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Frostschäden an Himbeeren

Himbeeren
© Jaehner
Himbeeren
Bild 1: Teilweise sind die Ruten gar nicht ausgetrieben oder die jungen Lateralen Seitentriebe sterben bald wieder ab. In einigen Fällen färben sich bereits die Früchte, während das Laub langsam abstirbt.
© von Soosten
Bild 1: Teilweise sind die Ruten gar nicht ausgetrieben oder die jungen Lateralen Seitentriebe sterben bald wieder ab. In einigen Fällen färben sich bereits die Früchte, während das Laub langsam abstirbt.

September 2003 Ganz häufig finden wir um den Zeitpunkt der Ernte den Zustand, den Bild 1 darstellt. Teilweise sind die Ruten gar nicht ausgetrieben oder die jungen Lateralen Seitentriebe sterben bald wieder ab. In einigen Fällen färben sich bereits die Früchte, während das Laub langsam abstirbt.


Im Gegensatz dazu stehen die Jungruten durchweg gesund da. Ihnen ist keine Beeinträchtigung anzusehen. In dieser Situation kann man davon ausgehen, dass die Schäden durch den Frost des letzten Winters verursacht wurden. Blicken wir zurück:

Der erste Wintereinbruch begann überraschend Mitte Dezember mit −10 °C, unmittelbar nach einer recht milden Periode. Man kann davon ausgehen, dass die Pflanzen noch nicht auf einen solchen Wintereinbruch vorbereitet waren.

Bild 2: Auf der linken Seite die ungeschädigten 'Schönemann', während rechts die jungen Triebe ganz normal wachsen, darüber aber kaum fruchtende Seitentriebe vorhanden sind. Erst in der Spitze erkennt man den üblichen Fruchtbehang.
© von Soosten
Bild 2: Auf der linken Seite die ungeschädigten 'Schönemann', während rechts die jungen Triebe ganz normal wachsen, darüber aber kaum fruchtende Seitentriebe vorhanden sind. Erst in der Spitze erkennt man den üblichen Fruchtbehang.
Es bestehen beachtliche Unterschiede zwischen den Sorten. Die klassische Standardsorte 'Schönemann' zeigt kaum Schäden; mehr dagegen die in den letzten Jahren vermehrt gepflanzte 'Tulameen'. Sicherlich sind nicht alle Standorte gleich, aber Bild 2 zeigt den Vergleich in derselben Pflanzung. Auf der linken Seite die ungeschädigten 'Schönemann', während rechts die jungen Triebe ganz normal wachsen, darüber aber kaum fruchtende Seitentriebe vorhanden sind. Erst in der Spitze erkennt man den üblichen Fruchtbehang.

In einem Falle wurde von dieser Sorte eine größere Menge kurz vor Beginn des Frostes gepflanzt. Die Zeit um Saugwurzeln zu bilden war zu kurz. Der mehrere Tage anhaltende Ostwind führte zum Austrocknen der Ruten und so zu einem Totalausfall.

nach obenWie kann man sich gegen Frostschäden schützen?

Nach der Ernte muss die Pflege auf die sichere Winterruhe ausgerichtet werden. Um zu gewährleisten, dass die Pflanzen ausgereift in den Winter gehen, sollten nach Ende Juni keine stickstoffhaltigen Dünger mehr gegeben werden. Wassergaben ab September werden auf ein Mindestmaß reduziert.

Schnittmaßnahmen nach September sollten besser unterbleiben, bis die Winterruhe eingekehrt ist. Neupflanzungen können gefahrlos im Oktober gemacht werden. Voraussetzung ist ein lockerer, krümeliger Boden. Dabei sollten die Jungruten ausgereift und auf jeden Fall ohne Blätter sein. Besser kann es sein, das Pflanzmaterial erst im kommenden Frühjahr zu setzen. Auch dann ist lockerer Boden Bedingung.

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