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Rosen richtig schneiden

© Opitz

April 2005 Für den Rosenschnitt gibt es kein "Rezept", das für alle Rosengruppen gilt. In der März-Ausgabe haben wir einige grundsätzliche Anmerkungen zum Rosenschnitt gemacht. Im folgenden fahren wir mit dem "Schnitt im Frühjahr" fort.


nach obenKletterrosen

Von den öfter blühenden Kletterrosen werden zunächst die schwachen Triebe an der Basis entfernt sowie die zurückgefrorenen und abgestorbenen Triebe herausgeschnitten. Ältere Triebe sind weniger blühfreudig. Deshalb schneidet man diese im Abstand von mehreren Jahren an der Basis weg. Damit werden die Kletterrosen verjüngt und gleichzeitig ausgelichtet. Für diese Arbeit wird zweckmäßigerweise ebenfalls eine Astschere eingesetzt. Die Triebe lassen sich am leichtesten entfernen, wenn man sie in kurze Stücke zerschneidet.

Tipp: Wer nicht nur oben, sondern auch im unteren und mittleren Bereich möglichst viele Blüten haben möchte, sollte die jungen Triebe in diesen Bereichen waagerecht ableiten und anbinden.

Zur Gruppe der öfter blühenden Kletterrosen gehören unter anderem die Sorten

Die einmal blühenden Kletterrosen blühen an den Trieben, die im Jahr davor gebildet wurden. Das bedeutet, wer im Frühjahr Sorten dieser Gruppe zurückschneidet, entfernt damit die Blütenansätze für das gleiche Jahr und hat den Frust vorprogrammiert. Er wird vergeblich auf eine schöne Blütenpracht warten.

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Neue Triebe werden in die gewünschte Richtung geleitet und möglichst waagerecht angebunden sowie zu dicht stehende ausgelichtet. Im Abstand von mehreren Jahren entfernt man die älteren Triebe an ihrer Basis. Zur Gruppe der einmal blühenden Kletterrosen gehören unter anderem die Sorten

nach obenRosenstämme

Auf Rosenstämme sind meistens bekannte Sorten von Busch- und Edelrosen veredelt. Sie werden wie diese je nach Wuchsstärke auf 20 bis 40 cm Länge zurückgeschnitten. Angestrebt wird eine lockere Krone mit nach außen stehenden Trieben. Nur auf den Stämmen überhängend wachsende Sorten, wie Kletter- und Bodendeckerrosen, lässt man weitgehend wachsen. Alte Triebe werden ab und an entfernt. Auch bei den Stammrosen wirkt sich der schon erwähnte Sommerschnitt vorteilhaft auf die Nachblüte aus.

nach obenWildtriebe an der Wurzel fassen

In der Regel sind die meisten Gartenrosen auf Wildrosen veredelt. Letztere dienen als sogenannte Wurzelunterlage. Sie sind für die Edelsorten der Garant für gesundes, kräftiges Wachstum. Allerdings entstehen aus ihrem Wurzelhals unterhalb der Erdoberfläche vereinzelt Wildrosentriebe. Man kann sie gut an ihrem helleren und kleineren Laub von den Edelsorten unterscheiden. Lässt man diese wachsen, erhalten wir eine Wildrose anstelle der verkümmernden Edelrose. Die Triebe müssen daher entfernt werden. Hierzu wird die Erde vom Wurzelhals bis zur Basis des Triebes weggenommen und der Trieb mit einem kräftigen Ruck bis zur Ansatzstelle abgerissen oder unmittelbar an seiner Basis abgeschnitten. Bleibt von dem Trieb ein Stück stehen, so treiben aus diesem meist mehrere neue Wildtriebe aus.

nach obenWeg mit dem Schnittgut

Abgeschnittene Rosentriebe sind eine Brutstätte für Pilzkrankheiten. Die abzuschneidenden Zweige werden am besten gleich in der Hand gehalten und heruntergefallenes Schnittgut wird sauber aufgesammelt. Da Dauersporen von Pilzkrankheiten auch mehrere Jahre überstehen gehört das Schnittgut auch nicht auf den Komposthaufen. Es kommt z. B. in die Müllabfuhr oder wird verbrannt.

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Die Arbeit ist nicht angenehm. Man kommt mit bloßen Händen nicht ohne Kratzer davon. Auch das Thema ist für viele Gartenfreunde heikel. Wie macht man es richtig? Was soll weggeschnitten werden und wie stark soll der Rückschnitt sein? Es gibt kein "Rezept", das für alle Rosengruppen gilt.

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