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Nutzpflanzen des täglichen Gebrauchs

Juni 2004 Die vielfältigen Produkte tropischer Nutzpflanzen sind jedem bekannt. Man kennt ihren Nährwert, ihr Aroma und je nach persönlichem Geschmack die Zubereitung. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, haben nur wenige von den Gewächsen nähere Kenntnis über ihre Herkunft, ihre Eigenschaften und Erträge.


Vergegenwärtigen wir uns die Auslagen auf den Märkten, den Südfruchtgeschäften mit ihren farbigen Angeboten an Obstbananen, Kokosnüssen, Ananasfrüchten, Baumtomaten, Granatäpfeln und weiteren geschmackvollen Genüssen, um nur einige wenige aufzuführen. Um sich mit der Materie näher zu beschäftigen, stehen öffentliche Schaugärten mit Tropenhäusern, Botanische Gärten mit detaillierten Informationen zur Verfügung; auch ein persönliches Gespräch mit dem Fachpersonal ist oft dienlich. Auf einige gängige Nutzpflanzen und Genussmittel soll hier in kurzen Portraits eingegangen werden.

nach obenBanane (Musa × paradisiaca)

Fruchtstand der Banane
© Esebeck
Fruchtstand der Banane
Blühende Bananenstaude
© Esebeck
Blühende Bananenstaude
Die Pflanzenfamilie der Bananengewächse (Musaceae) wurde nach Antonio Musa, dem Arzt von Octavius Augustus, dem ersten Kaiser von Rom (63 bis 14 v. Chr.) benannt. Es sind einkeimblättrige, starkwüchsige Stauden. Sie gehören zur Alten Welt und haben eine weite Verbreitung in den tropischen Zonen von Asien, Afrika und Australien und wurden so zu einer der wichtigsten Kulturpflanzen von weltwirtschaftlicher Bedeutung. Ihr Ursprungsgebiet liegt im indomalayischen Raum.

Am Naturstandort wächst sie zu einer Höhe zwischen 5 und 9 m heran und bildet einen knalligen Wurzelstock. Sie besitzt einen Scheinstamm, der sich aus Blattscheiden zusammensetzt. Die übergroßen Blätter sind dem Wind und Tropenregen ausgesetzt und meist zerschlitzt.

Die farbigen traubenartigen Blütenstände entwickeln sich bogig überhängend zwischen den Blättern nach 9 bis 10 Monaten. Die heranreifenden typischen Fruchtstände ohne Samen sind nach 3 Monaten wahrnehmbar. Vom Wuchs werden niedrige (Zwergbananen) und höhere Arten unterschieden. Eingeteilt in Gemüse-, wie Obst- und Mehlbananen.

Außerdem sind durch Züchtung viele Sorten entstanden. Wichtig die Hanf-Banane (Musa textilis). Sie ist der Lieferant zur Manila-Hanfgewinnung (u. a. Bindfäden, Pappmaché). Zu den Zier- oder Schmuckbananen in Kübeln oder ausgepflanzt gehört Ensete ventricosum (Musa) der Gärten.

nach obenKakaobaum (Theobroma cacao)

Reife Kakaofrucht und Fruchtinneres
© Esebeck
Reife Kakaofrucht und Fruchtinneres
Kakaoblüte
© Esebeck
Kakaoblüte
Der aus dem griechischen abgeleitete Gattungsname Theobroma bedeutet theos = Gott, broma = Speise, übersetzt "Speise der Götter". Allbekannt und beliebt sind die Produkte Kakao und Schokolade; er kann aber nur in Gewächshäusern kultiviert werden.

Geschichtliches

Bereits Anfang des 12. Jhr., vor der Eroberung des Landes durch die Azteken, wurde der Baum in Mexiko angebaut. Durch Kolumbus wurde er über die Grenzen Südamerikas verbreitet und gelangte im 17. Jhr. nach Frankreich, England und Deutschland.

Vorkommen und Gestalt

Wildwachsend erreicht er eine Höhe bis zu 10 m. In Kultur wird er durch Schnitt niedrig gehalten, um die Ernte zu erleichtern. In Plantagen angebaut wird er im Orinoco- und Amazonasbecken. Verwandtschaftlich wird er den Sterkuliengewächsen (Sterculiaceae) zugeordnet, die der Baumwille und dem Kapokbaum nahe stehen.

Eine Besonderheit ist seine Stammblütigkeit (Cauliflorie), eine Eigenart, die auf viele Tropengewächse zutrifft. Die Blüten sind klein, gelblich und entspringen unmittelbar am alten Holz. Die schmalen lederartigen Blätter haben eine Länge bis zu 30 cm. Die beerenartige Frucht entwickelt sich gurkenähnlich und enthält bohnenartige Samen. Die Bestäubung erfolgt durch Insektenflug. In den Tropenhäusern künstlich.

nach obenFeige (Ficus carica)

Feige
© Esebeck
Feige
Verwandt ist sie mit dem beliebten Gummibaum der Wohnräume, einem Vertreter der Maulbeerbaumgewächse (Moraceae). In Kultur genommen wurden sie in allen Ländern der nördlichen und südlichen Erdhälfte und tragen als Exportartikel zur Weltobstproduktion wesentlich bei. Beim Durchschneiden einer grünen Frucht ist festzustellen, dass es sich um einen fleischigen Blütenboden handelt, der von der Gallenwespe bestäubt wird. Umfangreich ist die Sortenzahl, deren fleischige Früchte würzig und saftig schmecken. Bekannt sind die Smyrna- und Kalifornischen Feigen, die zu Marmeladen und Fruchtpasten verarbeitet werden.

nach obenKiwano (Cucumis metuliferus)

Kiwano
© Esebeck
Kiwano
Das Kürbisgewächs (Cucurbitaceae), stammt aus Südafrika (Kalahari) und wird seit über 3.000 Jahren "gehörnte Stachelgurke" bezeichnet. Erst seit einigen Jahren ist sie in Neuseeland in Kultur genommen und unter "Kiwano" in den Handel gebracht. Die orangefarbene Frucht hat höckerartige Aufsätze mit geleeartigem Fruchtfleisch, essbaren Kernen und säuerlichem Geschmack. Als Exportartikel wird sie als eine maßgeschneiderte Frucht bezeichnet. Sie besitzt ein dekoratives Aussehen, hat eine lange Haltbarkeit und Widerstandskraft gegen Schädlinge.

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Banane, Feige, Kakaobaum, Kiwano

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