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Die Planung eines Garten

Januar 2004 In der letzten Ausgabe von Familienheim und Garten wurde über die Anlage einer lockeren Rahmenbepflanzung berichtet. Heute soll die Planung im Innenbereich des Gartens vorgestellt werden.


nach obenEinteilung in einzelne Bereiche

Je nach Größe des Gartens und Veranlagung des Gartenbesitzers wird ein Nutzgartenbereich auf dem Grundstück eingeplant.

Die Größe der Gemüsefläche hängt davon ab, wie viele von den zahlreichen Gemüsearten, die bei uns gedeihen, angebaut werden sollen. Die kleinste Einheit bildet in der Regel ein kleines Kräuterbeet.

Beim Obst kommen neben Erdbeeren auch Johannisbeersträucher in Betracht. Sie werden im Abstand von 2 m gesetzt, Stachelbeeren baut man zweckmäßigerweise als Hochstämmchen an. So ist das Pflücken bequemer. Apfelbäume werden als kleinbleibende sogenannte Spindelbüsche auf der schwachwachsenden Wurzelunterlage M 9 gepflanzt. Sie benötigen einen Platz von etwa 3 × 3 m. Etwas mehr Raum – 3,5 × 3,5 m – sind für einen Sauerkirschbaum vorzusehen.

Daneben werden noch Plätze für den Kompost, die Mülltonnen und gegebenenfalls für ein kleines Gewächshaus ausgewiesen.

nach obenAuf gutem Weg

Links befindet sich die Zufahrt zur Garage, rechts der davon abgehende Weg zur Haustür. Dies ergibt eine ansprechendere Lösung als ein zweiter, direkter, gerader Weg vom Bürgersteig zur Haustür.
© Opitz
Links befindet sich die Zufahrt zur Garage, rechts der davon abgehende Weg zur Haustür. Dies ergibt eine ansprechendere Lösung als ein zweiter, direkter, gerader Weg vom Bürgersteig zur Haustür.
Die Garage ist durch eine Pergola mit dem Wohnhaus verbunden. Von der Auffahrt geht der Weg zur Haustür, die sich auf der Nordseite befindet. Der Wohngarten ist nach Süden ausgerichtet.
© Opitz
Die Garage ist durch eine Pergola mit dem Wohnhaus verbunden. Von der Auffahrt geht der Weg zur Haustür, die sich auf der Nordseite befindet. Der Wohngarten ist nach Süden ausgerichtet.
Wege stellen nicht nur eine Verbindung zwischen zwei Punkten her, die man auch bei schlechtem Wetter mit sauberen Schuhen sicher erreichen kann. Vielmehr lässt sich mit ihrer Linienführung, dem Material und der Materialfarbe der Garten maßgeblich gestalten. Eine geschwungene Wegeführung auch bei einer Richtungsänderung wirkt gefälliger als gerade Linien mit rechtwinkeliger Abbiegung. Dies muss jedoch zum Gartenbild passen und darf nicht übertrieben werden.

Wie breit sollen Gartenwege sein?

Die am meisten begangene und betrachtete Fläche liegt zwischen Bürgersteig und Haustür. Dieser Weg sollte mindestens 1,2 m breit sein, sodass zwei Personen bequem aneinander vorbei oder auch nebeneinander gehen können.

Weniger stark begangene Wege, zum Beispiel zum Kompost oder im Wohngarten werden 40 bis 60 cm breit angelegt.

Den Vorgarten, die Visitenkarte des Hauses, sollte man möglichst nicht durch die Wegeführung zerstückeln. Befindet sich zum Beispiel links oder rechts vom Haus eine Garagenzufahrt, so kann diese auch ein Stück als Zuwegung zur Haustür genutzt werden. Auf diese Weise bleibt vor der Haustür eine größere zusammenhängende Fläche erhalten, die sich zum Beispiel auch mit einem Hausbaum gut gestalten lässt.

Ein Schwimmteich mit flachen, bepflanzten Teichrändern, verbindet das Nützliche mit dem Schönen. Ein harmonisches Gartenbild, dass durch die großen Natursteinplatten am Teichrand und die Trittplatten im Rasen unterstrichen wird.
© Opitz
Ein Schwimmteich mit flachen, bepflanzten Teichrändern, verbindet das Nützliche mit dem Schönen. Ein harmonisches Gartenbild, dass durch die großen Natursteinplatten am Teichrand und die Trittplatten im Rasen unterstrichen wird.
Im Wohngarten kann der Weg in weniger begangenen Bereichen auch mit Rindenmulch oder Holzschnitzel – 3 bis 5 cm stark – abgedeckt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verlegung von Trittplatten. Der Abstand von Plattenmitte zu Plattenmitte beträgt 65 cm.

An Mauern, Hecken oder Sträuchern entlang sollten die Wege mindestens 30 cm davon entfernt verlaufen, damit genügend Bewegungsfreiheit besteht.

Untergrund

Die Wege erhalten als Unterbau eine etwa 20 cm starke Schotterschicht, darauf kommen 5 cm Sand und hierauf die Platten- oder Steinbeläge, der Rindenmulch oder die Holzschnitzel.

Trittplatten werden nur auf eine 5 cm starke Sandschicht verlegt. Auf sandigem, durchlässigem Boden genügt für die kleineren Nebenwege als Unterlage gleichfalls eine Schicht Sand von 5 cm Stärke.

Die Garagenauffahrt erhält als untere Tragschicht 30 bis 35 cm Schotter oder einen Betonunterbau.

Material für Wege

Das Material für die Wege sollte zum Haus passen. Für geschwungene Wege werden kleine Pflastersteine oder Klinkersteine verwendet. Für die Garagenauffahrt ist Pflaster aus Natur- oder Betonstein empfehlenswert. Plattenbelege eignen sich für gerade Wege, die nicht befahren werden.

Je rauer eine Platte oder ein Stein, um so trittsicherer sind diese. Aber: raue Platten verschmutzen schneller und im schattigen Bereich setzt sich leichter Moos fest.

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