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Wichtige Zeitpunkte zur Beobachtung von Schädlingen und Krankheiten am Kernobst

Mai 2004  




nach obenWinterruhe bis Knospenaufbruch

  • Rote Spinne, Obstbaumspinnmilbe: Kugelrunde bis zwiebelförmige orangerote Eier, dicht beieinander abgelegt am Fruchtholz und in der Nähe der Knospen. Schadschwelle: Auf zwei Meter Astholz 1.000 bis 2.000 Eier.
  • Obstbaumkrebs: Dunkelrote kugelrunde Fruchtkörper, zum Frühjahr hin mit weißem Punkt. Keine Toleranz! Ausschneiden!
  • An Birnen: Zweiggrind, Birnenschorf. Grau-schwarze Flecken auf dem vorjährigen Holz, absterbende Spitzen. Keine Schadschwelle.


nach obenKnospenaufbruch bis Grüne Spitze

  • Apfelblütenstecher: Kleine Fraßstellen und Löcher an Blütenknospen beim Apfel. Schadschwelle: 15 Fraßstellen je 100 Knospen.
  • Frostspanner: Fraßstellen an jungen Blättern und Blütenbüscheln. 8 bis 10 Raupen je 100 Knospen. Befall von März bis Mai möglich!
  • Fraßschäden mit feinen Gespinsten verursacht der Fruchtschalenwickler. 12 bis 15 Raupen je 100 Knospen.


nach obenGrüne Spitze bis Grüne Knospe

  • Blattlausarten: Von Beginn des Knospenaufbruchs an Blättern und Blütenknospen saugend. 15 Kolonien je 100 Knospen.
  • Ungleicher Holzbohrer: Bei Überschreiten von 10 °C Alkoholfallen aufhängen, besonders in der Nähe geschwächter Bäume. Besonders Steinobst! Keine Toleranz!
  • Rüsselkäfer: An Jungbäumen Schabefraß unterhalb der Knospen. Käfer tagsüber in der Erde am Stammgrund.


nach obenGrüne Knospe bis Aufblühen

  • Schmalbauch: Schlanke Rüsselkäfer von unterschiedlicher Größe fressen Blütenteile. Selten wirtschaftliche Schäden. Keine Schadschwelle.
  • Apfelsägewespe: Eiablage unter den Kelchblättern. Lupe! Bei mäßigem Behang besonders wichtig! Schadschwelle: 3 bis 5 % der Blüten bzw. der Früchte.
  • Grünrüssler: Fraßstellen an den Blatträndern. Selten wirtschaftliche Schäden.



Blutlaus
© Zeichnung: Margarete Griegel aus dem Buch "Mein gesunder Obstgarten"
Blutlaus

nach obenBlüte bis Haselnussgröße

  • Blutlaus: An Schnittstellen und einjährigen Trieben. Schadschwelle: 8 Kolonien an 100 möglichen Befallstellen.
  • Mehlige oder Rosige Apfelblattlaus: Gerollte Blätter mit darunter sitzenden Läusen. Schadschwelle: 1 bis 2 Kolonien je 100 Triebe.

Die phänologischen Daten beziehen sich auf Apfelsorten mittlerer Entwicklung. Zur intensiveren Beobachtung empfehlen sich die Lockstoff-(Pheromon)fallen. Aufgrund der Kosten lohnen sie sich jedoch nur, wenn sich mehrere Interessenten zusammentun.




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Apfelblütenstecher, Apfelsägewespe, Birnenschorf, Blutlaus, Frostspanner, Fruchtschalenwickler, Grünrüssler, Kernobst, Obstbaumkrebs, Obstbaumspinnmilbe, Pflanzenschutz, Rote Spinne, Rüsselkäfer, Schmalbauch
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