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Eine Primel duftet nach Flieder

Die Blüten von Fliederprimeln haben meist ein gelbes Auge, das ihnen gut steht, und duften intensiv nach Flieder und Frühling.
© Jaehner
Die Blüten von Fliederprimeln haben meist ein gelbes Auge, das ihnen gut steht, und duften intensiv nach Flieder und Frühling.

März 2000 Es gibt Pflanzen, für die man sich auf Anhieb erwärmen kann. So eine ist die Fliederprimel (Primula malacoides). Man nennt sie auch Malven- oder Brautprimel.


Sie wurde Anfang dieses Jahrhunderts in Kultur genommen. Ihre Heimat ist China, wo sie lila blühend auf abgeernteten Reisfeldern in 2.000 bis 3.000 m Höhe als Unkraut wächst.

Mit dieser wilden Pflanze haben die heutigen Sorten nur noch wenig gemein, wie das oft der Fall ist, wenn Züchter sich daran machen, eine Pflanze für menschliche Vorstellungen ansehnlicher zu machen. Während ältere Züchtungen wenige und ziemlich hohe Blütenstiele entwickeln, wachsen neue Sorten gedrungen, eher kompakt mit vielen Bütenstielen, die auch verhältnismäßig zeitgleich blühen, und zwar in den unterschiedlichsten Farben: Leuchtend-Rubinrot, Karminrot, Lachsrosa, Lavendelblau und Reinweiß.

Obwohl sich die Pflanzen im Laufe der Zeit dergestalt veränderten, wirken Fliederprimeln im Vergleich zur derberen Becherprimel immer noch zierlicher. Ihre Blätter sind fein gefältet und gekraust, insgesamt kleiner, und auch die einzelnen Blüten werden nicht so groß wie jene von Becherprimeln. Unschwer ist die Fliederprimel ferner an den etagenförmigen Blütenständen zu erkennen und an dem feinen, mehlartigen Belag auf den Blütenstengeln. Wer im Winter Fliederduft wahrnimmt, befindet sich mit ziemlicher Sicherheit in der Nähe von Fliederprimeln, die sehr intensiv duften.

Die Fliederprimel ist eine Einjahrsblume mit verhältnismäßig kurzer Kulturzeit. Saattermin im Gewächshaus ist Mai bis Juli, die Kulturdauer bis zur Blüte etwa 7 Monate. Daraus ergibt sich eine Blütezeit von Dezember bis März, allenfalls April. Fliederprimeln sind typische Winterblüher.

Wer lange etwas von der Schönheit und dem Duft von Fliederprimeln am Zimmerfenster haben möchte, muss berücksichtigen, dass die Pflanze, wie bereits angedeutet, ausdrücklich nur für kühle Räume in Frage kommt, also beispielsweise fur höchstens temperierte Treppenhäuser oder ebensolche Flure, vor allem aber für kühle Wintergärten, die sie mit um diese Jahreszeit sehr willkommenen Farben und Düften füllt. Weil die optimale Temperatur zwischen 10 und 12 °C liegt, machen es Fliederprimeln im warmen Wohnzimmer nicht lange. Dort verblassen bald die Farben, und die Blüten vergehen schnell.

Der Platz für Fliederprimeln sei hell, doch vor greller Mittagssonne geschützt. Gegossen werden sie wie andere Topfprimeln nur mit weichem Wasser und zwar so, dass das Substrat im Gefäß stets gleichmäßig feucht ist. Es darf nicht vernässen und ebenso wenig austrocknen. Hält man sich nicht an diese Vorgaben, werden die Blätter gelb, und ganz rasch kommt das Aus. Zu düngen braucht man Fliederprimeln nicht, weil sie nach der Blüte ausgedient haben. Um so mehr sollte man alles daransetzen, mit geeigneten Pflegemaßnahmen langen Flor zu erreichen.

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Brautprimel, Fliederprimel, Malvenprimel, Primel, Winterblüher

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