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Lilien − Kulturpflanzen von bleibendem Wert

Lilium-Hybride
© von Esebeck, Heribert
Lilium-Hybride

Juli 2006 Zu den Liliengewächsen, zu denen eine Anzahl schmuckvoller Beetpflanzen wie Tulpen, Kaiserkrone und Hundszahn zählen, gehört auch die edle Lilie. Sie wird als volkstümlichste Zwiebelblume bezeichnet. Ihre weltweite Verbreitung erstreckt sich über die nördlich-gemäßigte Zone zwischen dem 30. und 50. Breitengrad. Alle darüber hinaus angesiedelten Lilienarten sowie die kultivierten Züchtungen und Formen sind bei uns schwer zu halten und teils nicht winterhart. Seitdem die Pflanzenzüchtung in Forschungsinstituten für viele farbliche Verbesserungen unter den Lilien sorgte, gibt es relativ wenig reine Arten, aber dafür zahlreiche Hybriden (Sorten).


nach obenSymbolik – Ornamentik

Schon in der Antike fand sie bei den Römern Beachtung und man pflegte sie in den Gärten. Sie war Sinnbild der Hoffnung. Für die Christen symbolisiert sie Reinheit und Unschuld und war das Zeichen der unbefleckten Empfängnis. Als Wappenblume wird sie auch die heraldische Lilie genannt. Für den Briefmarkensammler (Philatelist) ist sie in seinem Hobby gewiss nicht unbekannt. 2000 v. Chr. war sie in den Wohnstätten der alten Ägypter anzutreffen.

nach obenEinheimisches Vorkommen

Nur noch selten wild zu sehen ist die Feuer-Lilie (Lilium bulbiferum). Sie ist meist nur noch in alten Bauerngärten als Schmuckpflanze zu finden, um die Tradition der Gärten zu wahren. Seit 1569 ist sie in Kultur. Sie erblüht als erste Lilie an sonnigen Stellen auf Muschelkalk in nicht zu trockenen Böden, vorwiegend jedoch in den Alpentälern. Typisch für sie sind die auffälligen Brutknospen in den Blattachseln. Die Blüten leuchten rot bis orangefarben. Blüte im Mai/Juni, schwarz punktiert.

Türkenbund-Lilie
© von Esebeck, Heribert
Türkenbund-Lilie
Beachtenswert ist auch die Türkenbund-Lilie (Lilium martagon): Blüte weinrot, duftend, ebenfalls frühzeitig mit zurückgerollten Blütenblättern, der Kopfbedeckung, dem Turban, ähnlich. Beide Arten stehen – wie alle Wildarten – unter Naturschutz. Ihr exotisches Aussehen und ihr Vanilleduft machen sie zu einer reizvollen Gartenfreude. Die kalkholden Zwiebelgewächse besiedeln Laubwälder (sind aber käuflich zu erwerben), sind jedoch gefährdet durch Tierfraß von Rehen in Waldnähe und Wühlaktionen von Wildschweinen.

nach obenFremde Florengebiete

Prachtlilie
© von Esebeck, Heribert
Prachtlilie
Bekanntlich gehört zur Namensgebung einer Pflanze der Gattungs- und der Artname. Ersterer benennt sie, der zweite bezeichnet die Heimat, Eigenschaften usw. Wie der deutsche Name Prachtlilie zum Ausdruck bringt, wird die hübsche Lilienart mit Artnamen Lilium speciosum bezeichnet. Sie ist eine der Lilien aus Japan, die durch Züchtung wesentlich verbessert wurde und heute mit vielen Formen auf dem Markt als dankbare Schnittblume Anklang gefunden hat.

Madonnen-Lilie
© von Esebeck, Heribert
Madonnen-Lilie
Zu weiteren Vertretern der althergebrachten Liliengattung zählt die Madonnen-Lilie (Lilium candidum), die zu Ehren der Heiligen ihren Namen erhielt und vorwiegend bei feierlichen Anlässen Verwendung findet. Inzwischen sind eine Anzahl effektvoller Zufalls- und beabsichtigter Kreuzungen zur Bereicherung des Verkaufssortiments auf dem Markt.

Ursprünglich stammt sie aus dem Orient und hat durch ihren hohen Dekorationswert bei Floristen mannigfaltige Verwendung. Sie wurde von Sammlern als Wildpflanze Anfang des 20. Jh. in Westchina entdeckt. Man soll sie auch als Zwiebelgewächs verspeist haben. Durch intensive Auslese und mittels spontaner Veränderung (Mutation) vervollständigte sich ihre Zahl. Sie gedeiht in jedem normalen Gartenboden ohne Staunässe (Drainage). Vermehrung durch Aussaat. Blüte nach 2 bis 3 Jahren.

nach obenLilienzucht

Die Züchter scheuten keine Mühe, die Anziehungskraft durch Erfolge ins Blickfeld zu rücken. Es entstanden Kreuzungen aus orientalischen Herkünften, die andere Farben und Formen in die Sortimente gebracht haben. Bekannt wurde die Sorte 'Honey Dew' (Honigtau) und weitere mehr.

nach obenNamensgebung

Taglilie
© von Esebeck, Heribert
Taglilie
Nicht alle sind echte Lilien (Lilium). Taglilien sind Liliengewächse. Mit Namen Hemerocallis sind es dankbare Gartenstauden. Sie haben aber andere Merkmale (s. Foto).

nach obenBegleitstauden

Lilien leben am Naturstandort zwischen einer Krautschicht, die sie vor dem Austrocknen des Bodens schützt, wie es auch bei Rhododendron-Anlagen der Fall ist. Bei der Auswahl ist darauf zu achten, dass sie sich nicht in ihrer Wirkung unterordnen und keine Konkurrenz haben, wie es bei der Partnerschaft von Rosen der Fall ist, was den Rosenflor nach der hohen Zeit verlängern hilft.

Tigerblume
© von Esebeck, Heribert
Tigerblume
Stern-Gladiole
© von Esebeck, Heribert
Stern-Gladiole
Als Vorschlag sei die Tigerblume (Tigridia pavonia) aus Mexiko genannt. Im 16. Jahrhundert war sie bereits in Kultur, eine ansehnliche Zwiebelblume. Blütezeit Juli/September. Blätter schwertartig. Farbpalette in leuchtend reinem Gelb, in purpurnem Violett, gefleckt.

Apart ist auch die Stern-Gladiole (Gladiolus callianthus 'Murielae') aus Mittelafrika. Blütezeit im Herbst, schneeweiß, innen dunkel gefleckt. Knollen nach den Maifrösten in kleinen Gruppen zur Schau stellen. Im Winter aufnehmen wie Dahlien.

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Feuerlilie, Madonnenlilie, Prachtlilie, Stern-Gladiole, Taglilie, Tigerblume, Türkenbundlilie

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