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Stallmistpackung nach altem Rezept

Februar 2003 Eine ausgesprochene "Gemüsefrühtreiberei" mit Beginn um Mitte Februar gelingt nur mit Pferdemist – von einem beheizten warmen Kasten abgesehen.


Mit reinem Rindermist, der den Boden weniger gut erwärmt, lässt sich dagegen erst gegen Ende Februar bis Anfang März etwas anfangen. Kalte Mistarten wie Geflügel- oder Schweinedung sind zum Treiben überhaupt nicht geeignet.

nach obenEinrichten des Frühbeets

Je fester der Stallmist eingetreten wird, desto langsamer geht die Wärmeentwicklung vor sich.
© Niller
Je fester der Stallmist eingetreten wird, desto langsamer geht die Wärmeentwicklung vor sich.
Die aufgebrachte Erdschicht muss für Gemüsekulturen gut 20 cm betragen.
© Niller
Die aufgebrachte Erdschicht muss für Gemüsekulturen gut 20 cm betragen.
Für eine gute Erwärmung der Erde muss die Höhe der Mistpackung 40 bis 50 cm betragen. Je stärker verdichtet wird, desto langsamer ist die Wärmeentwicklung. Deshalb empfiehlt es sich, im zeitigen Frühjahr nicht allzu fest zu packen und trockenen Pferdedung mit warmem Wasser gut anzufeuchten. Die aufgebrachte Erdschicht von etwa 20 cm Stärke sollte einen Abstand von 30 cm zum Glas nicht überschreiten. Erst nach drei bis fünf Tagen, dem Zeitraum, in dem die Ammoniakgase entweichen, ist ein mit Pferdemist gepacktes Frühbeet gebrauchsfertig. Zum Schutz vor Kälte und Frost werden die Außenseiten des Beets mit Laub, Stroh oder Stallmist umgeben.

nach obenLüften

Gerade beim gepackten Mistbeet darf man mit dem Lüften nicht zu ängstlich sein – nach dem Grundsatz: Lieber etwas zuviel als zu wenig. Nicht schließender Kopfsalat ist immer ein Zeichen ungenügender Lüftung.

nach obenNutzungsmöglichkeiten im Frühjahr

  • Saat und Pflanzung von Rettich und Radieschen
  • Pflanzung von Kopf-, Eis- und Pflücksalaten und Kohlrabi
  • Aussat von Kresse und Schnittsalat.

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Schlagworte dieser Seite:

Düngung, Frühbeet, Stallmist, Treiberei

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