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Gleichhohe Erträge sind nicht "drin"

© Titze

Juli 2003 Recht gute Übereinstimmung des "dreieckigen" Verlaufs der Buschbohnenerträge, wie sie das Schaubild ausweist, und des dreieckig, in den Verkehrsampel-Farben dargestellten Schemas der Wachstumsbedingungen (Temperatur, Licht) im Freiland.


© Titze
Staffelaussaaten in der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau und Technik Quedlinburg-Ditfurt bezeugten nur ein weiteres Mal, dass Buschbohnen über die Vegetationsperiode hinweg nicht gleichhohe Erträge abwerfen (Diagramm). Der erste Satz des Versuchs, ausgelegt am 9.5.1997 und durch Vlies geschützt ("karierte" Säulen), lag deutlich unter den beiden folgenden. Genauso zeigte die Aussaat vom 28.7. einen starken Ertragsabfall beider Sortengruppen. Und der fünfte Satz (die ohnehin außergewöhnliche, überaus riskante Aussaat Anfang Oktober) misslang trotz Vliesbedeckung völlig: Beim ersten Frost befand er sich noch im Blütestadium und war perdu.

Ganz klar: Die wärmebedürftige Gemüseart gedeiht zwar grundsätzlich etwa zwischen 12 und 35 °C (also in der sog. "Großen Vegetationsperiode"), ihr Optimum aber liegt zwischen etwa 18 und 25 °C, und sie trägt entsprechend reichlich, wenn ihre Entwicklung ungefähr in diesen Temperatur-Bestbereich fällt. Unter 4 °C leiden die Pflanzen an Stoffwechselstörungen, und Frost ist in jedem Falle todbringend.

Die für die Bundesrepublik erarbeitete "Datensammlung für die Betriebsplanung im Intensivgemüsebau" setzt zum Beispiel gebietsübergreifend die zu erwartenden durchschnittlichen Erntemengen so an:

AussaatErträge %
2. Maiwoche86 %
3. Maiwoche93 %
1. Juniwoche100 %
3. Juniwoche93 %
1. Juliwoche86 %

Regional und witterungsbedingt variieren diese Ertragsleistungen natürlich.

Für den Freizeitgärtner werden der 10. bis 15. Juli im allgemeinen für eine Aussaat (möglichst früher Sorten) noch im Bereich des Tolerierbaren liegen. Danach sollte aber auch für ihn in der Regel Schluss mit der Anlage eines Bohnenbeetes sein.

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