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Pfefferminze − Arzneipflanze des Jahres 2004

September 2004 Sie ist zu Beginn des Jahres zur Arzneipflanze gekürt worden: die altbekannte Pfefferminze mit ihrer vielseitigen Heilwirkung.


nach obenPfefferminze – Steckbrief

Pflanze mit vielseitiger Heilkraft: die Pfefferminze mit charakteristischer Blüte und Stengelfärbung
© Winkhoff, Robert
Pflanze mit vielseitiger Heilkraft: die Pfefferminze mit charakteristischer Blüte und Stengelfärbung
Pfefferminze ist in ganz Europa verbreitet, ursprünglich ist sie hier aber nicht heimisch. Sie trägt den wissenschaftlichen Namen Mentha piperita und gehört zur Familie der Lippenblütengewächsen (Lamiaceae). Sie erreicht eine Höhe von 30 bis 80 cm.

Gut zu erkennen ist die Pfefferminze, die auch Hausminz, Katzen- und Mutterkraut genannt wird, an ihrem kantigen/viereckigen, oftmals rötlich überlaufenden Stengel und natürlich an ihrem unverkennbaren Geruch, speziell beim Reiben der Blätter. Diese stehen kreuzgegenständig entlang des Stengels und sind gesägt, manchmal mit einer violetten Nervatur versehen.

Die Blüten, im Juni bis September sichtbar, sitzen endständig an lockeren Scheinähren. Die Pfefferminze wurzelt flach und bildet Ausläufer, über die sie nach Teilung gut vermehrbar ist. Sie gilt als frostharte und ausdauernde Staude.

nach obenInhaltstoffe und Anwendung

Von der Pfefferminze werden die Blätter, meist im getrockneter Form, verwendet. Sie werden bevorzugt als Heilungstee verabreicht. Der wichtigste Inhaltsstoff ist ätherisches Öl (1 bis 3 % in den Blättern), das mit seinen Hauptbestandteilen Menthol, Methylacetat, Menthon sowie Rosmarinsäure und Flovonoide bei Unwohlsein zum Einsatz kommen kann.

Aufgrund der krampflösenden, gallen- und blähungstreibenden Wirkung des ätherischen Öls, beruht das Haupteinsatzgebiet bei Magen-, Darm- und Gallenverstimmungen. Das reine Menthol der Pfefferminze wirkt auf der Haut kühlend und schmerzlindernd. Auch in der Küche kann das Aroma der Pflanze genutzt werden, so z. B. in Salaten oder zu Kartoffeln.

nach obenVorsicht vor Überdosierung

Generell ist die Pfefferminze eine Heilpflanze und somit eine Droge. Von Dauergebrauch und bei Unverträglichkeit gegenüber den Inhaltsstoffen ist von der Anwendung abzuraten. Im Falle der Überdosierung bzw. des Langgebrauchs kann der gegenteilige Effekt dessen, was eigentlich gelindert werden sollte, eintreten: nämlich Magen-Darmbeschwerden. Grundsätzlich ist es ratsam, auch bei Eigentherapien mit scheinbar harmlosen Drogen den fachkundigen Rat eines Arztes oder Apothekers einzuholen.

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Arzneipflanze, Heilpflanze, Pfefferminze, Pflanze des Jahres
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