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Der Garten im Jahresrückblick

Dezember 2003

Liebe Siedlerinnen und Siedler,
das Gros der Gartenarbeit ist getan, und so fällt es leicht, einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu wagen.


© Breidbach
IGA 2003: Beratungsstand des LV Mecklenburg-Vorpommern
© Breidbach
IGA 2003: Beratungsstand des LV Mecklenburg-Vorpommern
Zu den Highlights zählen auf jeden Fall die Gartenschauen. In Gronau-Losser gab es die erste länderübergreifende Gartenschau zwischen den Niederlanden und Deutschland und in Rostock fand die erste IGA im dritten Jahrtausend statt.

Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern war mit einem eigenen Stand vertreten und konnte viele Mitglieder und Besucher bei ihren gartenbaulichen Fragen beraten. Unterstützung fand die Fachberatung u. a. durch die Firmen Neudorff, Floragard und Nebelung/Kiepenkerl.

Regenmesser: Blieb in diesem Sommer meistens leer.
© Breidbach
Regenmesser: Blieb in diesem Sommer meistens leer.
Geprägt aber war das Gartenjahr von zahlreichen Wetterrekorden. Der sogenannte Jahrhundertsommer war erheblich zu warm, zu trocken und zu sonnig.

Mit 40,8 °C wurde am 8. August in Perl-Nenning (Saarland) die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur erreicht, und am 13. August fiel in Neustadt/Weinstraße die Temperatur in einer fast tropischen Nacht nicht unter 27,6 °C. Als Kontrastprogramm gab es am 24. Oktober in weiten Teilen den frühesten Wintereinbruch seit vielen Jahren.

Für uns Gartenbesitzer spielte aber die langanhaltende Trockenheit eine viel größere Rolle. Insgesamt gab es viel zu wenig Regen. Bundesweit wurden in den Monaten Juni bis August verbreitet nur 50 Prozent der sonst üblichen Regenmenge erreicht.

Rindenmulch als Verdunstungsschutz
© Breidbach
Rindenmulch als Verdunstungsschutz
Im August fielen in Görlitz/Sachsen mit 3 l/m2 nur 4 % des üblichen Monatsniederschlages und in vielen Gebieten gab es die längsten regenlosen Perioden seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Um den Garten grün zu halten, hätte es vieler Kubikmeter Trinkwassers benötigt, waren doch die Wasservorräte in den vorhandenen Regenwasserbehältern schnell aufgebraucht. Als Folge wurden nur die Gemüsebeete und Obstbäume/-sträucher gewässert. Rasenflächen verbräunten, viele Stauden ließen in der Hitze Blüten und Blätter hängen und mancherorts zog der Herbst mit der gelb-roten Färbung der Blätter an Bäumen und Sträuchern schon im September in die Gärten ein.

Neben den verschiedenen Möglichkeiten der sparsamen Bewässerung (z. B. Tropfschläuche) haben sich in diesem Jahr besonders die Verfahren der Verdunstungsreduzierung, z. B. Folien im Gemüsebeet oder Mulchdecken aus Rasenschnitt oder Rindenmulch, in den Staudenbeeten bewährt.

Auch mit einer entsprechenden Pflanzenwahl, die vor allem bei einer Neu- oder Umgestaltung im Garten berücksichtigt werden kann, wird man den Unbilden eines trockenen Wetters wie in diesem Jahr trotzen können.

Nutzen Sie bei Ihren Fragen das Angebot der haupt- und ehrenamtlichen Fachberatung in den Landesverbänden des DSB. Bei Vorträgen oder in persönlichen Gesprächen werden Sie fachgerecht beraten und erhalten viele nützliche Informationen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und für das Gartenjahr 2004 viele angenehme Stunden in Ihrem grünen "Wohnzimmer".

Ihr Bundesgartenfachberater
Martin Breidbach

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