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Grünkohl

Erst bei Kälte gewinnt Grünkohl sein volles Aroma.
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Erst bei Kälte gewinnt Grünkohl sein volles Aroma.

November 2002 Kaum eine andere Kohlart eignet sich so gut als Nachkultur wie Grünkohl. Er kann mit anderen späten Gemüsearten in Mischkultur stehen und gedeiht bei guter Wasserversorgung sogar im Halbschatten. Seine stark gekrausten Blätter enthalten mehr Mineralstoffe und Carotin als die anderen Kohlarten. Im Vitamin-C-Gehalt wird er nur von Petersilie und Paprika übertroffen. Niedrige Temperaturen lassen seinen Zuckergehalt ansteigen, wodurch er erst sein volles Aroma gewinnt.


Die gelbliche Blattfärbung ist ein deutliches Zeichen für Nährstoffmangel.
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Die gelbliche Blattfärbung ist ein deutliches Zeichen für Nährstoffmangel.
Obwohl er als frosthart gilt, kommt es bei Kahlfrösten oft zu starken Blattschädigungen, vor allem ausgangs des Winters. In exponierten Gebieten wird man gut daran tun die Blätter Ende des Jahres abzunehmen und einzufrieren.

Der Grünkohl stellt an Klima und Boden nicht allzu große Ansprüche. Empfindlich reagiert er auf Staunässe, Bodenverdichtung und Nährstoffmangel mit vorzeitigem Vergilben seiner Blätter. Deshalb sollte neben einer Kompostgabe auf eine zusätzliche Grunddüngung vor dem Anbau nicht verzichtet werden. Nach starken Niederschlägen ausgangs des Sommers nehmen die Pflanzen nicht selten eine fahlgrüne oder gelbliche Färbung an, ein deutliches Zeichen für Nährstoffmangel. Eine sofortige Zusatzdüngung zum Beispiel in Form von 35 g Nitro-phoska perfekt oder 20 g Kalkammonsalpeter je Quadratmeter ist dann angebracht. Organische Düngergaben sind in dieser Zeit nicht mehr wirksam.

Violetter Grünkohl bringt etwas Farbe in den Gemüsegarten.
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Violetter Grünkohl bringt etwas Farbe in den Gemüsegarten.

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Eine eigene Pflanzenanzucht mit Aussaat auf einem kleinen Beet von Mitte Mai bis Mitte Juni bringt nach vier Wochen bei guter Pflege kräftige Setzlinge. Eine zweimalige flüssige Volldüngergabe in einer Konzentration von 0,3 % (= 3 g bzw. 3 ml je Liter Wasser) kann ihr Wachstum besonders fördern. Die Pflanzzeit erstreckt sich von Anfang Juli bis Anfang August. Der optimale Abstand beträgt 50 × 50 cm.

Außer den üblichen Hack- und regelmäßigen Gießarbeiten sind kaum weitere Pflegemaßnahmen erforderlich; auch von Krankheiten und Schädlingen wird der Grünkohl weitgehend verschont.

Neben den älteren grünen Sorten wie 'Halbhoher grüner krauser', 'Lerchenzungen' und 'Fribor' sind neuerdings auch violette Sorten auf dem Markt. Sie verlieren jedoch ihre violette Farbe bei der Zubereitung.

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Diesen Artikel kommentieren (1)

1
|
19. Februar 2011

holzapfel

Leider stimmt das mit den Schädlingen nicht, die weiße Fliege macht inzwischen den Grünkohlanbau unmöglich,nicht einmal Kaninchen fressen die Blätter mit demweißen Eibelag, Netze sind die einzige Möglichkeit etwas zu ernten

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