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Neue Sorten in den Supermärkten

Januar 2005 Was verbirgt sich hinter der Sorte 'Sampion'? Dem aufmerksamen Marktbesucher werden die neuen Obstsorten auffallen, die sowohl aus dem heimatlichen Anbau als auch aus den Nachbarländern oder gar aus Übersee kommen.


Im vergangenen Jahr fanden sich erstmals Früchte der Apfelsorte 'Sampion' in den Regalen. Es handelt sich hier um eine in Tschechien entstandene Züchtung, deren Eltern die bekannten Sorten 'Golden Delicious' und 'Cox Orange' sind. Sie reift in der zweiten Septemberhälfte und ist ab Oktober bis Januar essbar. Die Früchte sind mittelgroß, rundlich, auf gelbgrüner Grundfarbe rötliche Deckfarbe, die sowohl geflammt als auch leicht verwaschen sein kann. Der Baum wächst nur mittelstark, in der Literatur spricht man von Anfälligkeit für Stippe und Kernhausfäule.

nach obenKlein aber oho!

Die auf dem Markt verkauften Früchte waren aufwendig einlagig in Kartonsteigen verpackt aus dem Herkunftsland Polen. Auffallend war die geringe Größe der Ware. Sagt doch sonst der Handel, nur großfallende Ware ab 65 mm sei verkäuflich. Nun erscheint eine neue kleinfrüchtige Sorte als gelegte Ware. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Sinnesänderung Bestand hat.

In diesem Jahr erstmalig auf dem Markt erschienen: die Sorte 'Rubens'.
© von Soosten
In diesem Jahr erstmalig auf dem Markt erschienen: die Sorte 'Rubens'.
'Rubens' ist eine in Italien entstandene Neuheit, hervorgegangen aus 'Gala' × 'Elstar'. Die Sorte vereint die guten Eigenschaften der Eltern: Farbe und Zucker von 'Gala', Säure und Aroma von 'Elstar'. Das Fruchtfleisch ist fester als das von 'Elstar'. Der Ertrag wird als gut und ziemlich regelmäßig, das Wachstum als mittelmäßig und das Aussehen als sehr verkaufsfördernd beurteilt. Doch sie wird in absehbarer Zeit nicht frei verfügbar sein. Haus- und Kleingärtner werden legal nicht an Pflanzgut dieser Sorte herankommen. Züchter, Baumschuler, Anbauer und Vermarkter sind durch Verträge verpflichtet, diese Sorten in möglichst kurzer Zeit in großen Mengen auf dem Markt zu platzieren. Das bedarf der Bündelung des Pflanzguts in wenigen Betrieben, die wiederum mit ihren Absatzorganisationen eine Art Privileg des Absatzes geschaffen haben. Für diese Art der Komprimierung von Züchtung, Anbau und Verkauf hat man den Begriff des "Clubs", dazu analog die "Clubsorten" gebildet.

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