sind alle in einer Pflanzung gemacht worden und verdeutlichen die Wichtigkeit der Pflanzhöhe.

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