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Pastinaken

Das sellerieähnliche Laub (zum Würzen) ist "gewaltig", doch Anbauziel sind die 100 bis 1.500 g schweren Rüben.
© Titze
Das sellerieähnliche Laub (zum Würzen) ist "gewaltig", doch Anbauziel sind die 100 bis 1.500 g schweren Rüben.

Februar 2005 "… ein Gemüse von großer Ergiebigkeit und Güte, aber wegen des starken aromatischen Geschmacks bei manchen Personen nicht beliebt; übrigens nicht so bekannt als es verdient." (1857‌). Sein Geschmack ist würzig-süßlich (höherer Zuckergehalt als jener der Möhre), der Geruch würzig, die wesentlichen Inhaltstoffe: Kohlenhydrate (Zucker, Stärke, Pektin) stickstoffreie Extraktstoffe und ätherische Öle.


Auch als Hammelmöhre oder Moorwurzel bekannt, ist die Pastinake eine der ältesten Kulturpflanzen. Vor der Einführung der Kartoffel war sie bei uns ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Heute besitzt sie in Amerika und Großbritannien noch eine größere Verbreitung. In der Bundesrepublik wird sie in geringen Mengen vorrangig für die Verarbeitungsindustrie und in Bio-Betrieben kultiviert, gewinnt aber auch in Hausgärten wieder etwas mehr an Beliebtheit. Nebenbei: die Wildform ist hierzulande noch auf Wiesen, an Graben- und Wegrändern anzutreffen.

Wie die Möhre ist die Pflanze zweijährig und frosthart. Ernteziel sind die bis zu 40 cm langen, dicken, spitz zulaufenden, weißfleischigen Rüben, die äußerlich hellcremefarben, gelblich bis bräunlich erscheinen. Die Kultur ähnelt derjenigen der Dauermöhren. Ausgesät (frisches Saatgut verwenden!) wird auf genügend tief bearbeiteten Böden im März/April in 30 bis 40 cm Reihenabstand, später werden die Pflänzchen auf 10 bis 15 cm in den Zeilen verzogen. Die Keimung erfolgt sehr langsam, deshalb ist eine Markiersaat (z. B. Radieschen) vorteilhaft. Die Grunddüngung von etwa 40 g/m2 eines blauen Mehrnährstoffdüngers sowie zwei Kopfdüngergaben von je 25 bis 30 g/m2 stellen im Normalfall den Nährstoffbedarf sicher.

Blüte der Pastinaken.
© Titze
Blüte der Pastinaken.

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Während der Kulturzeit sind Unkrautbekämpfung sowie flache Bodenlockerung unerlässlich, und bei Trockenheit im Juli/August ist ein Bewässern der Pflanzen ratsam. Möhrenfliegen- und Blattfleckenbefall können auftreten, im allgemeinen ist diese Gemüseart aber recht widerstandsfähig und gesund. Die Ernte erfolgt von Oktober bis zum zeitigen Frühjahr. "Ihr Geschmack wird im Winter noch erhabener, nur im Frühjahr sobald die Blütenstände sich zu entwickeln beginnen taugt sie nichts; weil alsdann alles Wurzelwerk seine Güte verliert." (1787‌). 'Halblange/Weiße Studio', 'Gladiator', 'Panache' und 'New White Skin' waren 2001 die ertragreichsten Sorten bei den Prüfungen des Bundessortenamtes.

Pastinaken werden roh als Salat und gekocht wie Möhren verzehrt. Sie lassen sich für Suppen, Gemüseeintöpfe, Soßen, als Pastinaken-Soufflé, Püree oder Beilage zu Fleischgerichten verwenden.

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