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Zierkirschen − für jeden Garten die geeignete Art

April 2004 Die schönsten kommen aus Japan. Aber auch ganz allgemein gehören die Zierkirschen zu den prächtigsten, reichblühenden Bäumen und Sträuchern. Sie sind in den gemäßigten nördlichen Breitengraden weit verbreitet und gedeihen – auch wenn sie einige tausend Kilometer entfernt im Land der Kirschblüte beheimatet sind – hier bei uns sehr gut.


Die Blüten von Prunus sargentii 'Accolade' an den aufgelockert gewachsenen, zierlichen Zweigen schweben geradezu zwischen Himmel und Erde.
© Opitz
Die Blüten von Prunus sargentii 'Accolade' an den aufgelockert gewachsenen, zierlichen Zweigen schweben geradezu zwischen Himmel und Erde.
Es gibt zahlreiche Arten und Sorten mit unterschiedlichen Formen und Größen von kleineren Sträuchern bis zu größeren Bäumen. Dies macht es leicht für jeden Garten eine passende Sorte auszuwählen. Die Gehölze lieben volle Sonne bis Halbschatten. An den Boden stellen sie keine allzu großen Ansprüche. Gut geeignet sind humose bis leicht lehmige, tiefgründige Gartenböden ohne Staunässe. Auf nassen Böden sind die Bäume anfällig gegen Holzkrankheiten (Gummifluss, Spitzendürre). Die genannten Arten gedeihen gut im basischen Bereich, das heißt auf kalkhaltigen Böden. Daher ist – eventuell nach einer Bodenuntersuchung – unter Umständen alle zwei bis drei Jahre eine Düngung mit Gartenkalk angebracht.

Wie schon erwähnt, erhalten die höchsten Noten in Bezug auf ihre Blütenpracht die japanischen Zierkirschen. Hierzu gehört zum Beispiel Prunus sargentii 'Accolade'. Sie ist während der Blüte eine der beeindruckendsten Zierkirschen. Den Großstrauch oder kleinen Baum zeichnet ein lockerer, lichter Wuchs mit zierlichen, überhängenden Zweigen aus. Die leuchtend rosa Blüten stehen in Büscheln zu mehreren zusammen. 'Aaccolade' blüht reich und relativ früh, im April. Das Gehölz gilt als gut frosthart.

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Der Inbegriff der Japanischen Zierkirsche. Dieser prächtige, jedes Jahr mit gefüllten Blüten übersäte Großstrauch oder Baum trägt den Namen Prunus serrulata 'Kanzan'.
© Opitz
Der Inbegriff der Japanischen Zierkirsche. Dieser prächtige, jedes Jahr mit gefüllten Blüten übersäte Großstrauch oder Baum trägt den Namen Prunus serrulata 'Kanzan'.
Ein prächtiges Blütengehölz und die bekannteste Japanische Zierkirsche ist die Sorte Prunus serrulata 'Kanzan'. Der Großstrauch oder Baum erreicht im Alter eine Höhe von 7 bis 10 m. Er wächst in der Jugend trichterförmig aufrecht. Im Alter werden die Äste flacher und breiter. Die außerordentlich reichblühende Sorte verstärkt den Frühlingszauber durch ihre großen, dicht gefüllten, dunkelrosa leuchtenden Blüten.

Die ausgesprochen schmal wachsende Zierkirsche Prunus serrulata 'Amonogawa' passt zum Beispiel sehr gut vor eine Hauswand zwischen zwei Fenster.
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Die ausgesprochen schmal wachsende Zierkirsche Prunus serrulata 'Amonogawa' passt zum Beispiel sehr gut vor eine Hauswand zwischen zwei Fenster.
Mit Prunus serrulata 'Amonogawa' steht uns eine Sorte zur Verfügung, mit der wir sowohl in kleineren als auch in größeren Gärten besondere Akzente setzen können. 'Amonogawa' ist eine straff, säulenförmig, aufrecht wachsende Zierkirsche. Sie ist meist mit mehreren gleichstarken Haupttrieben, die in Bodennähe beginnen, erhältlich. Im Alter erreicht 'Amanogawa' eine Höhe von 4 bis 7 m und hält ihren schmalen, aufrechten Wuchs bei. Diese Sorte ist somit hervorragend geeignet für kleinere Areale, wie im Vorgarten, an Hauseingängen oder in Innenhöfen. Mit ihr lassen sich aber auch markante, senkrechte Blickpunkte erzielen, wie zum Beispiel an Terrassenkanten. Als Blüten-Säulen vermögen sie den Hausgiebel zwischen zwei Fenstern aufzulockern. Mit ihren weiß bis hellrosa, leicht gefüllten und dicht stehenden Blüten ergibt sich der beste Kontrast vor roten Hauswänden oder dunklen Nadelhölzern.

