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Lange Blütenpracht mit Strauchrosen

August 2005 Strauchrosen sind die großen Schwestern der Beet- und Edelrosen. Sie werden in der Regel zwischen ein und zwei Meter hoch. Unsere heutige Aufmerksamkeit gilt den öfter blühenden Strauchrosen. Daneben gibt es noch die ebenfalls höher werdenden Park- und Wildrosen, die meist nur einmal blühen.


Die öfter blühenden Strauchrosen sind eine relativ junge Rosenklasse, die durch intensive Züchtungsarbeit, vor allem in den letzten 70 Jahren, entstanden ist. Diese Strauchrosen sind eine große Bereicherung des Sortimentes, da sie als große Büsche im Sommerhalbjahr bis zum Beginn des Frostes des öfteren blühen. Sie bescheren uns somit ein langes farbiges Gartenjahr. Mit ihrer reichen und langanhaltenden Blüte kann kein anderer Zierstrauch erfolgreich konkurrieren. Die öfterblühenden Strauchrosen gehören daher heute zum festen Bestandteil der Gartengestaltung. Das breite Sortiment bietet uns auch alle gängigen Farbtöne, die wir von den niedrigen Rosen kennen. Nachfolgend eine empfehlenswerte Auswahl.

nach obenÖfterblühende Strauchrosen

SorteFarbeBlüteHöhe in cm
'Burghausen'rothalbgefüllt200
'Cinderella'rosagefüllt150
'Eden Rose 85'rosagefüllt160
'Felicitas'rosaeinfach120
'Freisinger Morgenröte'orangegefüllt150
'Graham Thomas'gelbgefüllt150
'Grandhotel'rotgefüllt200
'Lichtkönigin Lucia'gelbgefüllt150
'Linderhof'rosaeinfach180
'Rosarium Uetersen'rosagefüllt150
'Schneewittchen'weißhalbgefüllt150
'Westerland'orangegefüllt180

nach obenVielseitige Verwendung

Öfter blühende Strauchrosen präsentieren sich im freien Stand zum Beispiel an der Terrasse, im Vorgarten oder auf dem Rasen in ihrer ganzen Pracht. Dabei können sie auch in Gruppen zu 3 Stück – Abstand 70 cm – gepflanzt werden. Auf der Rasenfläche wird der Boden unter den Rosen offen gehalten, damit die Grasnarbe den Pflanzen nicht die Nährstoffe und das Wasser entzieht. Vorteilhaft ist es die "Baumscheibe" mit Mulchmaterial (z. B. Rinde) abzudecken.

Die Rosensträucher eignen sich auch gut als Pflanzung vor größeren Sträuchern und dunklen Nadelghölzen, sowie als Hintergrund von Blumenbeeten und zur Auflockerung in den Staudenrabatten. Zu beachten ist, dass wir den groß werdenden Strauchrosen genügend Standraum zubilligen, damit sie sich frei entfalten können (Abstand zu den Stauden etwa 1 m). In den Rabatten lassen sich die Farbwirkungen der Rosen durch blühende Stauden und Sträucher noch ergänzen und steigern. Vor allem das Blau, dass bei den Rosen fehlt, bringt einen zusätzlichen Akzent.

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!
Als Vor- und Zwischenpflanzungen mit dieser Farbe eignen sich
  • Rittersporn
  • Lavendel
  • Katzenminze (Nepeta)
  • blaue Glockenblumen

Von den Ziersträuchern bringen uns
  • Schmetterlingsstrauch (Buddleja 'Nanho Blue')
  • Hibiscus ('Blue Bird') und
  • Blaue Bartblume (Caryopteris)
blaue Farbtupfer in den Garten.

nach obenAnsprüche

Strauchrosen werden meistens für die nächsten 10 und mehr Jahre gepflanzt. Damit sie gut gedeihen brauchen sie einen möglichst sonnigen und luftigen Standort. Dies fördert den Blütenreichtum und mindert den Pilzbefall. Wir pflanzen Rosen daher nicht unter größere Bäume. Der Boden soll mindestens 80 cm tief durchlässig sein und keine Staunässe aufweisen. Leichte, sandige Böden werden mit Kompost verbessert. Der Säuregrad des Bodens sollte im neutralen (pH-Wert um 7) bis leicht alkalischen Bereich liegen. Deshalb auf Rosenflächen keinen Torf (wirkt sauer) geben!

Rosarium Uetersen, zeichnet sich durch ihre reiche, große und duftende Blüte aus.
© Wolfgang Opitz
'Rosarium Uetersen', zeichnet sich durch ihre reiche, große und duftende Blüte aus.
Wenn wir einen vollerblühten Rosenbusch betrachten, zum Beispiel eine 'Rosarium Uetersen', die eine überreiche Blütenfülle auch ein zweites Mal im Spätsommer hervorbringt, wird uns bewusst, dass hierfür auch reichlich Nährstoffe und Wasser gebraucht werden. Deshalb müssen wir besonders die öfterblühenden Strauchrosen gut mit Dünger versorgen. Zwei Gaben Blaukorn, im März und Juni mit je 50 g/m2 stellen in der Regel eine hinreichende Versorgung sicher. Einfacher ist eine Gabe mit Langzeitdünger Mitte Mai, entsprechend den Angaben der Hersteller. Zusätzlich empfiehlt es sich bereits im Frühjahr 30 g/m2 Kalimagnesium (Patentkali) zu düngen. Dies fördert die Holzausreife und vermindert die Frostanfälligkeit.

