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Mehr Grün im Wohnraum

März 2003 Ein Wohnen mit Blumen bringt Lebensfreude ins Haus. Das gärtnerische Angebot an Blatt- und Blütenpflanzen ist so umfassend und macht die Wahl oft nicht gerade leicht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Pflanzenwahl vorwiegend nur nach optischen Empfindungen vorgenommen wird, was durchaus verständlich ist, oft auch nach ihrem attraktiven Aussehen, wobei der endgültige Platz meist unberücksichtigt bleibt und dem Wachstum nicht gerade entspricht.


nach obenGrundsätzliches vor dem Pflanzenkauf

Alle Zimmerpflanzen sind tropischer Herkunft, also aus fernen Ländern, wo sie sich in unterschiedlichen Lebensräumen angesiedelt haben. Die Aufgabe des Pflegers besteht nun darin, zu versuchen, sie unter gegebenen Wohnverhältnissen bei naturnahen klimatischen Verhältnisssen zu kultivieren. Oberster Leitsatz ist es, die Pflanzenkollektion nach der augenblicklichen Wohnlage auszuwählen, um nicht später von ihrem nicht sonderlichen Äußeren enttäuscht zu sein.

Der Platz an einem Südfenster, eine Lage zwischen Glasscheibe und Gardine, ist nicht gerade anzuraten, da die Sonneneinwirkung die Pflanzen negativ beeinträchtigt. Günstiger dagegen für das Wohlbefinden und problemlos in der Haltung sind Ostlagen im Wohngebiet. Zu schattige Stellen wie etwa dunkle Ecken entsprechen nicht den Lebensansprüchen der Pfleglinge auf die Dauer. Zu erinnern wäre an den diffusen Lichteinfall in einem Waldgebiet, wo ausgesprochene Schattenbewohner den Boden bedecken.

Eine kleinere Auswahl beliebter Zimmerpflanzen soll Ihnen die Qual der Wahl erleichtern helfen. Zur Belebung des Wohnraums und zur Unterbrechung werden einige Blüten- und Blattpflanzen vorgeschlagen, die zum Teil als Ampel- und Kletterpflanze dem Heim eine persönliche Note geben.

Belichtungsstärken

Volle Sonne
160.000 – 320.000 Lux
Leichter Schatten
40.000 – 80.000 Lux
Schatten
10.000 – 20.000 Lux

nach obenGlanzkölbchen (Apelandra squarrosa)

Glanzkölbchen
© Esebeck
Glanzkölbchen
In den 60er Jahren fand eine Warmhauspflanze Amerikas häufig Beachtung.

Pflege: Durch die Zentralheizungen ist die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen zu gering und das Wachstum lässt zu wünschen übrig. Abhilfe wird mittels einer Luftbefeuchtung hervorgerufen, doch auch ein Besprühen mit kalkfreiem Wasser fördert die Assimilation (Bildung organischer Substanz). Während der Blüte ist reichlich zu gießen, denn der Topfballen darf nicht austrocknen.

Temperatur: 18 bis 22 °C; Standort möglichst hell.

Blütezeit: Sommer.

nach obenGelber Hopfen, Dickähre

Gelber Hopfen
© Esebeck
Gelber Hopfen
Eingeführt als "neue" Zimmerpflanze hat das Gewächs eine gewisse Ähnlichkeit mit der vorher erwähnten, obgleich sie bereits im 19. Jhrd. auf den Markt kam und die Bürgerhäuser schmückte. Ansprechend ist der gelbe zapfenartige Blütenstand mit herausragenden weißen Blüten.

Pflege: Blühend ist sie reichlich zu wässern; auch Eintauchen mit Topf hat sich bewährt. Liebt hohe Luftfeuchte und lichte Räume. Nach einem Rückschnitt und Neuaustrieb lässt sich die reizvolle Pflanze durch Stecklinge vermehren!

Temperatur: im Winter 10 bis 15 °C.

Zweifarbiger Wein
© Esebeck
Zweifarbiger Wein

nach obenKletter- und Hängepflanzen

Den Jungpflanzen sieht man ihren Wuchs nicht an, denn sie haben ihre Eigenschaften von ihrem natürlichen Standort her – um einen festen Halt zu haben (Lianenwuchs). Ihre Urwüchsigkeit signalisiert sich in ihrer aufstrebenden oder hängenden Wuchsform. Ihre Urwüchsigkeit zeigt sich in ihrer aufstebenden oder hängenden Wuchsform. Es sind typische Blattpflanzen, die uns als "Ampelpflanzen" erfreuen. Sie entwickeln sich an Spalieren, Gittern, aber auch hängend auf hellen Podesten. Da im geschlossenen Raum die trockene Luft nach oben steigt, sind Hängepflanzen in ihrer Pflege etwas anspruchsvoller. Sie erfordern eine höhere Luftfeuchte und höhere Wassergaben.

nach obenKleine Auslese

Weinrebengewächse

Unter dem Namen Weinrebengewächse hat sich die Gattung Cissus und ihre Arten einen Namen gemacht.

Weit verbreitet ist der Russische oder Zimmerwein (Cissus antarctica). Bereits 1790 war er im Handel erhältlich. Er beansprucht viel Licht, aber keine volle Sonne.

Pflege: häufig übersprühen.

Temperatur: 15 bis 20 °C.

Außerdem der Königswein (Cissus rhombifolia) mit dreigeteilten Blättern.

Hübsch vom Äußeren noch Cissus discolor mit silbergrauem, marmorierten Blattwerk, unterseits rötlich.

Glockenblume

Glockenblume
© Esebeck
Glockenblume
Unermüdlich im Blühen die Hängende Glockenblume (Campanula isophylla), weiß- und blaublütig.

Pflege: Ausgiebig gießen. Im Oktober Rückschnitt.

Temperatur: 5 bis 10 °C.

Porzellanblume

Gern gesehen die hübsche Porzellanblume (Hoya bella bellus = schön). Die vielblütige Ampelpflanze verlangt leichten Schatten bei 16 bis 20 °C. In der winterlichen Ruhezeit trockener halten.

Blütezeit: Mai bis September.

Bild 3: Wer sich gerne gradlinig, klar und minimalistisch einrichtet, kann sich beispielsweise für Säulenkakteen unterschiedliche Arten begeistern.
Zimmerpflanzen für Lässige bis Nachlässige
Gartenspaß statt Schneckenfraß
Die schönsten Rosenbegleiter

Schlagworte dieser Seite:

Dickähre, Gelber Hopfen, Glanzkölbchen, Glockenblume, Königswein, Porzellanblume, Zimmerpflanze, Zimmerwein

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