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Frühjahrsblüher − Stimmungsaufheller

April 2006 Wenn Forsythien und Co blühen, dann ist er da, der langersehnte Frühling. Mit den längeren Tagen und der zunehmenden Erwärmung erwacht die Natur zu neuem Leben. Es ist die Zeit, in der die meisten Sträucher und Stauden blühen und nach den grauen Wintertagen Farbe in unsere Umgebung bringen. In vielen Gärten dominieren jetzt die gelben Farbtöne, die Farbe der strahlenden Sonne.


nach obenLeuchtkräftige Forsythien

Forsythie 'Spectabilis', am eindrucksvollsten als freistehender Strauch.
© Opitz, Wolfgang
Forsythie 'Spectabilis', am eindrucksvollsten als freistehender Strauch.
Es sind vor allem die Forsythien, die mit ihrer Leuchtkraft geradezu zum Inbegriff des Frühlings geworden sind. Die Sträucher präsentieren sich noch ohne Blätter in der weithin leuchtenden gelben Blütenpracht. Neben der frühen und reichen Blüte sind die Anspruchslosigkeit und ihre Winterhärte die wesentlichen Gründe für den Siegeszug, mit dem die Forsythie die Gärten erobert hat. Der Strauch wächst in jedem gut kultivierten Gartenboden, der nicht zu kalkhaltig sein sollte. Regelmäßige jährliche Düngung sichert eine reiche Blüte. Die Forsythie bevorzugt eine warme, sonnige Lage. Bei ausreichendem Platz werden die meisten Sorten 2 bis 3 m hoch und im Alter ebensobreit. Sie wirken am schönsten, wenn sie sich frei entfalten können und sollten daher in entsprechendem Abstand von anderen Sträuchern oder im Einzelstand gepflanzt werden. Forsythien verlieren viel von ihrer Pracht, wenn wir sie – wie teilweise zu sehen – als "Bubikopf" oder Hecke zurechtstutzen. Man lässt die Sträucher frei wachsen und lichtet sie durch Entfernen größerer Triebe über dem Boden in größeren Abständen aus.

Empfehlenswerte Sorten sind 'Lynwood' (mit goldgelber Blüte); 'Spectabilis' (dunkelgelb) und die hellgelb blühende 'Spring Glory'.

nach obenDuftende Früchte

Zierquitte 'Brilliant'
© Opitz, Wolfgang
Zierquitte 'Brilliant'
Mit der Zierquitte (Chaenomeles) haben wir einen Frühjahrsblüher mit in der Regel roten Farbtönen, der sich durch eine reiche Blüte und eine lange Blütezeit auszeichnet. Die meisten Sträucher werden je nach Sorte 1 bis 1,50 m (2 m) hoch und haben dornige Triebe. Vögel schätzen solche geschützten Nistgelegenheiten. Mit ihrem sperrigen Wuchs und den Dornen sind sie kaum zu durchdringen und bilden so auch als Grenzabpflanzung im Vorgarten entlang der Straße einen guten Schutz gegen ungewollten Besuch durch die vierbeinigen Freunde vieler Mitmenschen. Man kann die Zierquitte aber auch als Einzelstrauch oder Gruppe im Garten platzieren oder zur Begrünung von Böschungen pflanzen. An den Boden ist sie recht anspruchslos und auch ansonsten gut widerstandsfähig. Die Zierquitte verträgt jedoch keinen zu hohen Kalkgehalt. Sonnige bis halbschattige Lage sorgt für eine reiche Blüte. Im Herbst schmücken sich die Sträucher mit angenehm duftenden, gelben Quitten ähnlichen Früchten.

