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Bewegung hemmt das Wachstum

September 2003 In Holland hat man bei Versuchen mit Gewächshaustomaten festgestellt, dass die Berührung und häufige Bewegung der Blätter in den Pflanzen hormonelle Vorgänge auslöst. Diese führen zu einer Hemmung des Streckungswachstums junger Pflanzenzellen und damit zu einem verringerten Längenwachstum, kleinerem Laub und weniger Ertrag. Ein dreimonatiger Versuch ergab folgendes:


Bewegung Pflanzhöhe* Blattoberfläche* Ertrag/m2*
2 x täglich −30 cm −40 %−2,3 kg
1 x täglich ?−27 %−0,7 kg
1 x zweitäglich ? −21 %0 kg
* = gegenüber den "unbewegten" Pflanzen in den Vergleichsparzellen.

Was dem kleinen Fräulein offensichtlich immer wieder Spaß macht – die Pflanzen zu berühren und zu streicheln – hat Auswirkungen.
© Titze
Was dem kleinen Fräulein offensichtlich immer wieder Spaß macht – die Pflanzen zu berühren und zu streicheln – hat Auswirkungen.
Nun liest man, dass Ingenieure einer englischen Universität eine automatische Pflanzenstreichelmaschine entwickelt haben, die die Qualität der Gemüsepflanzen durch "Berührungsmetamorphose" (Metamorphose = Umwandlung) verbessern soll. Ihr bis zu 12-maliger Einsatz/Parzelle bewirkt, dass die Gewächse kürzer (s. oben), kräftiger sowie widerstandsfähiger werden und weniger Pflanzenschutzmitteleinsatz erfordern (Gemüsebau-Praxis 4/01).

Sie sollte nach Erscheinen dieses Berichts in verschiedenen Versuchsreihen getestet werden. Inzwischen hat sich vermutlich auch gezeigt, ob durch ihren Einsatz z. B. bei Tomaten der oben teilweise festgestellte Ertragsrückgang bestätigt wird, ob er gegebenfalls von den Anbauern hingenommen werden kann oder ob sich "Dr. Green" – so wurde das Gerät geheißen – als Flop erwies.

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Der Blick in die Spitze zeigt, dass der Mitteltrieb bereits entfernt wurde und so die Spitze abgeleitet wird. Höhenbegrenzung.
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