Inhalt

Dekorative Farne für Schattenplätze

Februar 2005 In vielen Gärten gibt es schattige Plätze, die dazu auffordern, Farne anzusiedeln. Meist entwickeln sich Farne günstig im Teilschatten von Gehölzen.


Vollen Schatten bevorzugen Frauenfarn, Engelsüß und Rippenfarn. Bei den immergrünen Farnen wie dem Rippenfarn (Blechnum spicant) und dem Tüpfelfarn (Polypodium) ist das Wachstum jetzt am schwächsten. Das trifft auch für die Hirschzunge (Asplenium scolopendrium) zu, die das Grün ihrer ungeteilten Wedel bis tief in den Winter bewahrt. Alle Farne können bei Winterausgang gepflanzt werden. Ältere Bestände kann man teilen.

Nur mehrköpfige Farne können durch Zerschneiden in Einzelfarne zerlegt werden. Arten mit starker Ausläuferbildung wie der elegante Becherfarn (Matteuccia struthdopteris) und die Tüpfelfarne liefern reichlich Jungpflanzen. Bei einer größeren Farnecke sind die höheren Arten in den Hintergrund zu setzen. Farnhöhe gleich Pflanzweite.

Ein Meter hohe Büsche bildet der Königsfarn (Osmunda regalis), der sich durch breite Wedel auszeichnet. In seiner Nähe kommt das Blaugrün des Becherfarns gut zur Geltung. Nahezu die gleiche Höhe erreicht der Frauenfarn (Athyrium filix-femina); im Blatthabitus ist er zarter und zierlicher als der verbreitete Wurmfarn (Dryopteris filix-mas).

Rotstiel-Perlfarn
© Wilhelm
Rotstiel-Perlfarn
Unter den mittelhohen Farnen, mit etwa 40 cm Wedellänge, steht die kalkliebende Hirschzunge an erster Stelle. Hübsch sind auch die breiten, doppelgefiederten Wedel der Rotstiel-Perlfarne (Onoclea sensibilis interrupta). Am elegantesten, aber auch empfindlichsten ist der Pfauenradfarn (Adiantum pedatum), dessen schwarze Stiele in auffälligem Gegensatz zum hellgrünen Laub stehen. Niedrige Farne findet man in den Gattungen Asplenium, Blechnum und Polypodium.

Zum guten Gedeihen der Farne ist vor dem Pflanzen eine intensive Bodenverbesserung erforderlich, damit später auch genügend Feuchtigkeit im Wurzelbereich gehalten wird. Der Boden braucht in der Oberschicht reichlich Komposterde oder verrotteten Stallmist. Schwere, feste Böden erhalten zusätzlich Fluss­sand oder Urgestein-Mehl. Auf das gelockerte Land bringt man anschließend eine Mischung aus angefeuchtetem Häckselholz, Dung und Lauberde – mindestens 6 cm hoch – und arbeitet sie oberflächlich ein. Beim Pflanzen sollte noch reichlich Komposterde in die Pflanzlöcher kommen. Wassergaben sind nur bei äußerster Trockenheit nötig. Für die Düngung im April/Mai eignet sich am besten Grob- oder Mulchkompost aus dem Herbstansatz.

nächster Beitrag

Schlagworte dieser Seite

Becherfarn, Engelsüß, Farne, Frauenfarn, Hirschzunge, Königsfarn, Pfauenradfarn, Rippenfarn, Rotstiel-Perlfarn, Tüpfelfarn, Wurmfarn
Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Diese Seite nutzt ausschließlich Session-Cookies. Permanente Cookies werden nicht verwendet!
Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.