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Stauden in freier Anordnung Naturgemäße Pflanzung

Blick in den Naturgarten
© Heribert von Esebeck
Blick in den Naturgarten

August 2005 Zur Erhaltung unserer gebotenen Lebensräume wurde der Naturschutzgedanke ins Leben gerufen, um den Bürger mit Pflanze und Tier sowie dem gesamten Ökosystem vertraut zu machen; gleichsam aber auch das Grün als Erholungseinrichtung in seiner komplexen Art zu verdeutlichen.

In dieser Beziehung kamen die Begriffe Naturlandschaft wie die naturnahe Gestaltung in Verbindung mit Naturpark und -garten mehr und mehr ins Gespräch. Gewiss werden jedem naturverbundenen Menschen die klassischen streng architektonisch gestalteten Gärten in Erinnerung sein, wie München, Nymphenburg, die Großen Gärten, Hannover, Wilhelmshöhe, Kassel, die unter anderem bedeutsam sind, geschweige denn ist von den zahlreichen anderen im Ausland zu berichten, nämlich den bekannten Schlössern an der Loire, die in geometrischornamentaler Form großflächig konzipiert wurden.


nach obenGewählte Lage der Stille

Umgeben von Naturmotiven und unter ländlichem Einfluss leben zu dürfen ist wohl der Wunsch vieler Gartenfreunde. Im Rückblick auf Urlaubsreisen auf dem Bauernhof sollten derartige Eindrücke auch bei der Wahl der neuen Anlage wertvoll sein. Bei dem Bestreben von einem Naturgarten umgeben zu sein ist es empfehlenswert, ihn in einer reizvollen landschaftlichen Gegend zu planen. Einzigartige Plätze sind dort zu finden, wo eine räumliche Zuordnung besteht um den Wunschgarten mit Wildpflanzen optisch ineinander übergehen zu lassen.

nach obenHinweise zur Ausführung – farbliches Zusammenspiel

Vorbilder für die naturnahe Pflanzung können erlebte Eindrücke von Wanderungen sein in ästhetisch und gesunde Pflanzenbestände, deren Anblick zur eventuellen Nachahmung anregt. Verfehlt wäre es allerdings Lebensräume zu kopieren, im Prinzip ist die Natur stets der beste Lehrmeister! Kulturformen zu verwenden, die durch Kreuzung entstanden sind, wie grelle aufdringliche Farbmischungen, auch gefüllte Sorten, sind jedenfalls bei Zusammenstellung zu vermeiden, denn sie würden das ländliche Bild in seiner Vertrautheit empfindlich negativ beeinflussen; auch widerspräche es der menschlichen Empfindung, die Natur in ihrer bodenständigen Art verbessern zu wollen.

nach obenFreie Pflanzung

Die Anlage einer naturgemäßen Gruppierung im Sinne eines "Naturgartens" ist für den Pflanzenliebhaber eine sehr reizvolle Aufgabe, da er nach eigenem Ermessen die entsprechenden Wildpflanzen fachgerecht ansiedeln kann. Nach erworbener Gartenpraxis und Verständnis für unsere Wildflora wird es ihm eine Freude sein eine eigene Planung vorzunehmen. Nach örtlicher Lagebegehung wird er sich über die Himmelsrichtungen informieren müssen, um die Pflanzung der sonnen- und schattenliebenden Stauden getrennt zu halten. Die äußerste Helligkeit weisen die Ost-Südost- bis West-Südwestseiten auf. Nordseiten ergeben einen lichten Schatten mit ausgeglichenen Temperaturen. Bei einer Lage im Anschluss an ein Nachbargrundstück mit älterem Baumbestand wäre der Halbschatten durch Überschirmung von Rotbuchen oder Berg-Ahorn als günstig zu bezeichnen.

Zu unverwüstlichen Dauerpflanzen sind die Bodendecker einzureihen, wie das Maiglöckchen, Waldmeister, Goldnessel, Günsel und unter der großen Zahl noch der Salomonsiegel. Zur Abwechslung und Tiefe wie Unterbrechung der Fläche können einige Lilienverwandte eingestreut werden. Aufzuhellen ist der Halbschattengrund mit den braun-roten Blütenfarben des Türkenbunds (Lilium martagon), eine alte heimische Kulturpflanze, die mit dem Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) frühlingshaft hervortritt. Der Türkenbund, ein wildwachsendes Zwiebelgewächs, steht bei uns unter Naturschutz, ist aber in Kultur vermehrt jederzeit erhältlich.

Bildlich vorgestellte Wildpflanzen im "Naturgarten": Christrose, Adonisröschen (gelbblütig), Buschwindröschen und Arnika (Wohlverleih). Die Schwarze Königskerze, aber auch die Groß- und Kleinblütige für sonnige Plätze sind dem Imker (Pollenpflanze) anzubieten.

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Schlagworte dieser Seite:

Gartengestaltung, Gartenplanung, Staude

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