Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Pflanzen > Gemüse > Archiv (2003 - 2005) > 2003 > Kalkdüngung
← vorheriger BeitragJedem Röschen sein "Blättchen"
nächster Beitrag → Wurzelhaare

Kalkdüngung

November 2003 Kalk (genauer: das Element Calcium) ist zum einen ein Hauptnährstoff der Pflanze, zum anderen übt er vielfältige Wirkungen auf die Ertragsfähigkeit des Bodens aus. Insofern kommt ihm eine wichtige Doppelfunktion zu.


Eine weitere Kalkwirkung in anderer Richtung.
© Titze
Eine weitere Kalkwirkung in anderer Richtung.
Unter anderem reguliert dieser Dünger den pH-Wert des Bodens, arbeitet der Bodenversauerung entgegen, beeinflusst die Bodenfruchtbarkeit und ermöglicht – richtig dosiert und in Verbindung mit den übrigen Wachstumsfaktoren – Höchsterträge im Gemüsegarten. Bei Kreuzblütlern verhütet er bis zu einem gewissen Grade den Kohlherniebefall. Durch Steigerung des pH-Wertes vermag Kalk einesteils die Pflanzenverfügbarkeit bestimmter Nährstoffe anzuheben (Beispiel siehe Graphik).

Andererseits werden bei hohen pH-Werten (vornehmlich über 7) die Nährstoffe Phosphat, Bor, Eisen, Mangan, Zink oder Kupfer im Boden festgelegt und damit für die Pflanzen weniger verfügbar (evtl. Wachstums- und Mangelsymptome, besonders auf leichten Böden).

Diese wenigen Hinweise sollen den Freizeitgemüsebauer dazu anhalten, die Kalkung richtig, d. h. im Hinblick auf die jeweilige Bodenart ordnungsgemäß durchzuführen. Alle drei bis vier Jahre ist eine genaue (Labor-) Bodenuntersuchung dringend anzuraten. Ihrem Ergebnis sind zumeist Ratschläge hinsichtlich Kalkmenge und -art für den betreffenden Boden beigefügt.

nach obenOptimale pH-Werte für die verschiedenen Bodenarten

BodenartOptimaler
pH-Wert
Ton
Lehm
schwerer, sandiger Lehm
6,8 – 7,2
Sandiger Lehm6,3 – 6,7
Lehmiger Sand5,8 – 6,2
Sand5,3 – 5,7
(Bei stärker humushaltigen Böden [>4 %] liegen die Optima meistens etwas darunter).

nach obenKalken

Calciummangel, sehr niedriger pH-Wert: Chinakohljungpflanzen im Torfanzuchtsubstrat ohne Kalk (Kisten vorne links), darumherum mit Kalkzusatz.
© Titze
Calciummangel, sehr niedriger pH-Wert: Chinakohljungpflanzen im Torfanzuchtsubstrat ohne Kalk (Kisten vorne links), darumherum mit Kalkzusatz.
Die Kalkung sollte spätestens etwa 14 Tage vor der Saat/Pflanzung erfolgt sein. Spinat, Mangold, Gurken, Kartoffeln, Tomaten, Möhren, Rote Bete, Sellerie und Zwiebeln gelten gemeinhin als empfindlich gegenüber frischen Kalkgaben.

Zur Erhaltungskalkung (Auswaschungs-/Entzugsausgleich) genügen i. a. alle 3 Jahre 150 g/m2 kohlensaurer Kalk auf leichten bzw. 150 g/m2 Branntkalk auf schweren Böden (sie sollte aber nicht von der Bodenuntersuchung entbinden!).

Kalken lässt sich prinzipiell das ganze Jahr über, doch sind im allgemeinen November bis April die "Hauptkalkmonate" im Gemüsegarten. Die Einarbeitung wird empfohlen.

← vorheriger BeitragJedem Röschen sein "Blättchen"
nächster Beitrag → Wurzelhaare
Blattchlorose durch Eisenmangel verursacht, aufgrund eines zu hohen pH-Wertes (zu hohe Kalkversorgung). Während die Blattnerven Ihre grüne Farbe behalten, hellt die Fläche zwischen den Nerven stark auf.
Rechtzeitig den Boden mit Kalk versorgen
Im Sommer bei 23 bis 25 °C ist die Infektionsrate am höchsten: Kohlhernie, die gefährlichste Krankheit im Kohlanbau. "Klumpige Form" - hier z. B. am Chinakohl.
Kohlherniebekämpfung: Interessant, aber nicht uneingeschränkt nachahmenswert!
Die Wildform der Bauern-Pfingstrose (Paeonia officinalis) hat den Weg von den Südalpen in die hiesigen Gärten gefunden. Auf ihrem Weg sind durch Züchtung und Auslese viele Sorten entstanden.
Grüne Tipps im Juni

Schlagworte dieser Seite:

Calcium, Düngung, Kalk, kalken

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2019

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de