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Boden und Pflanzenernährung

September 2002 Einwandfrei ernährte Pflanzen sind vorwiegend gesunde Pflanzen – und das in zweifacher Hinsicht. Deshalb sollten wir bemüht sein, unsere Gemüsegewächse so gut wie möglich zu versorgen, damit's ihnen und uns zum Vorteil gereicht.


Für ihr Gedeihen beanspruchen sie neben Wasser, Kohlendioxid der Luft und Sonnenenergie Nährstoffe aus dem Boden. Der muss 13 Mineralstoffe liefern, die für das Wachstum unerlässlich sind:

  • 6 Hauptnährstoffe: Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium, Schwefel, die in relativ großen Mengen aufgenommen werden
  • 7 Spurenelemente: Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Bor, Chlor Molybdän, die in kleinen Mengen aufgenommen werden

Als nützlich für die Entwicklung mancher Gewächse gelten darüber hinaus Natrium, Silizium und Kobalt sowie ein bis zwei weitere Grundstoffe. Sie alle stammen zur Hauptsache aus der Freisetzung des Bodenvorrats, der Zersetzung organischer Substanzen sowie organischen und mineralischen Düngemitteln.

Ob die Nährelemente der Letztgenannten dieser (Stallmist, Kompost u. ä.) oder jener ("Kunstdünger") Abkunft sind, ist den Pflanzen egal. Der Boden ist ihr Speicher und Vermittler an den Aufwuchs. Doch klappt die "Übernahme" nur dann in der erforderlichen Weise, wenn die Bodenverhältnisse günstig sind. Die untenstehende Auflistung zeigt störende und vorteilhafte Einwirkungen. Sie treten nicht immer nur komplett wachstumshemmend oder -fördernd auf, sondern kommen in den einzelnen Gärten oft wechselseitig vor (unterbrochene Pfeile).

Negative Faktoren:  • Bodenverdichtung • Bodenverschlämmung • zu niedriger oder zu hoher pH-Wert (Kalkzustand) • stauende Nässe • trockener Boden • überhöhter Kohlendioxid (CO2-) Gehalt • Sauerstoffmangel • spärliches Wurzelwachstum • Kohlhernie-, Nematodenbefall u.ä.  Positive Faktoren:  • gute Bodenstruktur und gute Sauerstoffversorgung der Wurzeln • bestmögliche Humusversorgung • aktives Bodenleben • optimaler pH-Wert (Kalkzustand) • genügend Bodenfeuchte • genug Bodenwärme • intensive Bodendurchwurzelungs- und tiefreichende Wurzelausbreitungsmöglichkeit*
© Titze; IMAI Masterclips
Negative Faktoren:
  • Bodenverdichtung
  • Bodenverschlämmung
  • zu niedriger oder zu hoher pH-Wert (Kalkzustand)
  • stauende Nässe
  • trockener Boden
  • überhöhter Kohlendioxid (CO2-) Gehalt
  • Sauerstoffmangel
  • spärliches Wurzelwachstum
  • Kohlhernie-, Nematodenbefall u. ä.

Positive Faktoren:
  • gute Bodenstruktur und gute Sauerstoffversorgung der Wurzeln
  • bestmögliche Humusversorgung
  • aktives Bodenleben
  • optimaler pH-Wert (Kalkzustand)
  • genügend Bodenfeuchte
  • genug Bodenwärme
  • intensive Bodendurchwurzelungs- und tiefreichende Wurzelausbreitungsmöglichkeit*

Verspätete Rapsblüte in den leichten Senken als Folge einer intensiveren Bodenfeuchtigkeit …
© Titze
Verspätete Rapsblüte in den leichten Senken als Folge einer intensiveren Bodenfeuchtigkeit …
… und hier als „Quittung“ auf Bodenverfestigungen durch Druck aus den Treckerspuren.
© Titze
… und hier als „Quittung“ auf Bodenverfestigungen durch Druck aus den Treckerspuren.
Die beiden Fotos zeigen großflächig abgegrenzt und deshalb anschaulicher als auf kleinen Gemüsebeeten die Reaktion der Pflanzen auf zwei negative Bodeneigenschaften "in Farbe". Anliegen des Hobbygemüsebauern muss es sein, in seinem und im Interesse der eingangs erwähnten gesunden Gemüsepflanzen sowie deren Erträgen, durch entsprechende Verbesserungsmaßnahmen den Boden so weit wie möglich in den "grünen Bereich" (= positive Faktoren der Aufzählung) zu bringen. Dafür sind die Spätsommer-, Herbst- und Frühjahrsmonate zur Behebung einiger der aufgeführten negativen Punkte (Beseitigung von Verdichtungen – evtl. schon durch die Einsaat bodenaufschließender Gründüngungspflanzen – Dränage, Bodenuntersuchungen und ggf. erforderliche Kalkung, "Abfuhr" und Vernichtung [z. B. kohlhernie-] kranker Pflanzen/Wurzeln) günstige Zeiträume.


*Auszugsweise Aufzählung nach Bergmann 1986, etwas verändert

Eisenmangel lässt die Blattfläche vergilben, wobei die Blattadern grün bleiben.
Im Frühjahr auf Nährstoffmangelschäden achten!
Abb.1: Die Optimumkurve; vorne "grün", hinten "rot" (s.Text)
Die zwei Seiten des Spiegels
Grünkohl schmeckt erst richtig gut, wenn er längere Zeit der Kälte ausgesetzt war.
Fit für den Winter

Schlagworte dieser Seite:

Bodenpflege, Nährstoff, Pflanzenernähung

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