Ein Blütentraum in leuchtendem, reinen Weiß, das ist die Zierkirsche mit dem Sortennamen Prunus serrulata 'Shirofugen'.
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Ein Blütentraum in leuchtendem, reinen Weiß, das ist die Zierkirsche mit dem Sortennamen Prunus serrulata 'Shirofugen'.
Zierkirschen müssen nicht immer rosa blühen. Mit Prunus serrulata 'Shirofugen' steht uns eine der besten Sorten zur Verfügung, die auch mit dem Wechsel ihrer Blütenfarben besticht. Ihre Blütenknospen erscheinen in Rosa, die gefüllte Blüte leuchtet zunächst in reinem Weiß und verabschiedet sich beim Verblühen in Purpurrosa. Weitere Vorzüge sind eine relativ lange Blütezeit und der späte Blühtermin, – im Mai, oft auch im Juni – wenn in der Regel die Gefahr von Spätfrösten vorüber ist.

Als Strauch oder Baum erreicht er eine Größe von 5 bis 8 m. Die Sorte bildet im Alter eine flache und breite Krone. So kann er an der Terrasse die Aufgabe eines natürlichen Sonnenschirmes übernehmen. Da der Baum im Herbst die Blätter verliert, lässt er auch im dunkleren Winter genügend Licht in das Wohnzimmer.

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Viel Spaß beim Gärtnern!

nach oben… und kleiner Formen

Gut geeignet für kleinere Gartenräume ist die Sorte Prunus subhirtella 'Fukubana'. Sie ist ein aufrecht wachsender Strauch oder kleiner Baum mit feintriebigen Zweigen. 'Fukubana' wächst langsam – etwa 15 cm im Jahr – und wird im Alter bis 5 m hoch. Die locker und malerisch überhängenden Zweige sind reich mit dunkelrosa leicht bis dicht gefüllten Blüten besetzt.

Eine interessante Sorte stammt aus einer ehemaligen VEB-Baumschule in Dresden. Es ist eine Auslese aus der Kurilen-Kirsche, Prunus Kurilensis 'Brillant'. Der Strauch wird nur 1,50 bis 2 m groß und ist reich mit weißen Blüten besetzt. 'Brillant' ist auch gut geeignet für die Bepflanzung von kleinen Innenhöfen und von großen Gefäßen.

nach obenSchnitt

Im Gegensatz zu Prunus triloba, dem Mandelbäumchen, das jährlich regelmäßig zurückgeschnitten wird, sind Eingriffe bei den genannten Zierkirschen-Sorten nur in geringem Umfang und größeren zeitlichen Abständen angebracht. Der Schnitt beschränkt sich im wesentlichen auf das Herausnehmen zu dicht stehender Äste oder Zweige und auf das Zurückschneiden zu hoch oder zu breit werdender Äste bzw. Zweige. Sie werden jeweils so zurückgenommen, dass unterhalb der Schnittstelle ein schwächerer Ast oder Zweig verbleibt. Um Frostschäden am Holz zu vermeiden erfolgt der Schnitt in den Sommermonaten. Größere Schnittstellen sollten sorgfältig mit einem Wundverschlussmittel – z. B. Lac Balsam – versehen werden.

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Diesen Artikel kommentieren (1)

1
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30. Mai 2010

Alexandra

Guten Tag,
unsere neu gepflanzte Zierkirsche hat alle Blätter verloren. Das heißt, sie hat die Blätter nicht mal bekommen, da sie wohl zu wenig Wasser bekommen hat, während sie trieb. Wir haben Sie kurz vorher erst eingepflanzt und dann kamen ein paar warme Tage im April. Naja, nun steht die Kirsche, noch immer begossen ;-), in unserem Garten und hat nur 5 oder 6!!!! kleine Blätter, die jedoch frisch aussehen. Also es ist noch leben in der Pflanze. Wie sieht es damit aus. Kann ein Baum/Busch einen Sommer ohne Blätter überleben? Oder was können wir tun, damit er überlebt? Gruß Alexandra

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