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Schrotschusskrankheit in diesem Jahr weit verbreitet

Zwetschgenblätter mit den typischen Löchern der Schrotschusskrankheit, verursacht durch den Pilz Stigmina carpophila.
© von Soosten, Rolf
Zwetschgenblätter mit den typischen Löchern der Schrotschusskrankheit, verursacht durch den Pilz Stigmina carpophila.

Dezember 2005 Viele Gartenbesitzer haben bald nach Austrieb mit dieser lästigen Pilzkrankheit Bekanntschaft machen müssen. Sie tritt zwar fast alljährlich auf, ein geringer Befall bleibt aber bedeutungslos.


Wenn das junge Laub stark durchlöchert wird, stößt der Baum diese Blätter ab und von unten herauf beginnt er kahl zu werden. Selbst auf den jungen Früchten entstehen kleine braune Flecke, die später eingesunken sind. Bei späteren Infektionen können auch die jungen Triebe befallen werden, besonders beim Pfirsich. Durch den vorzeitigen Verlust der Blattmasse bleiben die Früchte klein und die Blütenknospenbildung für das Folgejahr leidet. Befallen werden alle Steinobstarten mit deren Wildformen und einige Ziergehölze der Gattung Prunus.

Der Pilz überwintert in vielen Teilen des Baumes. Bald nach dem Austrieb entstehen mehrzellige spindelförmige Sporen, die, durch Regenwasser im Baum verbreitet, das junge Blattgrün befallen. Wenn die Langtriebbildung abgeschlossen und kein frisches Blattgrün mehr vorhanden ist, besiedelt er junge Triebe und Wundgewebe und verursacht auch dort runde oder längliche, später einsinkende Stellen. Aus ihnen entsteht im Folgejahr die Primärinfektion.

Auf den Blättern verfärben sich die infizierten Stellen zuerst karminrot und später braun. Im Inneren wächst das Gewebe des Pilzes bis die Pflanze mit der Bildung eines Trenngewebes reagiert. Durch das Eintrocknen der kranken Zellen trennen sich gesundes und befallenes Blattgewebe. Es entstehen jene Löcher, nach denen diese Krankheit den Namen bekommen hat.

Nicht in jedem Jahr wird eine Bekämpfung notwendig sein. Wichtig ist das Beobachten der Witterungsverhältnisse. Nasse regenreiche Perioden zum Austrieb sind ein Signal für eine chemische Bekämpfung. Doch diese ist nach dem aktuellen Stand der Zulassungen nur noch begrenzt möglich. Der Wirkstoff Propineb im Antracol darf aufgebraucht werden. Bleibt uns das Hoffen auf neue Zulassungen.
Die aktuelle Situation finden Sie im Internet, z. B. unter:
Initiative Ländlicher Raum
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Wühlfried
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