Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Pflanzen > Ziergarten > Archiv (2002 - 2005) > 2005 > Frühlingsvorboten – Herkunft und Verbreitung

Frühlingsvorboten – Herkunft und Verbreitung

Tulpenblüte
© Esebeck
Tulpenblüte

Januar 2005 Die Erstbeschreibung einer in Deutschland blühenden Tulpe ging von dem Schweizer Professor der Naturwissenschaften Conrad Gesner (1515 – 1565) aus. Gesner beobachtete das Exemplar in Augsburg bei einem Kaufmann Herwarth. C. v. Linné benannte das Zwiebelgewächs Tulipa gesneriana, die als die Stammmutter aller Gartentulpen anzusehen ist. Über Südeuropa verbreitet und seit langem auf Grasplätzen und Wiesen, verwildert und eingebürgert hat sich die gelbblühende Waldtulpe, Tulipa sylvestris (Hessen, Kassel). 1570 wurde sie in Kultur genommen. Sie blüht im April, aber nur wenig. Hinreichend bemüht um die Zwiebelkultur haben sich die Niederländer; außerdem haben sie sich um den Blumen- und Gemüsebau einen führenden Namen gemacht. Voraussetzung für den Erfolg ist der wärmehaltende Sand bedingt durch die geographische Lage des Landes.


nach obenZwiebel – Knolle – Eigenschaften

Bei den vertrauten Vorfrühlings- und Frühlingsblühern, die allgemein unter "Zwiebelblumen" geführt werden, handelt es sich vorwiegend um die umfangreiche Pflanzenfamilie der Liliengewächse (Liliaceae), zu denen die allbekannte Tulpe, Lilie, Kaiserkrone und weitere gehören; hübsch noch der Winterling, ein gelbblütiges Hahnenfußgewächs (Ranunculaceae). Nicht weniger reizvoll die bekannten "Osterglocken" (Narzissus), die großflächig gepflanzt Farbakzente setzen.

Der Name Zwiebelblumen ist eine recht allgemeine Bezeichnung. Die Pflanzengruppe unterscheidet nämlich Zwiebel- und Knollengewächse aufgrund ihres Aufbaues. Zwiebeln sind beim Längsaufschneiden durch Zwiebelschalen gekennzeichnet, Knollen dagegen bestehen aus einer homogenen (gleichartigen) Masse, deren Erneuerungsknospen sich unter der Erde befinden.

nach obenStandort – Klimaeinfluss

Die Gewächse stammen aus Kleinasien, Persien, wo sie auf trockenen Böden bei unterschiedlichen Klimabedingungen flach unter dem Erdreich auftreten. Von Natur aus besitzen die Pflanzen Speicherorgane, um das wichtige Element Wasser zum Zellenaufbau zu sammeln und um Dürrezeiten zu bestehen. Insgesamt danken sie uns bei richtiger Verwendung durch ihr reiches Farbenspiel.

nach obenTulpen – Züchtung – Verwendung

Gartentulpen sind im Hausgarten und in Grünanlagen eine willkommene Ergänzung des Frühlingsflors. So wie die Rosenkataloge mit einem vielseitigen Angebot alljährlich erscheinen, offerieren auch die Blumenzwiebelhändler ihre Ware.

Ein kurzer Einblick in die Zuchterfolge dürfte zur Aufklärung beitragen. Zu unterscheiden sind Wildtulpen mannigfaltiger Herkunft und die Vielzahl farbiger Sorten. Übersichtshalber werden die Tulpen in Klassen zusammengefasst.

Volkstümlich und wegen ihrer konträren Farben haben sich die Papageien-Tulpen einen Namen gemacht. Anfang des 17. Jhr. waren sie ein regelrechtes Spekulationsobjekt. Es war die Zeit der "Tulpomanie". Vor rund 300 Jahren kamen die genannten Papageien-Tulpen auf den Markt. Sind die meisten Neuerscheinungen durch bewusste Einkreuzung hervorgegangen, entstanden die den Tropenvögeln ähnlichen durch Auftreten eines Virus (Viren). Ursache ist ein infektiöser Befall. Viren setzen sich aus ultramikroskopischen Teilen zusammen, die sich in Organismen vermehren können; vergleichbar mit der Maul- und Klauenseuche.

nach obenEinzeldarstellungen

Lerchensporn (Corydalis solida)

Lerchensporn
© Esebeck
Lerchensporn
Blüten zierlich lila, Knolle.
Corydalis cava, der Hohle Lerchensporn. Knolle hohl, sonst ähnlich.

Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum)

Vorkommen: Wegeränder, Weinberge. Blüte April, Mai, weiß mit grünen Längsstreifen. Florenelement Mitteleuropa, weiträumig bodenständig. Zwiebel mit Brutzwiebel. Höhe 30 cm.

Aronstab

Aronstab
© Esebeck
Aronstab
Verbreitung feuchte, schattige Wälder vom Tiefland bis in die Bergregion. Kalkholdes Gewächs. Blüte April, Mai. Auffällig durch den typischen Kolben von weißem Hochblatt (Spatha) umgeben. Im unteren Teil die Blütenorgane. Pflanze: giftig, rote Beeren aber nicht für Waldvögel (Winternahrung!).

Chasmanthe aethiopica

Afrikanische Chasmanthe
© Esebeck
Afrikanische Chasmanthe
Beim Betrachten der Afrikanischen Chasmanthe könnte man die Pflanzen für eine "Montbretie" halten, die Ende des vorigen Jahrhunderts als Spätblüher mit vielen Sorten sehr beliebt war. Das Schwertliliengewächs bevorzugt den Halbschatten und eignet sich vorzüglich für den Schnitt, da der Hauptflor dem Ende entgegengeht. Im Herbst aufnehmen und wie Dahlien überwintern.

Bild 1: Ideal für Schalen und Töpfe! Romantik pur vermittelt ‘Peach Cobbler’.
Blumenzwiebel-Neuheiten 2019
Zwerg-Iris ‘Eye Catcher’
Blumenzwiebel-Neuheiten 2018
Tulpen in einer Frühlingswiese
Pflege: Nährstoffversorgung der Zwiebelblumen

Schlagworte dieser Seite:

Afrikanische Chasmanthe, Aronstab, Dolden-Milchstern, Frühlingsblüher, Lerchensporn, Papageien-Tulpe, Tulpe

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2019

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de