Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Pflanzen > Gemüse > Archiv (2003 - 2005) > 2004 > Der Kürbis boomt
← vorheriger BeitragFür und wider – Mischkulturen
nächster Beitrag → Salbei in vielen Variationen

Der Kürbis boomt

Kleine Kürbisauswahl aus einem riesigen Sortiment (z. B. Sperling).
© Titze
Kleine Kürbisauswahl aus einem riesigen Sortiment (z. B. Sperling).

Mai 2004 Kürbis ist "in". 500 Sorten(!) hat ein niederländischer Gemüsegärtner im Jahre 2003 angebaut, 300 ein österreichischer. Darunter befanden sich Speise- und natürlich Zierkürbisse (letztere sind nur zum Teil genießbar).

Die botanische Zuordnung der einzelnen Sorten zu den verschiedenen Arten (die Gattung Cucurbita umfasst eine ganze Reihe davon, aber nur vier sind mehr oder weniger bei uns bekannt) ist ein Kapitel für sich und lässt sich nicht in wenigen Zeilen abhandeln, zumal sie auch in der Freizeitgärtner-Literatur nicht immer vollends übereinstimmt.


Kürbiskerne dienen u. a. der Ölgewinnung. Zu diesem Zweck werden allein in der Steiermark 14.000 Hektar angebaut.
© Titze
Kürbiskerne dienen u. a. der Ölgewinnung. Zu diesem Zweck werden allein in der Steiermark 14.000 Hektar angebaut.
Es sind einjährige, frostempfindliche, meist am Boden rankende (bis 22 m lange Triebe), auch kletternde oder nicht rankende kräftig-buschige Pflanzen.

In Kultur sind bei uns:
  • der Gemüsekürbis (Garten-, Schmuck-, Sommerkürbis, Cucurbita pepo; z. B. Zucchini, Pattison, Rondini, Spaghetti, auch typische Halloweenkürbisse, Ölkürbis)
  • der Riesenkürbis (Speise-, Winterkürbis, Cucurbita maxima; z. B. 'Gelber Zentner', 'Etampes', Hokkaido-Typen, Kuri-Sorten, Buttercup-Kürbis. Merke: Auch diese Gruppe kann absolut kleinfrüchtig sein!)
  • der Moschuskürbis (Cucurbita moschata; z. B. Butternut-Typen, Muskat-Kürbis) sowie
  • der Feigenblattkürbis (wenig ansprechend im Geschmack), der vorwiegend Gurken als Veredlungsunterlage dient

Die Hochkonjunktur dieser Gemüsepflanzen ist teilweise auf die ausgefallenen Farben und Formen zurückzuführen, von denen Gärtner und Verbraucher begeistert sind. "Mit Großmutters dicken Einmachkürbissen könnte man keine Maus mehr hinter dem Ofen vorlocken. Doch die dicke Familie ist aktueller denn je. Sie verführt zum Sammeln, zum Dekorieren, zum Basteln und zum Schnitzen grauslicher Masken, mit denen die Kinder im Herbst zum amerikanisch-keltischen Brauch des Halloweens durch die Straßen ziehen" – so heißt es im Katalog der Saatgutfirma Kiepenkerl.

In einem Test nahm der Spaghettikürbis den ersten Platz ein.
© Titze
In einem Test nahm der Spaghettikürbis den ersten Platz ein.

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!
Aber auch der Geschmack und der Verzehr einzelner Arten/Sorten dürfen nicht zu gering geschätzt werden. Die viel gefragten Zucchini sind nur ein Beispiel dafür. Unter zwanzig getesteten Sorten verschiedener Arten (44 Testpersonen) im Gartenbauzentrum Köln-Auweiler ragte der Spaghetti-Kürbis ('Vegetable Spaghetti') heraus, während z. B. die gut aussehende Sorte 'Roter Zentner' nur den 12. Platz belegte (Gemüse 1/2004).

Dennoch: Der Riesenkürbis hat mit den besten Geschmack, der durch die Lagerung sogar noch zunimmt. Im Handel wird für den Freizeitgärtner eine ansehnliche Palette von Formen und Farben angeboten. Wer eine neuere, ihm unbekannte Art/Sorte anbauen möchte, richte sich zweckmäßigerweise nach den Kulturhinweisen auf der jeweiligen Saatgutpackung. Mittelschwerer, warmer, humus- und nährstoffreicher Boden, sonniges bis halbschattiges Plätzchen, genügend Wasser, Windschutz und natürlich der Pflanzung nach den Eisheiligen bedürfen sie alle. Sie gehören aber nicht auf den Komposthaufen!

nach obenRezept-Tipp: Cremige Kürbissuppe

Zutaten:
1 kg Kürbis (Muskatkürbis)
2 kleine Zwiebeln
2 Möhren
4 EL Bio Raps-Kernöl
3/4 l Gemüsebrühe
2 Knoblauchzehen
Meersalz
Pfeffer
Ingwer
Muskat
Saft einer Zitrone
100 g Schmant
Petersilie
Zubereitung:
  1. Kürbis in Spalten schneiden, Kerne und grobe Fasern herauslösen, die Schale entfernen und das Fruchtfleisch kalt abspülen, abtropfen lassen und grob würfeln. Zwiebeln schälen und fein hacken. Möhren schälen und grob raspeln. Knoblauchzehen abziehen und durch eine Knoblauchpresse drücken.
  2. Das Gemüse in heißem Bio-Raps-Kernöl 5 bis 7 Minuten andünsten. Gemüsebrühe nach Packungsaufschrift zubereiten, zugießen, mit Salz, Pfeffer, Ingwer und Muskat kräftig würzen und alles 15 Minuten kochen.
  3. Anschließend mit dem Rührstab fein pürieren. Nachwürzen und mit Zitronensaft abschmecken. Mit cremig gerührtem Schmant und Petersilie servieren.

← vorheriger BeitragFür und wider – Mischkulturen
nächster Beitrag → Salbei in vielen Variationen
Kastanienschaumsuppe mit Bergkäse-Stangen
Herbst im Topf
11/2004: Riesenkürbis!
Sahnegesicht - Kürbis-Suppe
Herrlich süße Leckereien aus dem Ofen

Schlagworte dieser Seite:

Kürbis, Suppe

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2019

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de