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Staudenpflanzung auf sommertrockenen Beeten

September 2003 Ohne Wasser kein Pflanzenleben. Wichtiger Pflanzennährstoff, der den Pflanzenaufbau fördert, denn die Pflanzensubstanz besteht zu 95 % aus Wasser. Es dient dem Nährstofftransport in der Pflanze von der Wurzel bis in die höchste Baumkrone. In der Gartengestaltung spielt es eine nicht minder wichtige Rolle, wie zur Belebung von Wasserflächen in Form von Spring- und Plätscherbrunnen.


nach obenBodenarten – Wasserhaushalt

Jegliche erfolgreiche Gartenarbeit ist von der Bodenbeschaffenheit abhängig; sei es im Obst- und Gemüsebau oder im Zierpflanzenbau. Zu unterscheiden sind Ton-, Lehm- und Sandböden. In der reinen Form lassen sie sich für Gartenkulturen nicht verwenden. Ton- und Lehmböden sind wasserhaltend, kalt und frei von Humusstoffen. Sandböden sind leicht zu bearbeiten, wenn die Wasserversorgung gewährleistet ist. Vollkommen wäre eine Mischung des oben genannten Bodengefüges, nämlich eine Zusammensetzung aus humosem, kalkhaltigem Lehm. Ausgesprochene Sandböden lassen sich durch zersetzbare Humusstoffe (Mist, Torfkompost) verbessern. Meist fehlt es den Böden an Kalk, der durch gemahlenen kohlensauren Kalk (bis 24 kg auf 100 m2) erreicht wird. Keinesfalls aber gebrannter Kalk!

nach obenStauden für gelegentliche Wassergaben

Klimatisch bedingt steht uns das Wasser alljährlich nur in sehr unterschiedlicher Menge zur Verfügung, sodass nur zusätzliches Wasser Abhilfe schafft.

Pflanzen, die mit ihrem "Nass" äußerst sparsam umgehen sind die trockenheitsliebenden Landpflanzen, auch Xerophyten bezeichnet. Sie bewohnen den amerikanischen Doppelkontinent und werden vorwiegend unter Kakteen und Sukkulenten zusammengefasst. Nicht von ihnen wird berichtet, sondern von jenen gartenwürdigen Stauden, die bei anhaltender Trockenheit gelegentliche Wassergaben nicht entbehren können.

nach obenKleine Auslese

Nachweislich sind im Pflanzenreich sonnenblumenverwandte Korbblütler in übergroßer Zahl vorhanden; auch wegen ihrer gleichen Wachstumsbedingungen befinden sich eine Menge unter ihnen. Übersichtshalber werden sie daher bei den Empfehlungen auch gemeinschaftlich aufgeführt.

Rasselblume
© v. Esebeck
Rasselblume

Rasselblume (Catananche)

Catananche caerulea aus dem westlichen Europa wächst am Naturstandort auf trockenen Wiesen und blüht bei einer Höhe von 50 bis 80 cm Höhe von Juni bis September. Sie ist nicht sehr langlebig, sodass für Nachzucht – manchmal auch durch Selbstaussaat – zu sorgen ist. Aussaat Ende März, später eintopfen. Geeignet als hübsche Trockenblume. Vermehrung noch durch Teilung oder Wurzelschnittlinge.

Die deutsche Bezeichnung der Pflanze geht auf die trockenhäutigen Hüllschuppen zurück, die bei Windeinbruch ein gewisses "Rasseln" hervorrufen.

Flockenblume
© v. Esebeck
Flockenblume

Flockenblume

Mit zu den schönsten unter den Arten zählt C. pulcherrima aus Kleinasien. Bis 40 cm hoch und mit fiederteiligen Blättern, blüht sie im Juni, Juli reinrosa an sonnigen Plätzen! Sie setzt eine gute Bodendurchlüftung voraus, da sie Staunnässe nicht verträgt.

Gold-Pippau
© v. Esebeck
Gold-Pippau

Gold-Pippau (Crepis)

Crepis aurea, trockenheitsverträgliche Wildpflanze aus der Bergregion. Dem heimschen Habichtskraut ähnlich blüht er von Juni bis September gelbrot bis orangefarben.

Heiligenkraut
© v. Esebeck
Heiligenkraut

Heiligenkraut (Santolina)

Die zypressenblättrige Art, S. Cyparissus, aus dem Mittelmeerraum, ist ein immergrüner aromatisch duftender Halbstrauch, der mildes Klima bevorzugt. Reichblühend mit gelben oder weißen Blütenköpfchen von Juli bis August. In früheren Zeiten wurde er zur Teppichbeet-Bepflanzung viel benutzt, da sein silber-filziges Laub sich kontrastreich von seinen Nachbarn abhebt. Schnittverträglich wird es heute noch zu niedrigen Einfassungen verwendet. Nach der Blüte Rückschnitt der trockenen Blütenstände; auch Schnitt nach Frostschäden. Einst als Wurmmittel benutzt. Der Haarfilz wurde zu Dochten verarbeitet; sein Name "Dochtkraut" führte dazu. Nicht selten heute noch in alten Bauerngärten anzutreffen.

Verwendbar mit dem Naturbastard, dem Zitronen-Thymian, Thymus × citriodorus, der kaum wuchert, lässt er sich in weiterer Nachbarschaft ansiedeln. Blüte Juli, August mit blass-rosa Blüten und duftend. Da er nicht gänzlich frosthart ist, sollten einige Pflanzen eingetopft und frostfrei überwintert werden.

Edeldistel
© v. Esebeck
Edeldistel

Eseldistel (Eryngium)

Eseldistel-Arten sind, wie Eryngium planum auf Dürrezeiten eingestellt. Mit dornigen Blättern sind sie gegen Tierfraß geschützt, ebenso gegen starke Verdunstung. Verwandtschaftlich werden sie den Doldengewächsen zugeordnet (Möhre, Kerbel). Geeignet für ansehnliche Trockengebinde.

Begleitpflanzen für Miniaturgärten

Minimale Wasseransprüche haben die anspruchslosen Fetthenne-, Steinbrech- und Dachwurzarten. Bei guter Dränschicht lassen sie sich dekorativ im Schmuck ihrer Blüten für jegliche Begrünung verarbeiten, sei es im Kübel, im mobilen Grün bis zum Steingarten.

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Abb. 8: Sonnenhut (Rudbeckia)
Pflanzenstandort und Wasserhaushalt
Rasselblume
Handelsübliche Stauden bereichern den Garten
Bild 1: Schotterwüste mit Stierschädel
Steinwüste und Hitzesommer

Schlagworte dieser Seite:

Edeldistel, Flockenblume, Gold-Pippau, Heiligenkraut, Rasselblume, Staude

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