In trockenen Zeiten sollten die Rosen gewässert werden. Die Blätter dabei nicht nassspritzen, um den Pilzbefall nicht zu fördern.

Pilzkrankheiten (Echter Mehltau, Sternrußtau und Rost) können den Rosen das Leben schwermachen. Da die Sporen der beiden Letztgenannten auf dem befallenen Laub überwintern, sollte dieses im Herbst so gut wie möglich abgesammelt werden.

'Freisinger Morgenröte', mit einem interessanten Farbenspiel.
© Wolfgang Opitz
'Freisinger Morgenröte', mit einem interessanten Farbenspiel.
'Schneewittchen', die reinweiße Sorte, besticht durch ihre außerordentlich reiche erste und zweite Blüte.
© Wolfgang Opitz
'Schneewittchen', die reinweiße Sorte, besticht durch ihre außerordentlich reiche erste und zweite Blüte.
Die meisten der genannten Sorten sind relativ widerstandsfähig gegen die Pilzkrankheiten. Relativ anfälliger gegen Sternrußtau sind die Sorten 'Freisinger Morgenröte' und 'Schneewittchen'. 'Freisinger Morgenröte' hat ein interessantes Farbspiel in Orange auf gelbem Grund und erfreut uns mit einer großen Blütenfülle, die sich bis zum Herbst hinzieht. 'Schneewittchen' besticht mit einem reinen Weiß und einer zweiten reichen Blüte.

Es gibt jedoch keine Sorte, die resistent gegen Pilzbefall ist. Wer gesunde Rosen haben möchte, sollte daher ab Beginn der Wachstumszeit vorbeugend gegen die Krankheiten spritzen. Bewährte Pflanzenschutzmittel sind
  • Baymat Rosenspritzmittel
  • Fungisan Rosen-Pilzfrei und
  • Saprol Pilz-Spritzmittel S.

Der Einsatz zwei verschiedener Mittel – mit anderen Wirkstoffen – im Wechsel beugt der Bildung resistenter Pilzstämme vor.

nach obenWenig schneiden

Die öfterblühenden Strauchrosen lässt man weitgehend frei wachsen. Wir beschränken uns im Frühjahr auf das Entfernen von abgestorbenen und zu dicht stehenden Trieben. Dabei kann der Strauch auch etwas in Form gebracht werden. Im Abstand von mehreren Jahren wird der Strauch durch das Herausnehmen der ältesten Triebe verjüngt. Im Sommerhalbjahr schneidet man die verblühten Blütenstände über dem ersten vollentwickelten Laubblatt ab. Dabei wird möglichst wenig Laub weggenommen. So kann die Rose wieder schneller neue Blüten ausbilden.

nach obenRosen nicht nach Rosen

Bei der Pflanzung von Rosen auf einem Standort, auf dem vorher schon Rosen standen, kann es zu einem geschwächten Wachstum kommen, verursacht durch Rückstände der Vorgängerpflanzung. Bei kleineren Flächen ist dies ein lösbares Problem. Man kann hier den Boden 50 cm tief austauschen. Einfacher ist es jedoch einen neuen Standort zu wählen.

Mit dem Charme Alter Rosen: ‘The Generous Gardener’.
Bienen-Rosen
'Eden-Rose', mit hellrosa, nostalgisch gefüllter Blüte.
Rosen, die lange blühen
Augen
Der Frühjahrsschnitt der Rosen

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Diesen Artikel kommentieren (3)

1
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17. Juli 2010

Barbara

Hallo,wir hatten an der Haustür unseres alten Landhauses -rechts und links- " Westerland Strauchrosen " herrlich blühend und duftend.
Eine hat den Winter nicht überstanden ,die 2. kränkelt mit gelbem Laub,sicher auch Pilzbefall...Die Farbe dieser Rose passt wunderbar zu dem zart verwitterten Anstrich des alten Hauses.Was können wir tun,wie können wir Ersatz schaffen ? Erde austauschen wäre sicher kein Problem.
Bekomme ich von Ihrem Team einen besseren Vorschlag ? Wir wären Ihnen dankbar.Sollten wir eine robustere Rose wählen ?
Gruss Barbara

2
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30. Oktober 2010

Salzrose

Könnte es auch sein,dass die zweite Rose an Eisenmangel leidet.an einem milden Tag könntest du noch pflanzentonic geben im gartenzenter erhältlich oder Samen Mauser. Auch eine gute Hand voll Kali hilft durch den Winter.viel glück

3
|
3. April 2011

monalisa

Ich suche eine Strauchrose, die in der Breite nicht so sehr ausladend ist, da sie neben dem Hauseingang stehen soll. Hier stand bisher ein Hibiskus, mit dem ich aber leider keine Freude an diesem Standort habe. Ich stelle mir eine Romantikrose in rosa oder pink vor, die Höhe sollte mind. 160 cm, gern auch noch etwas höher, sein. Der Standort ist sehr warm und trocken.

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