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Blauregen – ein eindrucksvoller Schlinger

Juni 2003 Jetzt blüht er wieder und macht mit seinen langen Blütentrauben einen gewaltigen Eindruck. Die Eigenschaft gewaltig trifft auch auf seine Wuchskraft zu.


Der Goldregen Laburnum watereri 'Vosii' mit seinen goldgelben Blüten ergibt einen guten Kontrast zu den hellvioletten Farben des Blauregens.
© Opitz
Der Goldregen Laburnum watereri 'Vosii' mit seinen goldgelben Blüten ergibt einen guten Kontrast zu den hellvioletten Farben des Blauregens.
Der Schlinger kann bis zu 8 m und im Extremfall bis zu 15 m hoch werden und so ganze Giebelwände von Häusern in ein Blütenmeer verwandeln und begrünen. Seine Höhe lässt sich jedoch durch Zurückschneiden der diesjährigen Triebe begrenzen, was bei Bedarf auch zweimal, nach der Blüte und im Juni/August vorgenommen werden kann. Es ist also durchaus möglich mit dem Blauregen Pergolen oder Lauben zu begrünen. Er muss bei weitem nicht 8 bis 15 m hoch werden. Wir sollten diesen Schlinger aber gut im Auge behalten. Wenn er Dachrinnen und Regenrohre umschlingt kann er auf lange Sicht diese zusammendrücken.

Der Blauregen verfügt über keine Haftwurzeln mit denen er sich an einer Mauer festklammern kann, wie z. B. der Efeu, sondern ist auf Kletterhilfen (ein Gerüst oder gespannte Drähte) angewiesen, die er mit seinen Trieben umwinden und sich so festhalten kann.

Etwas Besonderes für den Garten ist Blauregen der als Hochstamm angezogen wurde. Die kleinen Bäumchen können zum Beispiel zu zweien links und rechts vom Eingang oder auch als Solitär an der Terrasse gepflanzt werden. Die Triebe müssen hier, wie oben beschrieben, zweimal im Jahr stark zurückgeschnitten werden.

Blauregen ist wärmeliebend, kann die volle Sonne gut vertragen und ist somit für sonnige und auch halbschattige Lagen gut geeignet – z. B. für die Pergola über der Südterrasse. Der Boden soll tiefgründig, locker und nährstoffreich sein und im schwachsauren bis schwachalkalischem Bereich liegen. Bei hohen pH-Werten (alkalischer Bereich) kann Eisenchlorose (Gelbfärbung der Blätter) auftreten.

Beim Pflanzenkauf sollte darauf geachtet werden, dass man vegetativ vermehrten Blauregen, der von ausgesuchten Mutterpflanzen nachgezogen wurde, erwirbt. Diese Pflanzen blühen reicher und haben auch größere Blütentrauben als die aus Samen angezogenen. Bei jungen Pflanzen ist es zweckmäßig – auch um die Blütenbildung zu fördern – die Triebe nach der Blüte und im Juli/August um etwa zwei Drittel zurückzuschneiden.

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Eindrucksvoll die bis zu 30 cm langen Blütentrauben der Wisteria sinensis.
© Opitz
Eindrucksvoll die bis zu 30 cm langen Blütentrauben der Wisteria sinensis.
Es besteht aus den beiden Arten
  • Wisteria sinensis – Chinesischer Blauregen und
  • Wisteria floribunda – Japanischer Blauregen.

Wisteria sinensis – hat 15 bis 30 cm lange, dicht besetzte und duftende Blütentrauben. Er blüht etwas früher als Wisteria floribunda im Mai/Juni und vor dem Austrieb der Laubblätter. Eine schöne violettblaue Blüte weist die Sorte 'Prematura' auf.

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Violette, 20 bis 50 cm lange Blütentrauben zeichnet Wisteria floribunda aus. Die Blüten bei dieser Art erscheinen gleichzeitig mit den Laubblättern Ende Mai/Juni.

'Blue Dream' beeindruckt als eine sehr reich- und hellviolettblau blühende sowie gut duftende Sorte.

Wisteria floribunda 'Rosea' blüht hellrosa. Die Spitzen des Schiffchens und der Flügel von den Blüten sind purpur gefärbt. Diese Sorte duftet ebenfalls. Ihre Blütentrauben werden bis zu 35 cm lang.

Erwähnt werden soll, dass es von beiden Wisteria-Arten auch weiße Sorten gibt, wie zum Beispiel Wisteria floribunda 'Snow Shower' mit ihren langen, dichtbesetzten weiß blühenden Trauben.

Blauregen und Goldregen haben nicht nur gemeinsame Namensendungen wegen ihrer Blütenfülle. Sie blühen auch im gleichen Zeitraum und ihre blauen sowie gelben Töne ergänzen sich zu einer eindrucksvollen Farbkomposition.

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Goldregen
Schere? Nein danke! Gehölze die (fast) ohne Schnitt auskommen
Rankhilfe: Kletterrose an Obelisk
Kletterplanzen auf einen Blick
Wisteria sinensis brachibotrys 'Okayama Fuji'
Faszination Blauregen

Schlagworte dieser Seite:

Blauregen, Chinesischer Blauregen, Japanischer Blauregen, Schlinger

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