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Valsa oder Krötenkrautkrankheit

Oktober 2003 Bei der Valsa-Krankheit, auch Krötenhautkrankheit genannt, handelt es sich um zwei nahe verwandte Pilzarten. Sie befallen in unterschiedlichem Maße fast alle Kern- und Steinobstarten. So sind in der Literatur Berichte bekannt vom Auftreten an Quitte, Apfel, Pfirsich, Birne, Kirsche, Zwetschge und Aprikose. Allgemein sagt man, dass Schwächephasen des Baumes das Eintreten der Sporen durch Schnittstellen, Frostplatten, frische Blattnarben und Beschädigungen während der Ernte erleichtern.


nach obenErscheinungsbild

Befall durch Valsa, verursacht durch Nichtharmonieren der Veredlungspartner. Hier sind die weißen Poren während einer Trockenperiode zu erkennen, aus denen bei ausreichender Feuchtigkeit die Sporen herausquellen.
Befall durch Valsa, verursacht durch Nichtharmonieren der Veredlungspartner. Hier sind die weißen Poren während einer Trockenperiode zu erkennen, aus denen bei ausreichender Feuchtigkeit die Sporen herausquellen.
Das Erscheinungsbild nach einer Infektion ist recht unterschiedlich. Es treten flächige Nekrosen im Rinden- und Holzgewebe, krebsartige Wülste und Gummifluss auf. Immer sind damit absterbende Holzteile verbunden, oft vertrocknen ganze Astpartien. Gummifluss ist ein Zeichen, dass Leitungsbahnen durch Pilzmyzel verstopft oder durch toxische Ausscheidungen zusammengebrochen sind.

Unter bestimmten Bedingungen ist der Baum in der Lage, ein Wundgewebe zur Abgrenzung der Infektion zu bilden. Das sind die krebsähnlichen Wülste, oft verbunden mit einer Trennung des gesunden und des befallenen Gewebes.

Auf absterbendem Holz erscheinen warzenähnliche Verdickungen, die zum deutschen Namen "Krötenhautkrankheit" geführt haben. Wenn die innere Entwicklung fortgeschritten ist, öffnen sich Poren auf den Erhebungen und es treten bei feuchter Witterung wurstähnliche Sporenmassen hervor. Regen und Insekten verteilen die Sporen, um bei entsprechender Disposition eine nächste Infektion zu verursachen.

nach obenGegenmaßnahmen und Vorbeugung

Gegenmaßnahmen sind dann zu empfehlen, wenn das Auftreten erwartet wird. Wichtigste Aktion ist das Beseitigen von Infektionsquellen. Zwei Spritzungen mit Kupfer während und nach dem Blattfall schützen die Blattnarben. Während des Sommers können Trockenperioden Voraussetzungen schaffen. Daher kann eine zusätzliche Wassergabe eine vorbeugende Maßnahme sein.

Schlagworte dieser Seite

Apfel, Aprikose, Birne, Kernobst, Kirsche, Krötenhautkrankeit, Pfirsich, Pflanzenschutz, Pilzbefall, Pilzerkrankung, Pilzinfektion, Quitte, Steinobst, Valsa-Krankheit, Zwetschge
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