Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Pflanzen > Ziergarten > Archiv (2002 - 2005) > 2005 > Modepflanzen und Topfgewächse

Modepflanzen und Topfgewächse

Kokospälmchen, Schildfarn und Flügelfarn
© Heribert von Esebeck
Kokospälmchen, Schildfarn und Flügelfarn.

Juni 2005 Seit Jahren haben durch den sich wandelnden Lebens- und Wohnstil Blatt- und Blütenpflanzen zur Ausstattung im Wohnbereich und als Wohngefährten für eine ausgewogene Atmosphäre gesorgt. Der bekannte Werbeslogan der Floristen "Lasst Blumen sprechen" wurde seinerzeit prägnant gewählt und findet auch heute noch überzeugende Resonanz.


Wie die Designer der Modekollektion nach dem Trend der Zeit maßgeblich konzipieren, ist das lebendige Grün gleichfalls dem Zeitgeschmack unterworfen. Zu erinnern wäre an die Blumengewächse und Gebinde aus Ur-Großmutters Zeiten, die zum Teil heute noch präsent sind. Gehörten um die Jahrhundertwende, auch noch in den 20er Jahren, die Zimmerpalmen, Zimmertannen bis zur Tuberose zum Interieur, hat sich die Auswahl inzwischen vervielfältigt. Eine Rückschau auf einstige Kulturpflanzen bis zur Gegenwart dürfte für jeden Pflanzenfreund von allgemeinem Interesse sein.

nach obenPalmenarten

Der Naturforscher Linné nannte das alte Pflanzengeschlecht "Princepes" (die Ersten). In ihrer Tracht der verschiedenartigen Wedel wünschte sich jeder die Tropenlandschaft in nächster Nähe zu haben. Es waren in Töpfen oder Kübeln gehaltene Gewächse von verhältnismäßig kleinwüchsiger Gestalt.

Nennenswert das Fieder- oder Kokospälmchen (Microcoelum weddellianum), das 1870 eingeführt wurde. Beliebt ferner die Zwerg-Dattelpalme.

Da man damals die zentralgeheizten Wohnräume noch nicht kannte, hatten die Palmen die richtigen Kulturvoraussetzungen. Sommertags im Freien, wintertags bei 5 bis 10 °C, nicht wärmer, sonst anfällig gegen Schädlinge.

nach obenSchildblume (Aspidistra elatior)

In fast jedem Haushalt war sie damals zu finden. Gerade der älteren Gärtnergeneration wird sie gegenwärtig sein. Sie führt wegen ihrer Wiederstandsfähigkeit weitere passende Namen wie Metzger, Schlachter und Schusterpalme.

Anpassungsfähig verträgt sie kühle Räume bei 7 bis 13 °C und Schatten. Merkwürdig stellt sich die Blüte dar, die sich in Erbodennähe entwickelt, teils sogar im Boden wächst. Sternförmig braunrot wird sie von Schnecken und kleinen Insekten bestäubt. Die Pflanze ist heute kaum noch anzutreffen. Vor Jahren noch unter einem hohen Preis.

nach obenTuberose (Polianthes tuberosa)

Das Agavengewächs gehört zu einem altmodischen Gewächs. Ihre Heimat ist unbekannt, wahrscheinlich Mexiko. Schon im 16. Jh. war sie bekannt. Einst eine beliebte Topfpflanze und Schnittblume zugleich. Vom Namen her könnte man sie für ein Rosengewächs halten. Der Artname tuberosus = knollig weist auf die fleischige Knolle hin. Weißblühend verbreitet sie mit ihren miniröschenähnlichen Blüten einen betäubenden Duft.

Einst noch als "Fürstin der Nacht" bewertet. Sie wurde zur Modeblume erwählt und bei feierlichen Anlässen war sie ein Kopfschmuck im Haar der Damen oder am Revers des Herrenrocks. Heute noch recht selten in botanischen Gärten anzutreffen, da die Beschaffung der Knollen und vor allem die Kultur Schwierigkeiten bereitet.

nach obenZebra-Pfeilwurz (Calathea zebrina)

Zebra-Pfeilwurz
© Heribert von Esebeck
Zebra-Pfeilwurz
Die Pflanzengattung stammt aus dem tropischen Brasilien und wird zu den nicht alltäglichen Blattpflanzen gezählt. Zudem wird sie zu den Mehrzweck-Pflanzen gerechnet, da sie neben den grünblättrigen noch farbig gezeichnete Blätter aufweist, die im Handel vertreten sind und den Käufer ansprechen.

Der schattenverträgliche Bodendecker entwickelt unscheinbare kleine weißliche Blüten, spricht aber durch die gefärbten ornamentalen Blätter der Oberseite und Unterseite mit dem Farbeffekt an. Gegen das Licht gehaltene Blätter erwecken den Eindruck eines Doppelblattes, sodass man ihr wegen ihrer Eigenart noch die Bezeichnung "Blatt im Blatt" gab.

Pflege: hohe Luftfeuchte, mehrmals am Tage besprühen. Warmhauspflanze. Im Winter 16 bis 18 °C.

nach obenSchildfarn (Nephrolepis exaltata)

Die formenreiche Pflanzengruppe der Farne trat in der erdgeschichtlichen Entwicklung im Devon (vor 400 Mio. Jahren) auf. Sie lebten gemeinsam mit den baumförmigen Schachtelhalmen. Durch ihre Wedel (Blätter) in ihrer mannigfachen Art und Züchtungen mit grazilen Sorten sind sie inzwischen zu liebenswerten Hausbewohnern geworden.

Pflege: Temperaturen 10 bis 16 °C. Überwinterung 14 °C, hohe Luftfeuchte in dieser Zeit und mäßig gießen.

nach obenFlügelfarn (Preris cretica)

Die Farngattung beinhaltet rund 280 Arten. Wie alle Farnarten trägt der Farn unterseits der Wedel sichtbare Sporenlager zur Fortpflanzung. Was die Handelssorten begehrenswert macht sind die buntblättrigen Formen die im Topf wie zur Schalenbepflanzung Schmuckwert besitzen. Herkunft Tropen-Subtropen bis in das Mittelmeergebiet (Kreta).

Pflege: hell, kühl, Temperatur 10 bis 16 °C, im Winter nicht zu feucht halten.

Alpenveilchen
Zimmerpflanzen richtig pflegen
Bild 3: Wer sich gerne gradlinig, klar und minimalistisch einrichtet, kann sich beispielsweise für Säulenkakteen unterschiedliche Arten begeistern.
Zimmerpflanzen für Lässige bis Nachlässige
Vertikalbild im Wohnbereich.
Von der Fensterbank zur Innenraumbegrünung

Schlagworte dieser Seite:

Blattpflanzen, Flügelfarn, Schildblume, Schildfarn, Tuberose, Zebra-Pfeilwurz, Zimmerpflanze

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2019

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de