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Feldsalat nach "Schweizer Art" kultiviert

Die Vereinsmitglieder finden die Pflanzkultur des Feldsalats effektiv
© Siegfried Neumann
Die Vereinsmitglieder finden die Pflanzkultur des Feldsalats effektiv.

Juli 2005 Zur Tradition des Landwirtschaftlichen Absolventenverbandes Mittweida e. V. zählen je eine jährliche Frühjahrs- und Herbstexkursion. Eine solche führte z. B. zu Gemüsebauern und -gärtnern ins Nordschweizer Rheintal. Selbige kultivieren u. a Feldsalat (Valerianella locusta), großflächig für den Frischmarkt. Je nach Saattermin währt dessen Ernte vom Frühherbst, über Winter (unter Folienschutz) bis hin zu den ersten Frühlingswochen.


Laub nicht mehltauresistenter Sorten wird mitunter vom Mehltaupilz geschädigt
© Siegfried Neumann
Laub nicht mehltauresistenter Sorten wird mitunter vom Mehltaupilz geschädigt.
Bezüglich der Sortenwahl sind Winterhärte, Blattform, -größe und -farbe, auch Resistenz gegenüber Falschem und Echtem Mehltau, wichtig. Die Aussaat erfolgt nicht, wie in unseren Siedlergärten meist üblich, an Ort und Stelle, sondern im Anzuchtbeet. Die Sämlinge, getopft (Töpfe 4 × 4 oder 5 × 5 cm), zu gegebener Zeit gepflanzt (Pflanzabstand 10 × 15 cm), gewährleisten von Mitte Oktober zum Frühjahr kontinuierliches Ernten.

Als erster Saattermin für die Jungpflanzenanzucht im Garten empfiehlt sich die zweite Julidekade. Um auch an schneearmen frostfreien Tagen im Verlauf des Winters, wie bis in die ersten Frühlingswochen hinein kontinuierlich Feldsalat zu ernten, empfehlen sich im Abstand von jeweils 14 Tagen zwei weitere Aussaaten.

Die mit Schwarzfolie bedeckten mäßig feucht gehaltenen Aussaaten keimen nach 8 bis 10 Tagen (dann Folie sofort entfernen; Boden kontinuierlich feucht halten). Bald getopft (Töpfe 4 × 4 bzw. 5 × 5 cm), zunächst schattig gehalten, bei Bedarf rechtzeitig gegossen, entwickeln sich die Jungpflanzen zügig. Mitte September gepflanzt (15 × 10 cm), kann die Ernte Mitte Oktober beginnen.

Feldsalat bedarf keines frischen organischen Düngers. Die Bodenbearbeitung vor dem Pflanzen erfolgt im Interesse des Bodenwasserhaushalts relativ flach. Der Nährstoffbedarf des Feldsalates erweist sich als niedrig. Eine mäßige Volldüngergabe (30 bis 40 g/m2 Blaukorn) zwei Wochen nach der Pflanzung gilt als ausreichend.

Als Vorfrucht bewähren sich u. a. Buschbohne und Gurke. Der etwas großzügige Pflanzabstand erleichterte die Pflegearbeiten (öfteres flaches Lockern mit leichter Hacke). Die üblichen Samenunkräuter erhalten keine Entwicklungschance. Das bei Direktsaat oft lästige Jäten entfällt. Selbiges kompensierte den Aufwand für Topfen und Pflanzen der Sämlinge. Einzeln stehend lässt sich Feldsalat zügig ernten.

Hausfrauen und Hobbyköche finden das Putzen des im Siedlergarten traditionell kultivierten Feldsalats relativ aufwändig. Stehen die Pflanzen auf dem Beet zu dicht, lässt deren Rosettenbildung zu wünschen. Verzögert Trockenheit rechtzeitiges Auflaufen der Saat, wird der Pflanzenbestand nicht rechtzeitig erntefähig.

Gepflanzter Feldsalat zeichnet sich durch gleichmäßige Entwicklung aus
© Siegfried Neumann
Gepflanzter Feldsalat zeichnet sich durch gleichmäßige Entwicklung aus.
Gepflanzter Feldsalat entwickelt sich rosettenartig. Bei der Ernte dicht über dem Boden am Wurzelhals geschnitten, bleibt die Rosette erhalten, deshalb erfordert das Erntegut beim Putzen und Zubereiten weit weniger Aufwand, als solches der üblichen Direktsaaten.

Die Ernte des Feldsalats erfolgt nach Möglichkeit und Bedarf kurz vor dessen Zubereitung. Für nicht unter Folienschutz kultivierte Pflanzen besteht an schnee- und frostfreien Tagen auch Zugriffsmöglichkeit um bei Bedarf zu ernten.

Der Pflanzenbestand für die Frühjahrsernte sollte nicht zu reichlich bemessen sein. Sonnige, lichtreiche warme Tage im April lassen Feldsalat rasch schossen (blühen) und für die Verwendung in der Küche unbrauchbar werden.

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Selbstversorger-Garten: Gemüse pflanzen
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Pflanzplan Kinderbeet: 1 Kulturheidelbeere; 2 Erdbeeren mit Schnittlauch; 3 Kapuzinerkresse; 4 Sonnenblumen einjährig, 5 Echinacea mehrjährig; 6 Gemüsebeet z. B. mit Radieschen und Feldsalat; 7 Trittplatten aus Beton oder Naturstein; 8 Minze; 9 Strohblumen.
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Der Naschgarten

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Diesen Artikel kommentieren (1)

1
|
17. April 2015

Bernie

Danke für diesen Artikel. ich bin - bisher erfolglos - auf der Suche wie man die Samen von geschosstem Nüsslisalat erntet. ich habe ein ganzes Triebbeet davon. Danke

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