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Clematis − Rankende Blütenwunder

Clematis
© Balster, Thomas
Clematis

März 2006 Nach einem kalten und schneereichen Winter träumen viele Gartenliebhaber schon jetzt vom magischen Charme des Frühlings. Von Blüten, die einzigartig und wunderschön sind.


Oftmals können solche "Blütenträume" im eigenen Garten wahr werden, wenn wir uns den beliebtesten Kletterpflanzen zuwenden, den Waldrebengewächsen (Clematis). Es gibt etwa 250 Arten und mehrere hundert Gartensorten, die durch ihre herausragenden Wuchs- und überwältigenden Blüheigenschaften Begeisterung hervorrufen!

nach obenWissenswertes über die Königin der Kletterpflanzen

Die nahezu weltweit verbreiteten Clematis-Gewächse gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse. Sie sind z. B. als in Bäume hineinrankende "Kletter-Giganten", Pergolen-Gewächse oder Stauden-Formen anzutreffen.

Samenstand von Clematis orientalis 'Orange Peel'
© Balster, Thomas
Samenstand von Clematis orientalis 'Orange Peel'
Im Garten lassen sich die Waldreben vielfältig verwenden. Besonders starkwüchsige "Rankenwunder", wie z. B. Clematis montana oder Clematis orientalis sind vorzüglich zum Beranken von Edelfliedern und großen Bäumen geeignet. Selbst nach der Blütezeit sind die attraktiven Samenstände überaus dekorativ und verbleiben auch noch im Winter an der Pflanze.

Clematis viticella 'Etoile Violette'
© Balster, Thomas
Clematis viticella 'Etoile Violette'
Andere Kletterer, wie z. B. die Italienische Rebe (Clematis viticella), eignen sich hervorragend für Hauswände, Pergolen, Rankgerüste usw. Gerade in Verbindung mit Rosen und anderen Kletterpflanzen entfalten sie ihren Charme. Clematis viticella 'Etoile Violette' ist z. B. eine etwa 4 m hoch werdende Sorte, die für nahezu jeden Standort geeignet ist!

Bei der Pflanzung im Garten sollte das ausreichend große Pflanzloch (mind. 30 × 30 × 30 cm) mit gutem Mutterboden aufgefüllt und mit älterem Kompost und Hornspänen verbessert werden. Die Waldrebe muss möglichst tief eingepflanzt werden (die Oberkante des Ballens sollte etwa 5 cm unterhalb des Bodens sein), Staunässe ist zu vermeiden. Waldreben bevorzugen einen "schattigen Fuß". Dieses erreicht man durch die Pflanzung an ein Gehölz, das Abdecken mit Mulch, oder die bodendeckende Staudenunterpflanzung.

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Damit sich die Ranken später "festklammern" können, sollten möglichst viele dünne Äste, Schnüre oder andere Rankhilfen vorhanden sein. Notfalls können die Triebe auch an Pfähle o. ä. angebunden werden. Die jungen Clematis-Gewächse benötigen zur besseren Verzweigung und optimalen Entfaltung ihrer Blütenpracht nach der Pflanzung im Frühjahr einen starken Rückschnitt auf etwa 15 bis 20 cm oberhalb eines Auges. Auch "wenn’s weh tut", diese Maßnahme muss einfach sein!

Waldreben sind keine "Kostverächter": Gerade im ersten Standjahr muss daher regelmäßig und durchdringend gewässert und gut gedüngt werden. Zur optimalen Nährstoffversorgung eignen sich organische oder mineralische Mehrnährstoffdünger.

Der Rückschnitt der Clematis richtet sich nach deren Herkunft und Blütezeit. Unterschieden werden drei Gruppen:

Clematis Hybride 'Multi Blue'
© Balster, Thomas
Clematis Hybride 'Multi Blue'
  • Frühjahrsblüher (Blütezeit April bis Mai, z. B. Clematis alpina, Clematis montana); Hierbei ist kein Rückschnitt notwendig. Verjüngungs- und Auslichtungsschnitte können aber nach der Blüte durchgeführt werden!
  • Sommerblüher (Blüte von Ende Mai bis Juni, z. B. Clematis-Hybride 'Multi Blue', eine von Juni bis September, ca. 3 m hoch werdende, gefülltblühende Züchtung) werden im Herbst nicht zu stark zurückgeschnitten. Waldreben dieser Kategorie bilden die Blüten an den Trieben des Vorjahres.
  • Spät-Sommerblüher (Blüte im Juli und an Jung-Trieben des neuen Jahres, z. B. Clematis viticella) werden im Spätherbst radikal auf 20 cm über dem Boden zurückgeschnitten.

Clematis sind in der Regel recht robuste Pflanzen. Leider werden gelegentlich die großblumigen Neuzüchtungen von der Clematiswelke – einer Pilzerkrankung – befallen. Innerhalb kürzester Zeit werden sämtliche Triebteile "schlaff" oder es bilden sich bräunliche Blattflecken. Als Sofortmaßnahme müssen radikale Rückschnittsmaßnahmen bis ins gesunde Holz durchgeführt werden.

Triebverletzungen und dauerhaft feuchte Blätter sind – soweit dieses möglich ist – zur Vermeidung von Schadpilzerkrankungen unbedingt zu vermeiden!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Gartensommer mit einem nicht enden wollenden Clematis-Blütenmeer.

Ihr Gartenfachberater
Thomas Balster

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Schlagworte dieser Seite:

Clematis, Clematiswelke, Italienische Rebe, Kletterpflanze

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