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Schmuck für den Garten, Nahrung für die Vögel

Oktober 2004 Wo Bäume und Sträucher wachsen, fühlen sich auch viele Vogelarten zu Hause. Das gilt besonders, wenn die Vögel hier auch noch Nahrung finden. Obwohl viele Vogelarten bevorzugt Würmer und Insekten fressen, ergänzen sie Ihren Speisezettel gern mit Früchten. Hierzu gehören unter anderen, Meise, Buchfink, Grasmücke, Amsel, Drossel, Heckenbraunelle, Zaunkönig und Rotkehlchen. Früchte tragende Gehölze machen den Garten für sie zum Paradies. Sie locken die bei uns überwinternden Vogelarten an. Neben ihrem Zierwert durch Blüten und Früchte haben somit viele Ziersträucher auch eine große ökologische Bedeutung als Nahrungsquelle für unsere Vogelwelt.


nach obenFeuerdorn

Bis weit in den Winter hinein bietet der Feuerdorn (Pyracantha) reichlich Früchte. Je nach Sorte reicht ihr Farbspektrum vom leuchtenden Gelb, über Orange bis zum strahlenden Rot. Die Sträucher werden 1,5 bis 2 m hoch. Ihre dornigen Triebe haben längliche, grüne Blätter, die oft bis zum Neuaustrieb haften bleiben.

Der Feuerdorn eignet sich für unterschiedliche Garten-Situationen. Er kann als Solitär-Strauch oder in Gruppen so wie als Spalier an einer Wand gezogen werden. Und da er den Schnitt gut verträgt, kann er sowohl als freiwachsende, als auch geschnittene Hecke heranwachsen. Wegen seiner dichten und dornigen Verzweigung ist der anspruchslose Strauch auch ein ideales Nist- und Schutzgehölz für Vögel.

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nach obenMahonie

Früchte der Mahonie
© Opitz
Früchte der Mahonie
Mit der gewöhnlichen Mahonie (Mahonia aquifolium) haben wir einen interessanten und anspruchslosen Kleinstrauch, der 0,6 bis 1 m hoch wird und der auch gut in halbschattigen sowie schattigen Lagen gedeiht. Eine sehr gute Sorte ist 'Apollo', die sich mit großen, goldgelben Blütentrauben schmückt. Die blau-schwarz, bereiften Beeren nutzen die Vögel gern als Nahrungsquelle. Früher wurden sie auch zur Weinbereitung verwendet. Bei sehr kalten Wintern kann es zum Laubabfall kommen. Die Sträucher sind jedoch frosthart und treiben im Frühjahr wieder aus.

nach obenEberesche

Bei der Eberesche – im Volksmund auch Vogelbeere – weißt schon der Name darauf hin, dass die Vögel die Früchte zum Fressen gern haben. Die meisten Sorbus-Arten gehören zu den kleineren Bäumen, die sich in der Regel durch einen lockeren Wuchs auszeichnen. Sie sind daher zur Pflanzung in Hausgärten gut geeignet. Von Sorbus aucuparia gibt es mit der Sorte 'Fastigiata' eine säulenförmig, sehr schmal wachsende Eberesche, die auch noch in kleinen Vorgärten Platz findet. Bereits im Frühjahr beeindrucken die Bäume mit ihren dekorativen, schirmförmigen, großen, weißen Blütenständen. Die Früchte reifen ab August und bleiben bis zum Winter an den Zweigen. Einige Arten und Sorten zeichnen sich auch durch eine prachtvolle Herbstfärbung aus.

nach obenZwergmispel

Eine ganz besondere Zierde bei der Zwergmispel (Cotoneaster) ist der außerordentlich reiche und lang anhaltende Fruchtbehang. Dies macht die Sträucher auch für die bei uns überwinternden Vögel so wertvoll. Außerdem erhalten unsere im Winter recht kahlen Gärten durch die roten Beeren eine willkommene zusätzliche Farbnuance. Unter den etwa 50 Cotoneaster-Arten gibt es neben sommergrünen auch immergrüne Sträucher. Eine große Auswahl haben wir auch bei den Wuchshöhen. Während die 2 bis 4 m hoch und aufrecht wachsenden Arten für gemischte Gehölzgruppen verwendet werden, eignen sich die bizarren Formen mit überhängenden Zweigen ausgezeichnet als Solitärs. Die niedrig wachsenden und kriechenden Zwergmispeln sind bewährte Bodendecker unter anderem auch zur Hangbepflanzung. Die Cotoneaster-Arten stellen an den Boden keine besonderen Ansprüche und wachsen auf allen kultivierten Gartenböden.

nach obenFelsenbirne

Blüten der Felsenbirne
© Opitz
Blüten der Felsenbirne
Früchte der Felsenbirne
© Opitz
Früchte der Felsenbirne
Die blauschwarzen Früchte der Felsenbirne (Amelanchier) sind süß und schmackhaft und daher, sobald sie reif werden, von den Vögeln sehr begehrt. Mit ihrer lockeren Wuchsform und den überhängenden Zweigen stellen die Sträucher eine Bereicherung für jeden Garten dar. Besonders malerisch wirkt die Felsenbirne mit ihren weißen, hängenden (Amelanchier laevis) oder aufrechten (Amelanchier lamarckii) Blütentrauben. Sehr farbenprächtig ist auch die gelbe bis orangerote Herbstfärbung. Die Sträucher gedeihen am besten in sonniger bis halbschattiger Lage sowie auf allen kultivierten Gartenböden.

nach obenPfaffenhütchen

Im Herbst kommt die große Zeit, des im Sommer wenig auffälligen Pfaffenhütchen-Strauches. Von den zahlreichen Arten ist es der Euonymus europaeus, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Seine rosaroten bis karminroten Früchte, aus denen orangefarbene Samenkapseln heraus ragen, ziehen mit ihren leuchtenden Farben die Blicke schon von weitem auf sich. Dieses auffällige Farbspiel führt zu einem ausgesprochen attraktiven Fruchtschmuck, der auch die Vögel anzieht. Besonders beliebt sind die Früchte beim Rotkehlchen. Der Name Rotkehlchenbrot im Erzgebirge gibt hierzu einen deutlichen Hinweis. Die Ähnlichkeit der vierfächrigen Fruchtkapsel mit dem Birett, der Kopfbedeckung katholischer Geistlicher, führte zur deutschen Bezeichnung Pfaffenhütchen. Die Holländer sagen etwas ehrfurchtsvoller Kardinalsmuts.

Hinzuweisen ist, dass für uns Menschen das Pfaffenhütchen, besonders die Früchte, als sehr giftig eingestuft werden. Vorsicht ist also geboten. Das gilt besonders für die kleineren Kinder, Größere sollten lernen, dass man nicht alle Pflanzen und deren Früchte essen kann.

Die Attraktivität durch die Früchte wird noch ergänzt durch eine gleichfalls auffallende, leuchtende gelb bis rote Herbstfärbung. Mit einer Höhe von 2 bis 5 m eignet sich der Strauch auch für kleinere Grundstücke. Er sollte bei Strauchgruppen im Vordergrund oder als Solitär in sonniger bis halbschattiger Lage gepflanzt werden.

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Amsel, Buchfink, Drossel, Eberesche, Felsenbirne, Feuerdorn, Grasmücke, Heckenbraunelle, Mahonie, Meise, Pfaffenhütchen, Rotkehlchen, Vogel, Vogelfutter, Zaunkönig, Zwergmispel

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