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Nährstoffmangel

Das Nährstoffangebot vereinfacht dargestellt
© Winfried Titze
Grafik 1:
Das Nährstoffangebot vereinfacht dargestellt: Es entscheidet – wenn die übrigen Wachstumsfaktoren stimmen – über den Ertrag.

Mai 2005 Wenn das Nährstoffangebot günstig ist und alle anderen Wachstumsfaktoren "stimmen", gedeihen und tragen unsere Gemüsepflanzen zufriedenstellend. 13 mineralische Stoffe sind zu ihrer Ernährung lebensnotwendig: 6 Hauptnährstoffe (Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium, Schwefel), die in relativ großen und 7 Spurenelemente (Eisen, Mangan, Kupfer, Bor, Chlor, Molybdän), die in kleineren Mengen aufgenommen werden. Die Bodenlösung ("bodenverfügbar") und die Düngung stellen sie bereit (siehe Grafik 1 – stark vereinfacht).


Nährstoffmangel - Ernährungsbedingte Erträge
© Winfried Titze
Grafik 2:
Ernährungsbedingte Erträge bei Einlegegurken.
Was aber passiert, wenn es an diesem oder jenem von ihnen mangelt? Graphik 2 zeigt das Ergebnis eines Versuchs aus dem Institut für Bodenkunde der FH Weihenstephan mit je einem fehlenden Nährelement bei Einlegegurken – hier allerdings auf die Kernnährstoffe beschränkt (das sind die ersten drei der oben genannten Hauptnährelemente). Die Ertragsrückgänge werden gewöhnlich durch jeweilig charakteristische Mangelsymptome angezeigt und begleitet. Diese äußern sich allgemein (nicht nur bei Gurken) so:

nach obenStickstoffmangel

Stickstoffmangel bei Gurken
© Winfried Titze
Stickstoffmangel bei Gurken
Verminderte Wuchsleistung, Pflanzen hell- bis gelbgrün, weißlich-grüne Blattadern, unteres Laub gelb bis hellbraun, mit heller bräunlich-gelber Farbe vertrocknend (siehe Foto). Geringere Seitentriebbildung, Stängel kurz und dünn. Die auffallend weißen Wurzeln sind im Verhältnis zum Spross sehr lang mit geringer Seitenwurzelbildung. Häufig vorzeitige Blütenentstehung ("Notblüte").

nach obenPhosphormangel

Kleine, kümmerliche Pflanzen mit aufrechtem Wuchs ("Starrtracht"), durch übermäßige Chlorophyllbildung dunkel- bis blaugrüne Blätter. Blattstiele meist lang, sie und die Blattadern oft rot bis purpurfarben. Ausgeprägt z. B. die violette Verfärbung der Blattunterseiten von Tomaten. Blattoberseiten oft stumpf statt glänzend, schwacher Blüten- und Fruchtansatz, Wurzeln lang, wenig Seitenwurzeln, rötlich-braun verfärbt. Phosphormangel dürfte jedoch in unseren Gärten relativ selten vorkommen, weil die Böden dort i. a. reichlich mit dem Nährstoff versorgt sind.

nach obenKalimangel

Pflanzen schlaff ("Welketracht"), aufgehellte Blattränder, besonders bei älteren Blättern, die aber bald in Nekrosen (abgestorbenes Gewebe) übergehen. Blätter zwischen den Adern oft nach oben gewölbt, bräunlich verfärbt. Laub vertrocknet bei gelbbrauner bis brauner Verfärbung. Blattränder auf- oder abwärts gebogen. Wurzeln lang, gelblich, schleimig, wenig Seitenwurzeln.

Das unzureichende Angebot eines jeden anderen der oben genannten Nährstoffe verursacht fast immer genauso spezifische Kennzeichen. Sie hier aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Eine ausreichende Nährelementversorgung beugt Ernteeinbußen vor. Doch auch das frühzeitige Erkennen und die exakte Bestimmung mangelbedingter Schadmerkmale (anhand profunder Gartenbücher, Fachberatung!) können durch gezielte Düngung größere Ertragsverluste vielfach mindern oder gar verhindern.

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Schlagworte dieser Seite:

Kali, Nährelemente, Nährstoff, Phosphor, Stickstoff

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1
|
5. August 2011

Eddy

Klee im Rasen ist das Stickstoffmangel? Was kann ich tun. Danke für eine Antwort. MfG Eddy

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