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Bodenerosion

Die Erosion in hängendem Gelände. Abgetragene Mutterbodenteilchen sammeln sich verstärkt in den Bodensenken.
© Titze
Die Erosion in hängendem Gelände. Abgetragene Mutterbodenteilchen sammeln sich verstärkt in den Bodensenken.

Januar 2005 Der Zahn der Zeit nagt auch an unseren Böden. In Europa sollen jährlich im Mittel 1,7 kg/m2 Bodenmasse durch Wasser-/Wind-Abtrag (=Erosion) "abgeräumt" werden. Nur 0,1 kg/m2 bilden sich neu. Dabei sind Flächen, die mit einigen Gemüsekulturen z. B. Salat bestellt sind, deutlich erosionsgefährdeter als solche mit anderen Arten.


Dies trifft für den Erwerbsgemüsebau mehr zu, als für den Hausgarten. Intensivere, großflächigere Nutzung (mit ihr verbunden sind häufigeres Befahren der Schläge), vermehrte Bodenbearbeitungsmaßnahmen, ggf. größere Bodenstrukturprobleme, zuweilen Hanglagen und fehlender Windschutz sind die Gründe hierfür.

Der international renommierte Klimaforscher Latif sieht den Anstieg von Starkniederschlägen als wachsende Abtragsursache und jenen wiederum als Folge der Erwärmung der Erdatmosphäre, die zwangsläufig zu einem stärkeren Wasserzyklus in der Atmosphäre führt. (Wärmere Luftmassen nehmen mehr Wasserdampf auf und damit stehen größere Wassermengen für Niederschläge zur Verfügung). Mit dieser Tatsache sehen sich gebietsweise Landwirtschaft und Gartenbau zunehmend konfrontiert.

In extremen Fällen schwemmt die Mutterbodenschicht so stark weg, dass nur noch der "nackte" Unterboden sichtbar bleibt.
© Titze
In extremen Fällen schwemmt die Mutterbodenschicht so stark weg, dass nur noch der "nackte" Unterboden sichtbar bleibt.
Neben der Bodenabschwemmung bewirken aufprallende Regentropfen häufig auch eine Versiegelung der obersten dünnen Bodenschicht, weil Ton- und Schluffteilchen in die Bodenporen wandern und sie teilweise verstopfen. Dadurch sinkt die Eindringrate, und der Oberflächenabfluss beginnt, bevor tiefere Teile der Krume durchfeuchtet werden.

Gründüngung oder Mulchsaat (Prinzip: "Immergrün"), Kalkung, Zufuhr weiterer organischer Substanz (Mist, Kompost, Ernterückstände u. ä.), Verminderung von Bodenverdichtungen durch Bodenbearbeitung und Betreten der Kulturflächen nur bei trockenen Bodenverhältnissen sind einige Maßnahmen, durch die sich der Freizeitgärtner dem "Bodenschwund" in seinem Gemüsegarten etwas entgegenstellen kann.

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