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Möhrenfarbe auch temperaturbedingt

September 2002 Abhängig von der Sorte sind die Mohrrüben durch Karotine unterschiedlich intensiv gefärbt. Doch der jeweils genetisch umrissene Farbton – Außenfarbe nach Beschreibende(r) Sortenliste 1995 des Bundessortenamtes (BSA) "orange" bis "rot" – und damit der Karotingehalt*, sind nichts Unveränderliches.


Die Außenfarbe einer Möhrensorte ist im Prinzip erblich festgelegt. Im breiten Sortiment schwankt sie zwischen Orange und Rot…
© Titze
Die Außenfarbe einer Möhrensorte ist im Prinzip erblich festgelegt. Im breiten Sortiment schwankt sie zwischen Orange und Rot…
Sie können z. B. durch den Einfluss der Temperatur schwanken. Ist diese niedrig, fällt die Ausfärbung heller aus; dagegen entwickeln sich unter Sommerbedingungen mit mittleren Wärmegraden (18 °C; KRUG 1991) besser gefärbte Rüben. In einem vor etwa 15 Jahren erschienenen Katalog der dänischen Samenzuchtfirma Ohlsens Enke wurde dieser Zusammenhang in einer Schwarz-Weiß-Skizze demonstriert. Daran angelehnt, wird die Wechselbeziehung hier farbig dargestellt.

Ob indes die Intensität der Möhrenfärbung oberhalb von etwa 20 °C wieder nachlässt, erscheint insoweit nicht ganz gesichert, als nach Prof. SCHUPHAN – seinerzeit Leiter der Bundesanstalt für Qualitätsforschung pflanzlicher Erzeugnisse in Geisenheim – der Karotingehalt unter mitteleuropäischen Anbaubedingungen mit zunehmender Temperatur ansteigen soll. Präzise Daten und Grenzen nennt er in seinem Buch "Mensch und Nahrungspflanze" (1976‌) allerdings nicht. Die Verknüpfung wird darin nur anhand eines Schemas deutlich gemacht. Dieses Modell lässt auch erkennen: Geringere Niederschläge, größere Pflanzenabstände, eine längere Vegetationsperiode und ein gesteigertes Rübenvolumen (größer, dicker) führen gleichermaßen zu höheren Karotingehalten und damit zu einem intensiveren Farbton der Rüben.

…äußere Einflüsse - hier zum Beispiel die Temperatur - vermögen sie aber zu verändern.
© Titze
…äußere Einflüsse - hier zum Beispiel die Temperatur - vermögen sie aber zu verändern.
"Die Qualität der Möhre wird durch die Intensität und Gleichmäßigkeit der Ausfärbung von Herz- und Rindenteil mitbestimmt. Der ernährungsphysiologische Wert ergibt sich vor allem aus dem Gehalt an Karotin und Zucker. Dieser hängt nicht nur von der Sorte, sondern auch vom Reifegrad bei der Ernte und von der Witterung ab", schreibt das Bundessortenamt.

Karotin gehört zur Gruppe der Carotinoide, die für unsere Gesundheit äußerst förderlich ist.

Vielleicht liefert dieser kleine Hinweis dem einen oder anderen Leser die Erklärung für eventuell irritierende jährliche Farbabweichungen ihm gut bekannter Möhrensortenherkünfte.


* "niedrig" = ca. 8 mg/100 g bis "sehr hoch" = ca. 23 mg/100 g Frischsubstanz (BSA)

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