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Tipps: Rasenanlage

Dr. agr. Harald Nonn, Leiter der Rasensaatgut-Forschung bei Wolf-Garten
Dr. agr. Harald Nonn
Leiter der Rasensaatgut-Forschung bei Wolf-Garten

Juni 2003 Dr. agr. Harald Nonn ist Leiter der Rasensaatgut-Forschung bei Wolf-Garten. Exklusiv für Sie, liebe F+G-Leser, gibt er seine Erfahrungen für einen schöneren Rasen weiter.


nach obenDüngung

Damit die jungen Rasenpflanzen schnell ein dichtes Wurzelwerk und viele Blätter bilden, benötigen sie die richtigen Nährstoffe in ausreichender Menge. Die Gräser brauchen bei der Aussaat Dünger mit viel Phosphor. Der Wolf-Garten Starter-Dünger versorgt die jungen Gräser in den ersten Wochen mit allen notwendigen Nährstoffen, insbesondere mit ausreichend Phosphor. Der Rasen wird schneller dicht und rascher nutzbar.

nach obenRau oder Glatt

Mit dem Rechen wird das Saatgut in den Boden eingeriegelt.
© WOLF-Garten
Mit dem Rechen wird das Saatgut in den Boden eingeriegelt.
Nach dem Ausbringen von Saatgut und Dünger wird die gesamte Fläche mit dem Rasenrechen flach abgezogen. Hierbei wird das Saatgut bis etwa 1 cm Tiefe im Boden eingeriegelt und hat besten Bodenkontakt. Die raue Bodenoberfläche sorgt dafür, dass Regen und Beregnungswasser schneller versickern und den Boden nicht fortschwemmen. Das immer wieder empfohlene Walzen der Fläche sorgt zwar auch für einen Bodenschluss des Saatgutes, verdichtet aber die Bodenoberfläche und es kommt sehr rasch zu Abschwemmungen. Zudem bleibt alles Saatgut an der Oberfläche liegen und kann rasch austrocknen.

nach obenWässern

Die Keimung der verschiedenen Rasengräser in einer Mischung verläuft über einen Zeitraum von 1 bis 3 Wochen. Da die Keimlinge ihren hohen Wasserbedarf noch nicht durch ein perfektes Wurzelsystem decken können, entscheidet in dieser Zeit eine geregelte Wasserversorgung über den Erfolg. Die obere Bodenschicht muss stets genügend Feuchtigkeit enthalten, damit die empfindlichen Rasenkeimlinge nicht austrocknen. Daher muss bei trockener Witterung vier- bis fünfmal täglich für ca. zehn Minuten beregnet werden. Bereits nach vier bis sieben Tagen sehen Sie das erste Ergebnis in Form von zarten, grünen Hälmchen. Trotzdem müssen Sie jetzt die Bewässerung kontinuierlich weiterführen.

nach obenSchnitt

Wenn das Gras 8 bis 10 cm hoch gewachsen ist, erfolgt der erste Schnitt. Aber bitte nicht tiefer als 5 cm schneiden. Das Schnittgut wird aufgesammelt. Bitte achten Sie darauf, dass die Messer des Mähers scharf sind und die Gräser sauber geschnitten werden. Stumpfe Messer reißen eventuell die noch nicht fest verwurzelten Gräser aus dem Boden und hinterlassen ausgefranste Wundränder an den Blättern. Dies sieht zum einen unschön aus, zum anderen können in diese Wunden leicht Krankheitserreger eindringen.

Probleme bei Einsaaten

nach obenKeimung

Gutes Rasensaatgut ist auch einige Jahre nach seiner Abmischung immer noch ausreichend keimfähig. Eine schlechte oder ungleichmäßige Keimung ist fast immer das Resultat einer unzureichenden Wasserversorgung. Wenn das Saatgut einmal aufgequollen ist und der Keimvorgang eingesetzt hat, darf dieser Prozess nicht zum Stillstand kommen. Trocknet in dieser Zeit das Saatbett aus, wird der Keimprozess gestört und der Keimling stirbt ab. Kahlstellen oder schütterer Rasen sind die Folge. Deshalb: Während der ersten 3 Wochen darf das Keimbett nicht austrocknen. Bei Trockenheit mehrmals am Tag kurz beregnen.

nach obenLücken

Lücken entstehen meistens durch ungleichmäßige Ausbringung des Saatgutes, insbesondere dann, wenn das Saatgut per Hand ausgestreut wurde. Auch darf das Saatgut beim Einrechen nicht zu tief vergraben werden. Manchmal bleiben auch Lücken an kleinen Senken übrig, da hier das zusammenlaufende Wasser das Saatgut erstickt hat. In beiden Fällen müssen diese Lücken so rasch wie möglich mit der Originalmischung nachgesät werden.

nach obenUnkraut

Gute Rasenmischungen enthalten keine Unkrautsamen. Mit dem Rasensaatgut aufkeimendes Unkraut stammt aus dem sehr großen Samenvorrat eines jeden Bodens. Diese Unkrautsamen finden natürlich durch die gute Saatbettvorbereitung ideale Auflaufbedingungen vor. Deshalb sind manche Raseneinsaaten auch stark mit Unkraut durchsetzt. Doch keine Panik: Viele dieser Unkräuter verschwinden durch den regelmäßigen Schnitt von selbst, da es sich um nicht schnittverträgliche Unkräuter oder einjährige Pflanzen handelt. Auch deshalb ist das rechtzeitig einsetzende und regelmäßige Mähen so wichtig. Die noch verbleibenden, ausdauernden Unkräuter wie Gänseblümchen, Löwenzahn oder Wegerich können manuell ausgestochen werden.

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Schlagworte dieser Seite:

Düngung, Rasen, Rasenanlage, Rasenpflege

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