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Mit Nadelgehölzen gestalten

Zapfen der Korea-Tanne mit ausgetretenem Harz.
© Opitz
Zapfen der Korea-Tanne mit ausgetretenem Harz.

November 2004 Der "Tannenbaum" als Symbol für das Weihnachtsfest, ist der erste Baum, den wir schon als kleine Kinder kennen lernen. Die immergrünen Nadelgehölze mit der Bezeichnung Koniferen, haben auch zunehmend Einzug in unsere Gärten gehalten. Sie ermöglichen es uns, das Gartenbild interessanter zu gestalten. Ein wesentlicher Vorzug ist, dass sie auch im Winter ihr grünes Kleid behalten. Ihr Aussehen ist dennoch unterschiedlich.


So gibt es Arten mit hell- oder dunkelgrünen, stahlblauen und solche mit goldgelb getönten Nadeln. Auch in ihren Größen variieren die Koniferen sehr stark. Wir haben die Wahl zwischen kriechenden, bodendeckenden über mittelgroß bis zu sehr groß wachsenden Exemplaren. Der Mammutbaum erreicht zum Beispiel eine Höhe von 30 bis 35 und der höchste Baum unsere Erde, der Redwood eine solche von 110 m!

Darüber hinaus finden wir Nadelgehölze mit flachem Wuchs und solche, die schmale Säulen bilden und wieder andere mit herabhängenden Zweigen. Damit haben wir für jeden Garten eine große Auswahl für eine abwechslungsreiche Gestaltung.

Nadelgehölze sorgen auch im Winter für einen grünen, weniger kahl aussehenden Garten. Auch die grünen mit Schnee bedeckten Zweige haben ihren besonderen Reiz. Unsere Gärten, die sich immer mehr zum Wohngarten und Schmuckstück unseres Hauses gewandelt haben, erhalten mit schön gewachsenen, schon etwas älteren Koniferen eine besondere Note.

nach obenDie Mischung macht’s

Nadelgehölze zeigen sich nicht nur zu jeder Jahreszeit von ihrer schönen, grünen Seite. Sie sind zudem auch pflegeleicht und gedeihen ohne großen gärtnerischen Aufwand in der Regel prächtig. Dies sollte uns nicht dazu verführen viele schöne Koniferen in unseren Garten zu holen. Wir sollten hier nicht übertreiben. Ein Garten, in dem überwiegend oder nahezu ausschließlich Koniferen wachsen, die immer größer werden und das Erscheinungsbild bestimmen, wird eintönig. So ein Garten kennt kaum Jahreszeiten.

Erst die richtige Pflanzenmischung mit den leuchtenden Zwiebelblumen, den Blütensträuchern, den bunten Blütenteppichen der ein- und mehrjährigen Blumen, den Gräsern und dem farbigen Herbstlaub lässt uns den Jahresablauf in seiner ganzen Fülle erleben. Nadelgehölze sollen sich in dieses Bild einfügen. Sie können einen dunklen Hintergrund abgeben, zum Beispiel auch als Hecke. Man kann von ihnen auch drei oder mehr als Gruppe pflanzen. Besonders schöne Nadelgehölze werden allein, das heißt solitär gestellt. Wir räumen ihnen ausreichend Platz ein, damit sie gut zur Wirkung kommen.

nach obenBewährte Nadelgehölze

Von den zahlreichen Arten und Sorten seien nachfolgend einige genannt: Der Teppichwacholder (Juniperus communis 'Hornibrookii') und der Kriechwacholder (Juniperus communis 'Repanda') werden etwa 30 bis 60 cm hoch und eignen sich als Bodendecker zur Begrünung unter anderem von Heide- und Steingärten sowie Rabatten.

Zwerg-Muschelzypresse
© Opitz
Zwerg-Muschelzypresse
Zu den klein bleibenden Gehölzen, die nach 15 bis 20 Jahren eine Höhe von 0,5 bis 1,5 m erreichen, gehören unter anderem die Zwerg-Muschelzypresse (Chamaecyparis obtusa 'Nana Gracilis'). Sie wird wegen ihrer dekorativen muschelförmig gedrehten Zweige gern in Vorgärten, an Terrassen und auf Rabatten gepflanzt.

Eine niedrige Form der Berg-Kiefer, die Sorte Pinus mugo 'Mops' ist gut geeignet für niedrige Einfassungen von Vorgärten.

