Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Pflanzen > Gemüse > Archiv (2003 - 2005) > 2004 > Pfefferminze - Arzneipflanze des Jahres 2004
← vorheriger BeitragTopinambur

Pfefferminze − Arzneipflanze des Jahres 2004

September 2004 Sie ist zu Beginn des Jahres zur Arzneipflanze gekürt worden: die altbekannte Pfefferminze mit ihrer vielseitigen Heilwirkung.


nach obenPfefferminze – Steckbrief

Pflanze mit vielseitiger Heilkraft: die Pfefferminze mit charakteristischer Blüte und Stengelfärbung
© Winkhoff, Robert
Pflanze mit vielseitiger Heilkraft: die Pfefferminze mit charakteristischer Blüte und Stengelfärbung
Pfefferminze ist in ganz Europa verbreitet, ursprünglich ist sie hier aber nicht heimisch. Sie trägt den wissenschaftlichen Namen Mentha piperita und gehört zur Familie der Lippenblütengewächsen (Lamiaceae). Sie erreicht eine Höhe von 30 bis 80 cm.

Gut zu erkennen ist die Pfefferminze, die auch Hausminz, Katzen- und Mutterkraut genannt wird, an ihrem kantigen/viereckigen, oftmals rötlich überlaufenden Stengel und natürlich an ihrem unverkennbaren Geruch, speziell beim Reiben der Blätter. Diese stehen kreuzgegenständig entlang des Stengels und sind gesägt, manchmal mit einer violetten Nervatur versehen.

Die Blüten, im Juni bis September sichtbar, sitzen endständig an lockeren Scheinähren. Die Pfefferminze wurzelt flach und bildet Ausläufer, über die sie nach Teilung gut vermehrbar ist. Sie gilt als frostharte und ausdauernde Staude.

nach obenInhaltstoffe und Anwendung

Von der Pfefferminze werden die Blätter, meist im getrockneter Form, verwendet. Sie werden bevorzugt als Heilungstee verabreicht. Der wichtigste Inhaltsstoff ist ätherisches Öl (1 bis 3 % in den Blättern), das mit seinen Hauptbestandteilen Menthol, Methylacetat, Menthon sowie Rosmarinsäure und Flovonoide bei Unwohlsein zum Einsatz kommen kann.

Aufgrund der krampflösenden, gallen- und blähungstreibenden Wirkung des ätherischen Öls, beruht das Haupteinsatzgebiet bei Magen-, Darm- und Gallenverstimmungen. Das reine Menthol der Pfefferminze wirkt auf der Haut kühlend und schmerzlindernd. Auch in der Küche kann das Aroma der Pflanze genutzt werden, so z. B. in Salaten oder zu Kartoffeln.

nach obenVorsicht vor Überdosierung

Generell ist die Pfefferminze eine Heilpflanze und somit eine Droge. Von Dauergebrauch und bei Unverträglichkeit gegenüber den Inhaltsstoffen ist von der Anwendung abzuraten. Im Falle der Überdosierung bzw. des Langgebrauchs kann der gegenteilige Effekt dessen, was eigentlich gelindert werden sollte, eintreten: nämlich Magen-Darmbeschwerden. Grundsätzlich ist es ratsam, auch bei Eigentherapien mit scheinbar harmlosen Drogen den fachkundigen Rat eines Arztes oder Apothekers einzuholen.

← vorheriger BeitragTopinambur
Damaszener-Rose
Natur des Jahres 2013
Geschenke aus der Küche
Aztekisches Süßkraut 'Colada'
Teekräuter für winterliche Genüsse

Schlagworte dieser Seite:

Arzneipflanze, Heilpflanze, Pfefferminze, Pflanze des Jahres

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (1)

1
|
20. Mai 2011

Joshua Severin

Von wo kommt die Pfefferminze denn jetzt? Da steht nur, sie ist in Europa verbreitet, kommt aber nicht daher. Das wollte ich noch gerne wissen.
Danke im Voraus
MfG, Joshua Severin

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2019

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de