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Winterliche Gartenarbeiten

Winterschutz
Winterschutz

Dezember 2003 Dem naturbewussten Menschen kommt im Kreislauf der Natur alljährlich und erneut zum Bewusstsein, wenn er saisonmäßig im Garten die Entwicklung einer Knospe beobachten kann und mit dem Fruchtbehang die vorübergebende Vegetationsruhe eintritt.


Wenn den Gartenfreund auch die Frühjahrsarbeiten stark in Anspruch genommen haben, wie Bodenbearbeitung, Aussaat und das Pflanzen, kann jetzt nur von einer bedingten Ruhepause gesprochen werden, da in der Winterzeit einige Unterhaltungsarbeiten bevorstehen. Sie beziehen sich auf die Pflegemaßnahmen der Nadelgehölze, der laubabwerfenden Blütensträucher sowie ihren Schnitt und die Schutzvorrichtungen gegen Wintereinflüsse.

Sonnenhut und Gräser
Sonnenhut und Gräser

nach obenKlima-Mittelwerte

Gemäß der verschiedenen Höhenstufung ist die klimatische Situation recht unterschiedlich. Zunächst ist das Rhein-Main-Gebiet durch sein submediterranes Klima charakterisiert. Das Jahresmittel liegt bei 9,6 bis 10 °C sehr hoch, sodass in den letzten Jahren recht milde Winter zu verzeichnen waren; abgesehen von dem Jahr 1978/79, in dem enorme Winterschäden und Ausfälle eintraten.

nach obenFrostschäden

An besonders extremen Wintertagen treten mitunter und nicht selten an Stämmen Frostrisse auf, die sich in Form längsverlaufender Rissbildung bemerkbar machen. Außer der Frosteinwirkung hat die neuere Baumforschung folgende Ursachen festgestellt. Äußerlich ähnliche Erscheinungen treffen für im Jugendstadium verletzte Stämme zu. Hervorgerufen durch Fäulnis vom Stamminneren, Abbruch lebender Äste, Astwunden oder ein Schnitt in die Saftstromebene. Ferner können Gewebeversperrungen im Holz die Ursache sein.

Frostwirkung scheint mit die Primärursache der angeblichen Frostrisse zu sein; auch zentrale Faulstellen bei Eichen können Verursacher der Rissbildung sein.

nach obenSchutzmaßnahmen gegen Frostschäden

Nadelgehölze

Die Notwendigkeit eines Winterschutzes ergibt sich durch die jeweiligen Klima- und Standortverhältnisse; auch ergibt sich der Schutz nach den Arten und Sorten.

Boden mit gutem Garezustand
Boden mit gutem Garezustand
Boden mit Einzelkornstruktur ist schlecht.
Boden mit Einzelkornstruktur ist schlecht.
Der Gegensatz von "totem Boden" ist der gesunde "gare Boden". Gewiss hilft eine längere Frostperiode grobscholligen Boden allmählich in die gewünschte Krümelstruktur zu verwandeln, die jeglichen Pflanzenwachstum fördert.

Junges Staudenbeet mit Vogelknöterich
Junges Staudenbeet mit Vogelknöterich
Die wärmenden Eigenschaften des Schnees, selbst einer dünnen Schicht, sind nicht von der Hand zu weisen. Schneelose Wintertage haben dagegen gezeigt, dass anhaltende Barffröste in Pflanzenkulturen erheblich Ausfälle verursachen, eine Tatsache, die sich durch eine "Hochfrieren" gerade von Jungpflanzen einschließlich junger Stauden auswirkt. Hochgefroren vertrocknen sie unerbittlich! Aus diesem Grunde ist eine Auflage von Humusstoffen (organisches Material) zu empfehlen, wodurch die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten bleibt und gefördert wird.

Schneedecke abschütteln.
Schneedecke abschütteln.
Bei einem ausgebreiteten Wuchs besteht Schneebruchgefahr.
Bei einem ausgebreiteten Wuchs besteht Schneebruchgefahr.
Die Schutzwirkung einer wärmenden Schneedecke kann allerdings auch bei Nadelgehölzen zu Windbruchschäden führen, da Schneemassen die Stabilität des Baumes auf die Dauer sehr in Anspruch nehmen. Durch leichtes Schütteln mit einem Besen oder einer langen Stange von der Zweigunterseite ist Abhilfe geschaffen. Schutz vor Schneebelastung gilt allen Säulenformen (Lebensbaum, Wacholder sowie Formen mit breit abstehenden Ästen), die durch Schnee leicht auseinanderbrechen.

Immergrüne Laubgehölze – Unterhaltungsarbeiten

Unter ihnen sind schmalblättrige den großblättrigen vorzuziehen, da Gehölze mit großen flächigen Blättern von der Schneelast fast erdrückt werden (Buchs, Sauerdorn [Berberitze], Pfaffenhütchen, Lorbeerrose [Kalmie], Lorbeerkirsche).

Bei mäßigen Frostgraden kann zur Winterzeit – wenn erforderlich – ein Auslichtungs- oder Verjüngungeschnitt durchgeführt werden. In Neuanlagen, in denen oft sogenannte "Füller" gesetzt wurden, um bald einen fertigen Garten zu haben, können die oft einfachen "Decksträucher" entfernt werden. Alle zu dicht stehende Sträucher können verjüngt werden, da ein zu enger Stand eine Verkahlen von unten zur Folge hat.

Aus Platzgründen und im Rahmen des Themas konnte nur auf einige grundsätzliche Schutzmaßnahmen zur Winterzeit hingewiesen werden.

Kleine Schäden im Terrassenboden sind mit dem Ceresit Boden-Reparaturmörtel im Handumdrehen ausgebessert.
Wie Sie den Außenbereich auf Vordermann bringen
Von Frost- und Trockenschäden
Bild 1: Teilweise sind die Ruten gar nicht ausgetrieben oder die jungen Lateralen Seitentriebe sterben bald wieder ab. In einigen Fällen färben sich bereits die Früchte, während das Laub langsam abstirbt.
Frostschäden an Himbeeren

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Frostschaden

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