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Kahlfraß am Stachelbeerstrauch?

Fast ausgewachsene fressende Larven
Fast ausgewachsene fressende Larven

Juli 2003 Wer Stachelbeersträucher in seinem Garten hat, kennt vielleicht das Bild der blattlosen Zweige mitten im Sommer. Es ist die Folge einer Unachtsamkeit. Die Larven der Stachelbeerblattwespen haben ihr Unwesen getrieben.


Es handelt sich hier um zwei Wespenarten, deren Larven das Blattgewebe zwischen den Blattrippen fressen. Die häufig auftretende Art ist die Gelbe Stachelbeerblattwespe. Der Körper der weiblichen Tiere schimmert gelblich. Der schwarze Kopf hebt sich vom Körper und den schillernden Flügeln ab. Doch bekommt nur der sehr aufmerksame Beobachter die Tiere zu sehen, wenn sie gerade die Eier perlschnurartig entlang der Blattrippen ablegen. Dies geschieht meistens im Inneren der Sträucher auf der sonnenzugewandten Seite und beginnt, wenn sich die Blätter voll entwickelt haben. Die frisch geschlüpften Larven verursachen einen Schabefraß: es bleibt die feste obere Zellschicht stehen. Nach wenigen Tagen fressen die hell- bis dunkelgrünen Larven in beachtlicher Geschwindigkeit das Blattgrün zwischen den Blattrippen weg. Da die Eier in Mengen abgelegt werden, kann ein Strauch in zwei bis drei Wochen kahl gefressen sein. Berührt man den Strauch unsanft, lassen sich die Tiere zu Boden fallen. Nach Beendigung des Larvenstadiums folgt die Verpuppung im Boden, die nur zehn bis vierzehn Tage benötigt. Je nach Klima und Wetter folgen zwei bis vier Generationen im Jahr.

Ein im Juni kahl gefressener Strauch.
Ein im Juni kahl gefressener Strauch.
Eine andere, weniger häufig auftretende Art ist die Kleine Stachelbeerblattwespe. Sie unterscheidet sich von der vorgenannten durch die grauschwarze Körperfarbe und die geringere Größe. Die gelblichgrünen Larven fressen ebenso gierig.

Für den Laien ist die Unterscheidung unwichtig. Entscheidend für ihn ist vielmehr das frühestmögliche Erkennen des Befalls. Denn oft reicht die Zeit zwischen Erkennen, sprich Behandeln und einer möglichen Ernte nicht mehr aus. Daher sollte man in der Zeit von der vollen Blattentwicklung bis zur Ernte die Blätter auf die markante Eiablage und den begonnenen Fraß beobachten. Wenn eine chemische Bekämpfung nicht angebracht ist, kann man mit einem scharfen Wasserstrahl einen gewissen Erfolg erreichen.

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Gelbe Stachelbeerblattwespe, Kleine Stachelbeerblattwespe, Stachelbeere

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