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Rotdorn und Kolkwitzie − zwei prachtvolle Blüher

Rotdorn und die glockenförmigen Blüten der Kolkwitzien bringen Farbe in den Garten.
© Opitz, Wolfgang
Rotdorn und die glockenförmigen Blüten der Kolkwitzien bringen Farbe in den Garten.

Mai 2006  


nach obenRotdorn

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Der Rotdorn ist auch als Strauch beliebt.
© Opitz, Wolfgang
Der Rotdorn ist auch als Strauch beliebt.
Der Rotdorn mit dem lateinischen Namen Crataegus laevigata 'Paul’s Scarlett' ist eng verwandt mit dem in der Landschaft weit verbreiteten Weißdorn. Im Gegensatz zum Weißdorn wächst der Rotdorn etwas schwächer und erreicht eine Größe von 4 bis 7 m. Seine anfangs meist kegelförmige Krone wird in späteren Jahren flacher und rundlicher. Er verfügt über die robusten Eigenschaften des Weißdorns. Infolge seiner extremen Frosthärte ist er auch für kältere Klimalagen geeignet und durch seine tiefgehenden, weitverzweigten Wurzeln fest im Boden verankert. Auch mit dem Stadtklima kommt der Rotdorn gut zurecht und wird daher gern im innerörtlichen Bereich gepflanzt. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig und der Boden eher etwas schwerer (humos-anlehmig) und nicht zu leicht (sandig) und trocken sein.

Kleiner, schöner Hausbaum

Der Goldregen ist ein kontrastreicher Partner des Rotdorn.
© Opitz, Wolfgang
Der Goldregen ist ein kontrastreicher Partner des Rotdorn.
Goldregen
© Opitz, Wolfgang
Goldregen
Der Rotdorn wird meist als Baum und weniger als Strauch gepflanzt. Mit seiner kleinen, lockeren Krone ist er auch für den weniger großen Hausgarten hervorragend geeignet. Hier kann er zum Beispiel als Hausbaum an exponierter Stelle oder links und rechts von der Gartenpforte gepflanzt werden. Der Rotdorn trägt zwar im Gegensatz zum Weißdorn keine Früchte, dagegen beeindruckt er jedoch um so stärker mit seinen gefüllten und karmesinrot leuchtenden Blüten. Der Baum verträgt zwar gut einen starken Rückschnitt. Dies hat jedoch zur Folge, dass er danach schwächer blüht. Am schönsten präsentiert sich der Baum in seinem natürlichen Wuchs mit den locker überhängenden Blütenzweigen. Es sollte daher nur in größeren Abständen ein korrigierender Schnitt durchgeführt werden. Wir erzielen ein farblich sehr schönes Bild, wenn wir dem Rotdorn als kontrastreichen Partner den im gleichen Zeitraum blühenden Goldregen zur Seite stellen.

nach obenDie "liebliche" Kolkwitzie

Malerisch überhängende Blütenzweige.
© Opitz, Wolfgang
Malerisch überhängende Blütenzweige.
Der Zierstrauch ist mit seinem lateinischem Namem Kolkwitzia amabilis (lieblich) – landläufig als Kolkwitzie bezeichnet – besser bekannt als mit seiner deutschen Bezeichnung, Perlmutstrauch, obwohl dies für uns ein eingehenderer und auch treffenderer Name wäre, da die glockenförmigen und rosafarbigen Blüten mit dem gelblichen Schlund eine perlmutähnliche Tönung aufweisen. Der Strauch wird etwa 2 bis 3 m hoch und im Alter etwa ebenso breit. Die elegant überhängenden Zweigpartien sind überaus reich mit Blüten besetzt. Von ihrem zarten, süßlichen Duft lassen sich zahlreiche Bienen und Hummeln anlocken, die hier eine begehrte Nahrungsquelle finden.

Es ist erstaunlich und auch bedauerlich, dass dieser prachtvolle Zierstrauch bisher so wenig Verbreitung in unseren Gärten gefunden hat, zumal er schon vor mehr als 100 Jahren aus seiner Heimat, dem westlichen China, nach Europa eingeführt wurde. Dabei spricht nicht nur die eindrucksvolle Blütenpracht für die Kolkwitzie. Sie stellt keine besonderen Ansprüche und wächst in jedem gut kultiviertem Gartenboden. Der Strauch liebt die volle Sonne, steht jedoch auch in halbschattiger Lage alljährlich in voller Blüte. Darüber hinaus ist das Gehölz sehr frosthart und des weiteren stadtklimafest.

Prächtiger Solitär

Die Kolkwitzie macht sich prächtig als malerischer Solitärstrauch im freien Stand. Sie kann aber auch gut im Verbund mit anderen Sträuchern, zum Beispiel als lockere Pflanzung entlang der Grenze, platziert werden. Hier sollten wir darauf achten, dass wir ihr genügend Standraum einräumen, denn sie entfaltet ihre schönste Wirkung mit ihren elegant und locker überhängenden Blüten-Zweigen, wenn sie nicht zu sehr von konkurrierenden anderen Sträuchern eingeengt wird.

Auch sollten nicht die oberen und seitlichen Zweige weggeschnitten und der Strauch so zum Bubikopf degradiert werden. Wir zerstören sonst den lockeren, gefälligen Wuchs und die Blütenpracht des kommenden Jahres. Die Empfehlung lautet, die Kolkwitzie weitgehend ihrem natürlichen Wuchs zu überlassen, den Strauch nur wenig zu korrigieren und in größeren Abständen auszulichten, wobei die ältesten Triebe in Bodenhöhe abgeschnitten werden.

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Goldregen, Kolkwitzie, Perlmutstrauch, Rotdorn, Weißdorn

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