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Sollen Buschbohnen bewässert werden?

Juli 2004 Buschbohnen gelten gemeinhin als verhältnismäßig widerstandsfähig gegenüber Trockenheit. Deshalb sind zusätzlich Wassermengen bis zum Blühen der Pflanzen nur bei größerer Bodenwasserarmut notwendig.


Bewässerung und Ertrag bei Buschbohnen.
Bewässerung und Ertrag bei Buschbohnen.
Nach der Hauptblüte und zur Hülsenbildung ist ihr Wasserbedürfnis am größten. Bei entsprechenden Gegebenheiten und zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt, kann das Gießen "Wunder" bewirken. Das beweist die Graphik. Sie spiegelt Versuchsergebnisse des Jahres 2000 aus der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft Jena1 bei 12 Sorten (a bis l) wider. (Da die meisten Sorten für den Freizeitgärtner in bunten Tüten kaum erhältlich sein werden, wurde hier auf ihre Nennung verzichtet). Immer zwei Parzellen einer jeden Sorte blieben "unbehandelt", zwei weitere wurden an vier Tagen (21.7./28.7./11.8./17.8.) mit jeweils 20 mm (= 20 l/m2) beregnet.

Im Durchschnitt stieg der Mehrertrag durch die Bewässerung um 112 %, wobei die einzelnen Sorten zum Teil recht unterschiedlich reagierten. Ein weiterer Versuch im Jahr darauf mit insgesamt 70 l/m2 Extrawasser (ebenfalls 4 Gaben) brachte im Mittel 117 % Ertragszuwachs. Der Standort mit durchschnittlich nur etwa 470 bis 500 mm Niederschlag/Jahr ist für die enormen Bewässerungserfolge natürlich besonders günstig. Denn ein anderenorts durchgeführter, länger zurückliegender achtjähriger Vergleich erbrachte durch Sonder-Wassergaben bei dieser Gemüseart im Mittel "nur" eine Mehrleistung von 59 % (WITTE).

Eine Bewässerung zum richtigen Zeitpunkt hätte hier gut getan.
© Titze
Eine Bewässerung zum richtigen Zeitpunkt hätte hier gut getan.
Wassermangel nach der Hauptblüte und zur Fruchtbildung hat Ertrags- und Qualitätsverluste zur Folge. Zu beachten ist, dass Bohnen nicht in die Blüte hinein beregnet werden wollen. Außerdem sind sie gegen einen Wasserüberschuss (= Sauerstoffmangel) im Boden sehr empfindlich.


1 "Versuche im deutschen Gartenbau 2001 – Gemüsebau"

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