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Robuste Blütensträucher des Vorsommers

Juni 2003 Erfahrungsgemäß braucht jedes Haus ein Fundament. Im übertragenen Sinn wird auch der Boden als "Fundament" des Gartens bezeichnet, der für Entspannung und Erholung bedeutsam ist; zugleich als Ziergarten dient sowie dem Eigenanbau von Gemüse.


Betrachtet man den Begriff des Bodens näher, so ist festzustellen, unter welchen Bedingungen Hausgärten angelegt werden. Oft wurde der anfänglich lockere durchlüftete Boden so stark gewalzt und verdichtet, dass man sich fragt, wie schafft es die Pflanze, dort zu existieren. Mit Recht lässt sich daher die Pflanze als "Überlebenskünstler" bezeichnen.

Landschaftliche Reize und Naturschönheiten sind in vielen Gegenden der Bundesrepublik zum Anziehungspunkt geworden. Die Landschaft ist durchsetzt mit gesunden Wiesen, Äckern und Waldbeständen, die sich mit etwa 30 % über Mitteleuropa erstrecken. Bedauerlicherweise wurden in den vergangenen Jahrhunderten heimatliche Kulturlandschaften durch Rodungen stark dezimiert; vielerorts entstanden erhebliche Bodenerosionen (Bodenabtrag). Betrachtet der Pflanzenfreund die Pflanzendecke seiner näheren Umgebung floristisch (pflanzenmäßig), so stellt er fest, dass nach Eingriffen des Menschen in das Landschaftsgefüge – Boden mit Umfeld – sich das charakteristische Vegetationsbild wieder eingefunden hat.

Fazit: Das gestörte ökologische Gleichgewicht eines Standorts kann nur im Hinblick auf den Naturhaushalt "zurückerobert" werden.

nach obenDeck- und Blütensträucher

Bei der Wahl von Gehölzen unterscheidet der Landschaftsgärtner Vor- oder Decksträucher; vorrangig aber Blütengehölze in ihrer Natürlichkeit. Erstere sind äußerst widerstandsfähige Laub- und immergrüne Gehölze, die der Abdeckung (Grenz- und Schutzpflanzung) dienen. Die zweite Gruppe umfasst die ansehnlich blühenden Gehölze, die gerade als "Solitär" eindrucksvoll in Erscheinung treten.

nach obenBlütengehölz-Sortiment

Zierapfel Malus × purpurea 'Eleyi'
© v. Esebeck
Zierapfel Malus × purpurea 'Eleyi'

Zierapfel (Malus)

Schon in vorgeschichtlicher Zeit gehört der Holz-Apfel zu den wichtigsten Fruchtgehölzen. Neben den zahlreichen Kulturäpfeln von hohem gesundheitlichem Wert stehen die erlesenen Zieräpfel. Ursprünglich stammen sie aus Asien, Nord-Amerika und Japan. Ihre Kulturformen in ergiebiger Zahl fanden mit ihrem unterschiedlichen Wuchs, der Blütenfarbe und farbigem Fruchtbehang als Gartenschmuck viel Gefallen. Einbezogen in den Wohnbereich oder in eine Gemischtpflanzung beleben sie Gartenteile ganz besonders.

Die Fülle der Sorten kennt keine Grenzen, Nennenswert:
  • 'Charlottae': zartrosa, gefüllt, duftend
  • Malus × purpurea 'Eleyi': weinrot, reichblühend
  • 'Hillieri': hellrosa

Blüte: Mai, Juni
Lage: sonnig bis lichtschattig auf frisch feuchtem Boden

Judasbaum (Cercis Siliquastrum)
© v. Esebeck
Judasbaum (Cercis Siliquastrum)

Judasbaum (Cercis siliquastrum)

Mehrstämmiger Großstrauch aus dem Mittelmeerraum; auch als "Baum von Judaea" bezeichnet, der durch prachtvolle lilarosa Blüten vor Laubbeginn unter den Gehölzen seinesgleichen sucht. Typisch für ihn ist die "Stammblütigkeit", die für mitteleuropäische Gehölze nicht zutrifft. Blüten und Fruchthülsen entwickeln sich aus dem alten Holz.

Blüte: April, Blätter rundlich-nierenförmig von gefälligem aparten Aussehen
Boden: kalkliebend, sandig, lehmig, aber geschützt pflanzen

Tamariske (Tamarix tetrandra)
© v. Esebeck
Tamariske (Tamarix tetrandra)

Tamariske (Tamarix tetrandra)

Locker aufgebauter Strauch von 4 m Höhe mit rotbraunen rutenförmigen Trieben und nadelförmigem Aussehen. Blüten an schuppenförmigem Zweigwerk im Mai, Juni. Zur Blütezeit mit rosafarbenen Blüten ist er wie von einem Schleier umhüllt. Bereits ein Exemplar bietet einen malerischen Anblick und erinnert an das sonnenreiche Mittelmeergebiet. Mäßiger Rückschnitt nach der Blüte. Geeignet für Pflanzung im Heidegarten mit Ginster, Wacholder.

Deutzie/Sternstrauch (Deutzia × rosea)

Mittelhohe Sträucher mit erstaunlichem Blütenreichtum. Blüte: Juni, Juli. Sie gehören nicht in den Naturgarten. Freiwachsend fügen sie sich in die gemischte Pflanzung. Hübsch Deutzia × rosea, weiß-rosa überlaufen. Niedrig Deutzia gracilis, weiß, auch für den Pflanzkübel empfehlenswert.

Zwergmispel (Cotoneaster multiflorus)
© v. Esebeck
Zwergmispel (Cotoneaster multiflorus)

Zwergmispel (Cotoneaster multiflorus)

Die zahlreichen Arten sind ostasiatischer Herkunft und stellen geringe Bodenansprüche. Durch Reichblütigkeit zeichnet sich die Vielblütige Zwergmispel aus. Ihr Artname multiflorus belegt ihre enorme Blühfähigkeit im Mai. Der leicht übergeneigte Strauch wirkt in freier Pflanzung. Bezaubernd im Herbst mit rotem Fruchtschmuck.

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!

Rotdorn (Crataegus)

Abschließend der Rotdorn (Crataegus), ein kleiner Baum, auch strauchig im Handel. Er ist ein Blütenbaum besonderer Art. Er passt nicht in die Gehölzrabatte, sondern an Plätze oder Siedlungsstraßen als Schmuckbaum.

Im Mai überrascht die Sorte Crataegus laevigata 'Paul’s Scarlet', mit rotgefüllten Blüten. Leider wird er nur zu oft in Kugelform geschnitten, was dem natürlichen Wuchs nicht entspricht.

Schattenglöckchen
Mehr Platz für Nachfrühlingsboten
Wenn Bienen beim Pollen sammeln von Blüte zu Blüte fliegen, bestäuben sie die Pflanzen.
Ein Garten für Bienen
Das Tränende Herz (Dicentra spectabilis) wächst in vielen Bauerngärten. Halten Sie bei drohender Kälte schützendes Gartenvlies bereit, damit die frostempfindlichen Blüten dieser Staude nicht den Eisheiligen zum Opfer fallen.
Grüne Tipps im Mai

Schlagworte dieser Seite:

Blütensträucher, Deutzie, Judasbaum, Rotdorn, Sternstrauch, Tamariske, Zierapfel, Zwergmispel

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