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Naturgärten − Kleingartenmotive – Miniaturgärten

Naturgärten
© von Esebeck, Heribert
Naturgärten

Juni 2006 Der Naturschutz und der mit ihm verbundene Umweltschutz als wichtiger Bestandteil zur Erhaltung des Naturhaushaltes wird dem Ökosystem zugeordnet. Alle Maßnahmen dienen dem Schutz von Flora und Fauna mit ihren unterschiedlichen Lebensgemeinschaften. Nachteilig beeinflusst wird das natürliche Gleichgewicht, wenn der Mensch dem fortgesetzten Ablauf zuwiderhandelt. Jedem naturverbundenen Mitbürger fehlt heute das Verständnis, wenn er in den Medien von den gravierenden Eingriffen in die tropischen Regenwälder erfährt. Folgen der großflächigen Rodungen uralter Baumgestalten sind erhebliche meteorologische Veränderungen in der Klimatologie (Überflutungen), aber auch die Krautschicht im Unterholz wird durch Schwächung des Lichteinfalls in ihren Lebensverhältnissen negativ beeinflusst. Im Sinne der Evolutionstheorie sei an die wissenschaftliche Forschung erinnert, die gegenwärtig in den höchsten Baumkronen Pflanzen- und Insektenforschung betreibt.


Aus Platzgründen kann hier nur ein Teil des ökologischen Systems angesprochen werden, durch das die Lebensgemeinschaft der Pflanzen in vielfältiger Weise zum Ausdruck kommt.

nach obenPraktische Erfahrungen im eigenen Garten

Insbesondere sind die Eigenheimer angesprochen und weitere Pflanzenfreunde, die sich mit der Pflanze im eigenen Anwesen und ihrer Entwicklung näher beschäftigen, ebenso schulpflichtige Jahrgänge, die den Vorgang des Pflanzenwachstums vom Samenkorn bis zum Reifestadium in ihren Entwicklungsphasen erleben möchten. Beobachtungen, die den Betrachter zeitlebens begleiten werden!

nach obenGestaltungsstil

In der Kulturgeschichte der Gärten war in der Zeit der Renaissance (14. bis 16. Jahrhundert) der formal angelegte Garten mit gradliniger Wegeführung, Heckenformschnitt, vorherrschend. Noch in den Zwanzigerjahren wurde die Richtung beibehalten. Im Laufe der Jahre ging die Tendenz dann aber zum naturnahen Garten. Führend von jeher sind die Niederländer und auch Engländer, die sich durch die Anlage alpiner Gärten, Rockgärten (rock = Fels, Gestein) einen Namen machten.

nach obenNatürliche Gärten

Ihre Ausmaße richten sich nach den örtlichen Verhältnissen. Vor Jahren schon ist man dazu übergegangen, Miniaturgärten anzulegen, Kleinalpinen (Felsgärten). Die Möglichkeiten sind variabel. Es geht bis zu den stabilen Tischgärten, wodurch man die Pflanzen aus nächster Nähe betrachten kann. Eine gute Bodendrainage ist Voraussetzung. Die Einrichtung bietet Gelegenheit, einige Schätze der Natur vorzustellen. Durch unterschiedlichen Pflanzenwuchs in der Höhe und bis hin zur Blütenfarbe lassen sich ansprechende Szenerien von "natürlichem" Aussehen gestalten.

Stehen größere Flächen zur Verfügung, lässt sich eher ein Naturgarten verwirklichen. Die angeführte Pflanzenwahl von heimischen Wildpflanzen wäre ein Vorschlag, die Naturnähe zu fördern, dazu sind auch größere und kleinere Natursteine mit einzubeziehen. Beim Verlegen der Steine ist darauf zu achten, dass der einzelne nach hinten geneigt angeordnet wird, damit das Wasser rückwärts abfließen kann.

Bepflanzung

  • Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris)
  • Adonisröschen (Adonis vernalis)
  • Pestwurz (Petasitis hybridus)
  • Akeleiblättrige Wiesenraute
  • Barbarakraut/Barbenkraut (Barbarea vulgaris)

Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris)
© von Esebeck, Heribert
Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris)
Adonisröschen (Adonis vernalis)
© von Esebeck, Heribert
Adonisröschen (Adonis vernalis)
Pestwurz (Petasitis hybridus)
© von Esebeck, Heribert
Pestwurz (Petasitis hybridus)

nach obenFür Anfänger der Troggärten

Steht nur eine kleinere Fläche zur Nutzung zur Verfügung, wird mit einigen vertrauten Pflanzen begonnen, wozu sich der klassische "Troggarten" vortrefflich eignet. Es sind starke, schwere Gefäße, die einst den Landwirten zum Füttern des Viehs dienten. Inzwischen sind sie nur noch selten zu bekommen. Handelsüblich sind heute Gefäße von unterschiedlicher Größe und Form. Bereits ein natürlicher Kalkknollen von zerklüftetem alpinem Aussehen bietet Möglichkeiten, Gebirgspflanzen darauf anzusiedeln. Bedingung für ein gesundes Wachstum ist eine Drainschicht um das Abzugsloch. Darüber eine Torfschicht mit folgendem humosem Erdbelag. In naturgemäßer Gruppierung ergibt sich bald ein farbenfrohes Bild.

Die unten aufgelisteten Pflanzen sind wahrhaftige Lebenskünstler und zeigen sich zur Blütezeit von der besten Seite. Obwohl sie leichte Pflegemaßnahmen fordern, bereiten sie viel Freude bei der Entwicklung und regen an, die Sammlung zu erweitern.

Bepflanzung

Steinbrech (Saxifraga) mit Arten
© von Esebeck, Heribert
Steinbrech (Saxifraga) mit Arten
Glockenblume (Campanula carpatica 'Weiße Clips')
© von Esebeck, Heribert
Glockenblume (Campanula carpatica 'Weiße Clips')
Glockenblume (Campanula carpatica 'Blaue Clips')
© von Esebeck, Heribert
Glockenblume (Campanula carpatica 'Blaue Clips')
Hungerblümchen (Draba bruniifolia)
© von Esebeck, Heribert
Hungerblümchen (Draba bruniifolia)

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Viel Spaß beim Gärtnern!
  • Steinbrech (Saxifraga) mit Arten
  • Glockenblume (Campanula carpatica 'Weiße Clips')
  • Glockenblume (Campanula carpatica 'Blaue Clips')
  • Hungerblümchen (Draba bruniifolia)
  • Primel/Aurikel (Primula auricula)
  • Fransenhauswurz/Jovibarba (Sempervivum heuffelii)
  • Karthäuser Nelke (Dianthus carthusianorum)
  • Dachwurz (Sempervivum tectorum 'Atropurpureum')
  • Hornkraut (Cerastium tomentosum)

Primel/Aurikel (Primula auricula)
© von Esebeck, Heribert
Primel/Aurikel (Primula auricula)
Fransenhauswurz/Jovibarba (Sempervivum heuffelii)
© von Esebeck, Heribert
Fransenhauswurz/Jovibarba (Sempervivum heuffelii)
Karthäuser Nelke (Dianthus carthusianorum)
© von Esebeck, Heribert
Karthäuser Nelke (Dianthus carthusianorum)

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Adonisröschen, Aurikel, Fransenhauswurz, Glockenblume, Hungerblümchen, Jovibarba, Karthäuser Nelke, Kuhschelle, Miniaturgarten, Naturgarten, Pestwurz, Steinbrech, Troggarten

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