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Bruder Baum

November 2003 Seit Menschengedenken waren es gerade die Naturvölker, die dem Baum große Verehrung entgegenbrachten und in näherer Beziehung standen. Der Symbolgehalt des Baumes kommt auch heutzutage noch zum Ausdruck, wenn zum Beispiel bei der Geburt eines Kindes ein junger Baum gepflanzt wird. Überliefert wurden aus dem 12. Jh. gewisse Baumschemata mit der Gegenüberstellung eines Tugend- und eines Lasterbaumes, wie der arbor bona- und der arbor mala-Baum.


nach obenVon Baumalter

Bekanntlich gibt der Querschnitt eines Baumes mit Jahresringen den Jahreszuwachs an, zugleich aber auch lässt sich die alljährliche Wasserversorgung ablesen. Vergegenwärtigt man sich den inneren Aufbau eines Stammes, so lassen sich Frühjahrs- und Herbstholz unterscheiden. Ersteres ist dünnwandig und besitzt eine größere Weite (hellere Farbtöne) als das später entwickelte Herbstholz mit dunkler Farbe, wodurch die typischen Jahresringe sichtbar werden und das Lebensalter berechenbar wird.

Ein Stamm von außen nach innen betrachtet wird durch die Rinde (Borke) nach außen gegen Einflüsse geschützt. Es folgt der Bast (Nährstoffbahnen), das Kambium, die Wachstumsschicht, die das Holz des Baumes bildet; dem folgt das Splintholz (Transport der gelösten) Nährstoffe aus dem Boden und letztlich das dunkle Kernholz.

nach obenHolzkonsistenz

Bei der Holzbeschaffenheit wird das Hart- (Kernholz) vom Weichholz unterschieden.
Zu den Harthölzern zählen: Ahorn, Eibe, Eiche, Esche, Kernobst, Robinie.
Mittelharte Hölzer: Edelkastanie, Platane, Ulme.
Weichhölzer: Erle, Birke, Hasel, Kiefer, Lärche und
sehr weiche Hölzer: Linde, Pappel, Weide.

Fruchtzapfen einer Himalaja-Zeder
Fruchtzapfen einer Himalaja-Zeder
Himalaja-Zeder
Himalaja-Zeder

nach obenAltersangaben

Altersaussagen beruhen oftmals auf ungenauen Aussagen, wodurch Bäumen oft ein biblisches Alter nachgesagt wird. Durchschnittlich – je nach Gesundheitszustand – können die Altersangaben zweifellos halbiert werden. Nähere Erläuterungen im Text über Holzarten unter den Gehölzen beruhen auf zuverlässigen Unterlagen.

nach obenNadelbaum-Kollektion

Altersdifferenzen – Höhenwachstum

Mammutbaum
Mammutbaum
Mit zu den ältesten Koniferengattungen (Nadelhölzern) zählt der Berg-Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) mit seiner ebenfalls hochbetagten Schwester, dem Küsten-Mammutbaum (Sequoia sempervirens), auch "Redwood" genannt.

Ihren Naturstandort haben beide in den USA (Kalifornien) in den Talschluchten der Sierra Nevada. Eingeführt nach Europa wurden sie in der Zeit zwischen 1843 und 1853. Wuchsmäßig gehören sie zu den gewaltigsten Bäumen der Welt mit immensen Ausmaßen. Die kraftstrotzenden Bäume fanden zunehmend Eingang in den klassischen Landschaftsgärten Frankreichs bis zu den Britischen Inseln. Ihre oft dominierende Position vornehmlich in Einzelstellung oder Gruppenpflanzung führte zu der fälschlichen Meinung unsere Parkbäume seien weit über hundertjährig.

Wenn man bisher der Ansicht war die Mammutbäume würden zu den ältesten pflanzlichen Lebewesen in der Pflanzenwelt gehören, so ist man verwundert über Berichte aus Kalifornien.

Langlebige Kiefer
Langlebige Kiefer
Wissenschaftliche Forschungen haben bei Kiefern durch dendrochronologische Messungen (baumkundliche Zeitbestimmung) ein Alter von 4.000 bis 4.700 Jahren festgestellt. Es bezieht sich auf die Grannen-Kiefer (Pinus aristata) und die Langlebige Kiefer (Pinus longaeva). Das biblische Alter der Patriarchen mit ihrem Vorkommen in den White Mountains of California bestätigt den erbitterten Kampf um ihr Dasein. Nach Aufnahmen und Berichten zeichnen sich die Bäume durch eine enorme Vitalität, einen jungen Austrieb und einen reichen Zapfenbesatz aus.

Neben den differenzierten Altersunterschieden dürfte bei den Bäumen noch der variable Höhenwuchs von Bedeutung sein. Untersuchungen an tropischen Pflanzen ergaben: Kletterpalmen (Rotangpalmen bis 170 m, Rieseneukalyptus bis 155 m (Höhe des Kölner Doms), Küsten-Mammutbaum bis 110 m). Ihr Höhenwachstum erinnert an die horrend wachsenden Bambusarten.

Atlas-Zeder
Atlas-Zeder
Ein höheres Alter trifft noch für weitere Nadelhölzer zu. Außer der Atlas-Zeder (Cedrus atlantica) mit der blau-grauen Form 'Glauca' sind es die ansehnlichen Libanon-Zedern (Cedrus libani) mit längeren Nadeln und Hängewuchs. Eindrucksvoll als Solitär, aber nur frosthart in Weinbaulagen!

Chinesisches Rotholz
Chinesisches Rotholz
Aufsehen erregte in der Botanik ein wiederentdecktes Nadelgehölz, dass nur noch fossil (als Überrest) zu finden war. Mit Namen Chinesisches Rotholz (Metasequoia glyptostroboides), verfärbt sich der sommergrüne Nadelbaum im Herbst braunrot! Zapfen rundlich bis 2,5 cm an langen Stielen. Seit 1948 in Kultur genommen, ist der stattliche Baum heute in fast allen europäischen Gärten, Arboreten, ein Schmuckstück.

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