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Blütenstauden zur Vorpflanzung

Mai 2004 Zum Wohnen im Garten gehört neben dem notwendigen toten Mobiliar, wie Tische, Stühle, Liegen vorrangig das belebende Element, die Pflanze. Fachliteratur, Zeitschriften geben zur Genüge Anregung dem Garten eine persönliche Note zu geben. Unsere Aufgabe ist nun nach eigenen Wünschen dem Ziel näherzukommen. Möglichkeiten bieten sich viele. Eine angemessene Staudenwahl zur Vielgestaltigkeit der Neupflanzung wäre ein Vorschlag.


nach obenWelche Stauden eignen sich?

Zur Durchführung der Arbeiten sind alle jene Stauden verwendbar, die durch robustes Wachstum und Blütenschmuck vor der Gehölzrabatte zur Farbsteigerung beitragen. Anzustreben ist das Farbenzusammenspiel bei gleicher Blütezeit. Für die Pflanzung sind jene Staudenarten geeignet, die durch mäßige Ausläuferbildung und gefällige Blüten sich fortpflanzen. Mit dem Wachstum des Gehölzstandes werden sie bis an die Stellen vordringen, an denen sie günstige Wachstumsbedingungen vorfinden. Ihr rasches vegetatives (ungeschlechtliches) Ausbreiten ist sorgfältig zu überwachen, da sonst leicht ein verwildertes Bild entsteht. Mit bewährten gleichzeitig blühenden Sträuchern können auf kleinerer oder größerer Fläche abwechslungsreiche Farbabstimmungen erzielt werden. Anregungen zur kontrastreichen Partnerschaft werden durch einige Beispiele deutlich gemacht:

Gemswurz
© Esebeck
Gemswurz
Zu den ersten Boten gehört die Gemswurz (Doronicum orientale), auch Frühlingsmargerite genannt. Als farblicher Nachbar ist die Scheinquitte (Chaenomeles japonica) zu nennen, deren rosa Flor wirksam zutage tritt.

Ein anderes anschauliches Vis-a-Vis bietet das Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla), ein unermüdlicher Blüher im April, der seinen blauen Blütenschleier überraschend zur Schau stellt. Passend zur Jahreszeit der 2 m hohe Braut-Spierstrauch (Spiraea × arguta), mit reinweißen weit überhängenden Blütenrispen.

Zu weiteren Pflanzenvarianten, die das Ziel der gleichzeitigen Blütezeit zur vorsommerlichen Jahreszeit verwirklichen, zählen die horstbildenden Staudenlupinen. Oft verwildert an Bahndämmen anzutreffen, wirken sie in gemischten Farben überzeugend. Durch reiches Blühen haben sich die vielblättrigen Lupinen (Lupinus polyphyllos) beliebt gemacht, die zugleich den Boden mit Stickstoff versorgen. Wertvoll noch die farbfreudigen L.-Russel-Hybriden. Möglichst sandige Böden, nicht zu feucht und kalkreich, schwachsaure haben den Vorzug, sonst vergilben die Blätter!

nach obenBeispiele farblicher Wechselwirkung

Magnolie
© Esebeck
Magnolie
NameHöheBlütezeitFarbeStandortPartnerschaft
Bergenie
(Bergenia)
0,4 m4 bis 5rosa, rotschattigBlut-Johannisbeere
(Ribes 'Atrorubens')
Forsythie
(Forsythia)
2 m4 bis 5orangegelbsonnigBlaustern
Magnolie
(Magnolia stellata)
3 m3 bis 4weißsonnigTulpen in Sorten
Mandelbäumchen
(Prunus triloba)
1,5 m4rosasonnigKrokus
Pfaffenhütchen
 
2 bis 3 m5grünlich-gelbsonnigAnemone japonica
Pfingstrose
(Paenoia)
0,60 bis 1 m5 bis 6in SortensonnigSonnenbraut (Helenium)
Prachtscharte
(Liatris)
0,8 m7 bis 9lilasonnig, halbschattig 
Sanddorn
 
3 m3 bis 4unscheinbarsonnigHerbststauden, Rudbeckien
Taglilie
(Hemerocallis)
0,70 bis 1 m7 bis 8in SortensonnigRittersporn, Skabiosen
Zaubernuss
(Hamamelis)
1,5 m12 bis 1gelbsonnig, halbschattenZwiebelgewächse, Schneeglanz

Türkischer Mohn
© Esebeck
Türkischer Mohn
Unter den populären Gartenpflanzen hat sich der Mohn (Papaver) einen Namen gemacht, der früher wesentlich mehr in wogenden Getreidefeldern dem Landschaftsbild das Gepräge gab. Den Ägyptern war er als ölliefernde Nutzpflanze nicht unbekannt. Für die Griechen war er das Symbol für Schlaf und Traum. Unterschieden werden die einjährigen Arten Klatsch-Mohn (Papaver rhoeas) und Staudenmohn (Papaver orientale), aus dessen eingetrocknetem Milchsaft das schmerzstillende Opium gewonnen wird. Eingang in unsere Gärten fand insbesondere der türkische Mohn aus dem Kaukasus, der 1714 aus dem Orient eingeführt wurde. Dank begnadeter Züchter wie Karl Foerster aus Bornim bei Potsdam, erfreut er uns nach langem Winterschlaf. Erprobte Sorten in vorherrschenden Rottönen sind: 'Allegro Viva', Blüte Mai, Juli mit scharlachroten Kronblättern und schwarzem Basalfleck. 'Feuerwiese', 'Kalif' sind weitere Schmuckstücke und Kleinode, im intimen Gartenbereich. Pflegemäßig lässt er sich schlecht verpflanzen, da er eine tiefgehende Pfahlwurzel ausbildet. Sein Nährstoffangebot ist hoch. Ein Esslöffel Blaudünger im Frühjahr um die Pflanze ausgestreut fördern sein Wachstum.

Farblich verträgt sich der Mohn mit dem Blütenweiß der Deutzie (Deutzia gracilis, 1,50 m), ein reichblütiges Gehölz für sonnige Stellen oder der violettblühende Salbei (Salvia nemorosa 'Mainacht', 0,50 m), mit reicher Blüte. Rückschnitt nach der ersten Blüte (Wiederaustrieb).

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Bergenie, Blütenstauden, Braut-Spierstrauch, Deutzie, Forsythie, Gemswurz, Kaukasus-Vergissmeinnicht, Lupine, Magnolie, Mandelbäumchen, Mohn, Pfaffenhütchen, Pfingstrose, Prachtscharte, Salbei, Sanddorn, Scheinquitte, Staude, Taglilie, Zaubernuss

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