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Duftpflanzen im Garten

Februar 2004 Emissionen – die Bezeichnung für die an die Umwelt abgegebenen Abgase, Luft- und Bodenverunreinigungen unserer Zeit – kurz, alle Schädigungen der Umwelt, haben durch Untersuchungen ergeben, dass der eigene Geruchsinn gegenüber den Eigenschaften des Sehens und Hörens wesentlich zurückgegangen ist. Der Ausgleich gegen Staub- und Benzinwolken als Erlebnis, wäre der Umgang mit der Welt der Duftpflanzen und ihrer arteigenen Schönheit.


nach obenVom Duft im Zeitwandel

Verfolgt der Leser die menschliche Kultur, so wurde nachgewiesen, dass in Gräberfunden vor 3000 v. Chr. zurzeit des Sonnengottes Ra neben Schmucksachen Duftextrakte unbekannter Zusammensetzung nachweisbar waren. Berichtet wird von der Geschicklichkeit der Parfümeure alter Kulturvölker. Unzweifelhaft sind die konzentrierten Duftstoffe aus Naturkräutern des Heimatlandes oder der Handelsartikel der Welt entnommen. Die Neigung zu Wohlgerüchen hat sich durch Jahrtausende behauptet. Duftpuder aus gemahlenen Wurzeln standen reichlich zur Verfügung, heute sind es die Duftsprays der Parfümindustrie.

nach obenDuftpflanzen – Pflanzendüfte

Die Definition von Pflanzendüften oder Duftbeschreibungen sind subjektiv bedingt und von relativem Wert. So wirkt sich der Duft der Pfefferminze nicht nur auf die Riechnerven aus, vielmehr auch auf den Temperatursinn. Ein hoher Anteil ätherischer Öle befindet sich in den Harzen der Kiefern- und Rautengewächse (Diptam) den Myrtengewächsen sowie den Lippenblütlern (Salbei, Rosmarin), Doldengewächsen (Fenchel, Liebstöckel), um nur einige Duftspender zu nennen.

nach obenDuftpflanzen – Aasgeruch

Neben der artenreichen Zahl der Blüten- und Duftpflanzen gibt es jene Duftbringer, deren unangenehmer Geruch durch Amine (Verbindungen mit Ammoniak) gekennzeichnet sind. Zu vermerken sind: Aronstab (Aasgeruch), Mehlbeere (Sorbus), Weißdorn (Crataegus); ihr ekelerregender Geruch wirkt narkotisierend.

nach obenVorschläge – Empfehlungen zur Pflanzung

Blütendufter in unseren Gärten erfreuen uns über die gesamte Vegetationszeit des Jahres als Massenblüher oder als Solitäre. Übersichtshalber lassen sich die gewählten Pflanzen einteilen in Zwiebel- und Knollengewächse, Duftstauden, Duftbäume und Sträucher. Einige Maßnahmen bei der Pflanzung, sei es bei der Neuanlage oder der Ergänzung sollten beachtet werden, da Unachtsamkeiten nachteilige Folgen haben.

Vornehmlich beziehen sich Fehler auf die Abstände von den Baulichkeiten oder pflanzmäßig voneinander. Gemeint sind die Holzgewächse, die durch zu engen Stand im Wachstum gestört werden (Wurzelschädigungen, einseitiger Wuchs, denn sie streben alle dem Licht zu)!

nach obenPflanzenwahl

Chinesische Magnolie
© v. Esebeck
Chinesische Magnolie

Magnolie

Im Frühling sind es die wärmeliebenden Magnolien, wie die "Chinesin" Magnolia denudata, die den Baum zur Blütezeit mit milchweißen Blüten förmlich bedecken. In ihrer Heimat stehen sie im hohen Ansehen. Sollten Nachtfröste eintreten ist ihre Schönheit diesjährig ein Wunschtraum. Bei üblichen Wintern ist sie ein unermüdlicher und reizvoller Blüher.

Anemone

Waldwindröschen
© v. Esebeck
Waldwindröschen
Im Volksmund bekannt sind die lieblichen Anemonen, die durch das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) sich einen Namen macht. Die umfangreiche Gattung bevorzugt warme Lagen auf kalkreichen Böden ohne Wurzelkonkurrenz, wie das Wald-Buschwindröschen (Anemone sylvestris) mit duftender weißer Blüte (4 cm groß). Sie sorgen im Mai, Juni bei flächiger Anordnung für einmalig schöne Bilder.

Hyazinthus
© v. Esebeck
Hyazinthus

Hyazinthe (Hyazinthus orientalis)

Sie wurden Mitte des 16. Jhr. von Konstantinopel nach Europa eingeführt! Ihre zarte Duftkomponente braucht nicht besonders erwähnt zu werden. Die vielen Sorten wirken dem einen angenehm, anderen wiederum zu aufdringlich! Verwendung als Topf- und beliebte Kübelpflanze an passender Stelle, am Haus oder Treppenaufgang.

Japanischer Schneeball
© v. Esebeck
Japanischer Schneeball

Schneeball

Das Gartengehölz ist vom Namen her hinreichend verbreitet. Die angeführte Art (Viburnum plicatum) wächst grazil, etagenförmig und blüht längs der Zweige mit weißen Blüten im Mai, Juni. Vor dunklem Nadelgehölz-Hintergrund wirkt das Weiß der Blüten kontrastreich und wirkungsvoll; später stellt sich eine weinrote Herbstfärbung ein.

Tamariske
© v. Esebeck
Tamariske

Tamariske

Durch lange rosaviolette Blütenrispen hat Tamarix tetrandra den ausgesprochenen Vorzug eines Frühjahrsblühers aus dem Mittelmeerraum. Blüte Ende April mit frischgrünen schuppenförmigen Blättern, duftet sie mit delikatem Aroma und kann im Alter baumartigen Charakter annehmen.

Wisteria
© v. Esebeck
Wisteria

Blauregen (Wisteria)

Der Schmetterlingsblüher, die Japanische Art Wisteria floribunda, auch Glyzine bezeichnet, ist die Frühlingskönigin unter den Schlingern. Sie wirkt durch ihre duftenden violetten Blütentrauben von über 50 cm Länge.

Am meisten verbreitet die Chinesische Art, Wisteria sinensis, Blüten violett bis 30 cm lang. Kalkfeindlich liebt sie die Sonne und ausgiebige Bewässerung vor dem Winter. Verwendung: Laubengänge, Pergola.

Rosa-Hybrid 'Pompei Forever'
© Flora Dania
Rosa-Hybrid 'Pompei Forever'

Rose

Rosen sind lichthungrige Pflanzen und werden als die "Königin unter den Blumen" bezeichnet. Ihre unterschiedliche Duftnote wird allgemein geschätzt. Eine Rose ohne Duft kann schön sein, beglücken kann sie nicht!

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Alle früh blühenden Zwiebelblumen (wie die Krokusse) sind auf einen erneuten Wintereinbruch eingestellt.
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Schlagworte dieser Seite:

Anemone, Blauregen, Duftpflanzen, Hyazinthe, Magnolie, Rose, Schneeball, Tamariske

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