Zu empfehlen sind besonders die Hybrid-Sorten; 'Brilliant' (orangerot); 'Carl Ramcke' (leuchtend zinnoberrort); 'Crimson and Gold' (dunkelrot mit auffallend gelben Staubgefäßen); 'Pink Lady' (dunkelrosa) und ein Abweichler 'Novalis' (reinweiß).

nach obenStimmungsaufheller

Elfenbein-Ginster 'Allgold'
© Opitz, Wolfgang
Elfenbein-Ginster 'Allgold'
Mit dem überaus voll, meist gelb blühenden Ginster haben wir einen weiteren Stimmungsaufheller für unseren Garten. Bekannt sind seine interessant gestalteten Schmetterlingsblüten. Er gehört zu den sogenannten Stickstoffsammlern. Wir dürfen dem Ginster in keinem Fall viel Dünger geben, weniger ist hier mehr und wir nehmen einen stickstoffarmen Dünger (keine Hornspäne). Er gedeiht am besten auf leichten, also humosen, sandigen Böden und bevorzugt eine Lage in voller Sonne. Das Frühjahr ist eine gute Pflanzzeit. Nach dem Pflanzen sollte man die langen Triebe an Stäben anbinden. So kann der Wind den Wurzelballen der Pflanze nicht lockern, was sonst das Anwachsen erschwert. In strengen Wintern empfiehlt es sich, die immergrünen und daher empfindlichen Triebe mit Fichtenreisig zu schützen.

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Viel Spaß beim Gärtnern!
Elfenbein-Ginster 'Allgold'
© Opitz, Wolfgang
Elfenbein-Ginster 'Allgold'
Mit dem Blütenreigen beginnt im April/Mai der Elfenbein-Ginster (Cytisus praecox). Die Sorte 'Allgold' beeindruckt mit ihrer goldgelben, überreichen Blüte. Die rubinrote Blüte mit gelblichem Rand macht 'Hollandia' zu einem bereichernden Außenseiter, der meist gelb blühenden Arten und Sorten. Empfehlenswert wegen ihrer reichen Blüte sind auch die Gartenformen von Cytisus scoparius, wie 'Andreanus Splendens', (goldgelb mit rot); 'Burkwodii', (karminrot mit rotbraunem und gelbem Rand); 'Luna', (reingelb); 'Roter Favorit', (karminrot). Die obengenannten Arten präsentieren sich gut in Heidegärten, zwischen Stauden- und Gräserpflanzungen und vor dunklen Nadelgehölzen. Dagegen sind für Steingärten und ebenfalls für Heidegärten die niedrig bleibenden Arten Cytisus kewensis 30 bis 50 cm hoch, (hellgelb bis rahmweiß) und Cytisus purpureus, 40 bis 70 cm hoch, (hellgelb bis rosa) gut geeignet.

nach obenFrühe Anemonen

Strahlen-Anemonen – der Sonne entgegen.
© Opitz, Wolfgang
Strahlen-Anemonen – der Sonne entgegen.
Am Boden lichter Gehölzränder fühlt sich die Strahlen-Anemone (Anemone blanda) zu Hause. Ihre Blütezeit beginnt bereits im März/April. Die Pflanzen mit ihren strahlenförmigen Blüten und gelben Staubgefäßen werden nur etwa 10 bis 15 cm hoch. Die Farbpalette der Sorten reicht von Weiß, über Rosa, Rot bis zu blauen Tönen. In größeren Tuffs wirken sie am besten. Ihre Knollen werden im Herbst 6 bis 8 cm tief in die Erde gelegt. Als Winterschutz sollte jeweils die Laubdecke liegen bleiben.

nach obenBunt mit Krokus

Bunte Krokus im Gartenrasen.
© Opitz, Wolfgang
Bunte Krokus im Gartenrasen.
Wenn wir im Frühjahr die Blütenfülle in unserem Garten noch steigern wollen, dann machen wir den Rasen mit Krokussen zu einem Blütenmeer. Es ist die einzige Zeit in der wir auch das Grün vor der Terrasse oder im Vorgarten in einen bunten Teppich verwandeln können.

Bitte beachten: Sollen die Krokusse im kommenden Jahr erneut blühen, dann dürfen wir erst mähen wenn die Krokusblätter abgestorben sind. Sie werden gebraucht zur Stärkung der Knollen. Man kann die Krokusse auch an den Rasenrand oder in größeren Gruppen pflanzen und diese Bereiche beim Mähen aussparen.

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