Von den Nadelgehölzen, die nach 15 bis 20 Jahren eine Höhe von 1,5 bis 3 m erreichen gibt es unter anderem als botanischen Leckerbissen, der eine Einzelstellung im Garten erhält, die Korea-Tanne (Abies koreana). Der Baum erreicht in späteren Jahren eine Höhe von 4 bis 7 m. Die etagenförmig, flachwachsenden Äste weisen ein dichtes Nadelkleid auf. Besonders reizvoll ist sein schon in jungen Jahren reicher und dichter Besatz mit Zapfen, die vor der Reife prächtig violett-purpur, stahlblau, an einzelnen Bäumen jedoch auch grünlich und später braun gefärbt sind. Der Zapfenschmuck hält lange bis ins folgende Jahr an.

Lebensbaum 'Smaragd'
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Lebensbaum 'Smaragd'
Eine weniger spektakuläre Pflanze ist der Lebensbaum (Thuja occidentalis 'Smaragd'), mit dem jedoch eindrucksvolle vertikale Akzente gesetzt werden können (siehe Bild). Dieses Gehölz ist außerdem die ideale Heckenpflanze für den intelligenten "Faulen". Die schmal und kompakt wachsende Sorte 'Smaragd' braucht in den ersten Jahren nicht und später relativ wenig geschnitten zu werden.

nach obenDie Pflanze zum Formen

Kegel, geformt aus Eiben und Kugeln aus Bux.
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Kegel, geformt aus Eiben und Kugeln aus Bux.
Wer jedoch bei der Gartenarbeit schöpferische Entspannung sucht und die Pflanze in seine von ihm gestaltete Form bringen will, verwendet hierfür die Eibe (Taxus baccata). Mit ihr haben wir ein Gehölz, das sich ohne Probleme zu Kugeln, Kegeln, und sonstige Formen "zurechtschneiden" lässt. Nicht geschnittene Bäume/Sträucher dieser Art haben einen Jahreszuwachs bis zu 25 cm. Schwächer wachsend und gut für Hecken geeignet ist die Sorte 'Overeynderi'.

Blaue Atlas-Zeder
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Blaue Atlas-Zeder

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Viel Spaß beim Gärtnern!
Zu den eindrucksvollen "Großen" gehört die Blaue Atlas-Zeder (Cedrus atlantica 'Glauca'). Mit seinen malerisch, anfangs etwas steiler, später flacher gestellten Ästen und den silbrigblauen Nadeln, gibt der Baum dem Garten eine besondere Attraktivität. Wir sollten dieser Zeder jedoch ausreichend Platz einräumen, denn sie wächst mit den Jahren zu einem stattlichen Baum heran.

Östereichische Schwarzkiefer
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Östereichische Schwarzkiefer
Zu den gleichfalls groß werdenden Bäumen gehört die Östereichische Schwarzkiefer (Pinus nigra ssp. nigra). In jüngeren Jahren hat sie einen kegelförmigen Wuchs, später wird eine abgeflachte, schirmförmige Krone ausgebildet. Der Baum wird schnell größer. Er gewinnt, besonders in der Jugend, jährlich 30 bis 40 cm an Höhe und 20 cm in der Breite. Mit ihm lässt sich zum Beispiel auf kahlen, neu angelegten Grundstücken in wenigen Jahren ein herausragender immergrüner Blickpunkt erzielen. Die kahlen, aufgeasteten Stämme älterer Bäume kann man mit dem Schlinger Clematis bepflanzen. Sie werden so zeitweise zu blühenden Säulen.

Bei der Pflanzung von größer wachsenden Bäumen sollten wir mit in Betracht ziehen, dass man diese unter Umständen nach 2 bis 3 Jahrzehnten entfernen muss, wenn sie der Größe des Gartens nicht mehr angemessen sind. Diese Überlegung braucht jedoch kein Grund dafür zu sein, von Anfang an auf größer wachsende, schöne und interessante Bäume im Garten zu verzichten. Eine Garten-Erneuerung und Verjüngung entspricht auch dem Werden und Vergehen in der Natur. Wir können so dem Garten wieder einmal ein neues Gesicht geben.

Alle früh blühenden Zwiebelblumen (wie die Krokusse) sind auf einen erneuten Wintereinbruch eingestellt.
Grüne Tipps im Februar
Thuja occidentalis 'Danica'
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Besonders Kirschlorbeer sind im Winter von der Frosttrocknis betroffen; Absterben eines Triebes als Spätfolge im Frühjahr.
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Berg-Kiefer, Blaue Atlas-Zeder, Eibe, Korea-Tanne, Kriechwacholder, Lebensbaum, Nadelgehölz, Teppichwacholder, Zwerg-Muschelzypresse, Östereichische Schwarzkiefer

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