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Tulpen als Frühjahrsboten

Papagei-Tulpe 'Forest Flame’
© von Esebeck, Heribert
Papagei-Tulpe 'Forest Flame’
Tulpe 'Clara Butt'
© von Esebeck, Heribert
Tulpe 'Clara Butt'
Lilienblütige Tulpe 'Roter Glanz'
© von Esebeck, Heribert
Lilienblütige Tulpe 'Roter Glanz'

Januar 2006 Mit der Variationsbreite der Züchtungen gehören die Zwiebelblumen zum festen Bestandteil eines jeden Gartens, da sie in der Gemeinschaft mit den vorzeitigen Blütengehölzen den Garten beleben und farblich ein tolles Feuerwerk für eine Zeitlang versprühen. Das Sortiment reicht von den teils mehrblütigen Wildtulpen bis zu den Mendel-, Darwin- und Rembrandttulpen.


nach obenBegriffserklärung – Knolle – Zwiebel

Zwiebelblumen ist ein Sammelbegriff und eine mehr gebräuchliche Bezeichnung. Da die Gruppe der Zwiebelgewächse nach der Blüte abstirbt und im nächsten Jahr austreibt, werden Knollen- und Zwiebelgewächse unterschieden. Von der Entstehung her bestehen Knollen aus einer festen Substanz (Gladiolen, Dahlien, Krokusse, Kartoffeln (tuber)). Zwiebeln (bulbus) dagegen setzen sich aus Zwiebelschuppen zusammen. Beide Organe sind Speicherbehälter zur Aufnahme von Wasser und Nährstoffen, um nach der Ruhezeit wieder auszutreiben.

nach obenGeschichtliches – Wertschätzung – Tulpenschwindel

Zu den vertrauten Zwiebelpflanzen zählt die Tulpe (Tulipa). Offenbar wurde sie vor rund 1.000 Jahren bereits in Persien gehalten. 1559 blühte sie erstmalig in Deutschland und wurde von dem Schweizer Botaniker Konrad Gesner (1516 bis 1565) bewundert. Sie erweckte große Aufmerksamkeit und wurde zur Modeblume kreiert. Später – im Tulpenland Holland – war sie ein Spekulationsobjekt. Eine Zwiebel hatte den Wert von 11.500 Gulden. Es war das vielfältige Farbenspiel, an dem man sich erfreute.

nach obenNamensbezeichnung – Herkunft – Wildtulpen

Gelbblütige Wildtulpe
© von Esebeck, Heribert
Gelbblütige Wildtulpe
Der Name der Tulpe geht auf die persische Sprache zurück (tulipan Turban), da sie deutlich auf die Ähnlichkeit mit der Kopfbedeckung hinweist. Herkunftsmäßig erstreckt sich die Verbreitung vom Schwarzen Meer über Kleinasien bis nach Mitteleuropa. Erst durch Einkreuzung mit Wildarten entstanden die bunten Tulpen-Sortimente.

Mit der Bezeichnung Tulipa sylvestris wird eine Art gekennzeichnet, die in Mitteleuropa auftritt. Verwildert kommt sie in Weinbergen und Grasgärten vor. Wegen ihrer gelben Farbe wird sie zu Neuzüchtungen verwendet.

Es entstanden zahlreiche Sorten, Mutationen und Sports (Neubildungen), die zur Ergänzung des Frühlingsflors der Gehölze und Stauden beitragen.

nach obenBodenhaushalt – Einteilung – Pflanzweise

Tulpen und alle Zwiebel- und Knollengewächse stellen keine besonderen Bodenansprüche. Voraussetzung ist ein lebendiger tätiger Boden mit reichem Bestand an Bodenlebewesen, der durch Frosteinwirkung eine Krümelstruktur aufweist. Durch den Humusgehalt ist der Boden in der Lage Wasser aufzunehmen, den die Zwiebelkultur verlangt (Fäulnisgefahr).

Einschließlich weiterer Unterteilungen lassen sich die Tulpen in Wildtulpen – auch Botanische Tulpen bezeichnet – in frühe und späte klassifizieren. In Anbetracht ihrer Verwendung sollten die Wildtulpen in ihrer gedrungenen kompakten Form und ihren ursprünglichen Farben im Naturgarten eingebracht werden, wie

  • Tulipa tarda, weißliche Blütenspitze mit gelbem Basalfleck, 15 cm
  • Tulipa pulchella, violett, 10 cm
  • Tulipa turkestanica, mehrblütig mit cremeweiß und gelbem Anflug, 20 cm

Sie passen nicht in die Nähe der Zuchtformen mit ihren oft grellen Farben, da sie die reinen Arten leicht übertönen.

Erreicht wird ein harmonisches Farbenspiel, wenn die Pflanzung im Spätherbst erfolgt und zwar in Tuffs zu 3 oder 5 gruppiert. Sie lieben den sonnigen Stand, wenn sie aufgelockert plaziert werden (Reihenpflanzungen wirken steif und unnatürlich). Auch die farbliche Komponente kommt besser zur Geltung.

nach obenBegleitpflanzen

Blütenpflanzen lassen allgemein im Laufe des Wachstums mit ihrem Flor nach, denn die Bestäubung und Befruchtung ist bereits erfolgt. Um trotzdem die Bepflanzung ansehnlich wirken zu lassen, sind Begleitpflanzen keine Konkurrenz, sondern eine wichtige Ergänzung.

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